Rifugio Nino Corsi im inneren Martelltal
Die Zufallhütte, italienisch Rifugio Nino Corsi, liegt auf 2.265 m im inneren Martelltal. Sie gehört zur Gemeinde Martell und zum Nationalpark Stilfserjoch im Ortlergebiet in Südtirol. Bewirtschaftet wird sie von Familie Müller. Von hier beginnen Anstiege im Ortler-Hauptkamm, in den Laaser Bergen und im Zufrittkamm, darunter auf den Cevedale (3.769 m).
Für Skitouren und Schneeschuhtouren am Cevedale nutzen wir die Hütte als Stützpunkt, darunter für die „Skitouren Woche am Cevedale Zufallhütte“, und auf der „Alpenüberquerung von Meran an den Gardasee“ ist sie Etappenort. Neben dem Cevedale sind die Zufallspitze, die Hintere Schranspitze und die Madritschspitze Ziele ab der Hütte.
Übernachten auf der Zufallhütte
Zur Zufallhütte gehören eine Blockhaus-Sauna und eine Sonnenterrasse mit Blick auf die umliegenden Berge. Bewirtschaftet ist die Schutzhütte in einer Sommer- und einer Wintersaison.
Zustieg zur Zufallhütte
Vom Parkplatz am Talschluss des Martelltals sind es etwa 40 Minuten zur Hütte.
Aus dem Suldental führen Wege über das Madritschjoch oder den Eisseepass herüber, aus Rabbi im Trentino einer über das Sallentjoch.
Übergänge verbinden die Hütte mit der Marteller Hütte (2.585 m) und, als Hochtour, mit der Casati-Hütte (Rifugio Gianni Casati, 3.254 m).
Gut zu wissen:
Der Name geht auf die nahen Wasserfälle der Plima zurück und wird auf der zweiten Silbe betont: Zufàll.
1882 baute die Sektion Dresden des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins die Hütte. Ab 1884 war sie bewirtschaftet, 1913 wurde sie stark erweitert.
Im Ersten Weltkrieg war hier ein österreichisch-ungarisches Abschnittskommando untergebracht. 1915 entstand neben der Hütte die Herz-Jesu-Kapelle.
1921 ging die Hütte an die Mailänder Sektion des Club Alpino Italiano (CAI). 1939 folgten ein Zubau und die Umbenennung nach dem Ski-Alpinisten Nino Corsi.
Seit 1999 gehört die Hütte der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol.