Alpine Welten
Polarexpedition Mount Vinson: drei Bergsteiger traversieren seilgesichert den felsigen Gipfelgrat

Vom Kilimandscharo bis zum Achttausender

Manaslu, Pik Lenin, Muztagh Ata — unser Expeditionsprogramm reicht bis zu den Sieben- und Achttausendern.

Auch bis zu den Polen

Der Südpol und die Durchquerung des grönländischen Inlandeises gehören zum eigenen Programm.

Bergführer mit Expeditionserfahrung

Unsere Expeditionsleiter bringen Erfahrung aus Höhe und Eis mit und organisieren den Ablauf gemeinsam mit Partnern vor Ort.

Ausbildung für Forschungsexpeditionen

Das Alfred-Wegener-Institut lässt seine Teams von uns schulen.

Die Seven Summits auf einen Blick

Die Liste ist eine Definition, kein Programm: der jeweils höchste Punkt jedes Kontinents. Was sie zusammenhält, ist die Geografie — nicht die Anforderung. Der Kilimandscharo verlangt keine alpine Technik, der Everest ist Höhenbergsteigen im Extrembereich. Dazwischen entscheiden Gletscher, Lagertaktik und Kälte — in der Antarktis die Logistik.

Fünf davon stehen in unserem Programm: der Kilimandscharo und der Aconcagua aus der Höhenklasse der Sechstausender, dazu der Denali, der Elbrus und der Mount Vinson. Der Everest und die Carstensz-Pyramide nicht.

Die Spannweite ist größer, als die Höhenzahlen vermuten lassen. Der Mount Vinson ist der niedrigste der fünf und zugleich der aufwendigste — den Ausschlag geben Abgeschiedenheit und Logistik, nicht die Meter. Der Denali liegt niedriger als der Aconcagua und gilt wegen Breitengrad und Wetter trotzdem als der härtere. Wer die Liste nach Höhe sortiert, sortiert deshalb nicht nach Anspruch.

Die fünf aus unserem Programm

Fünf der sieben stehen in unserem Programm — vom Kilimandscharo, den Du ohne alpine Technik gehst, bis zum Mount Vinson in der Antarktis. Jeder von ihnen verlangt etwas anderes: der eine Wochen in einem Lagersystem, der nächste Kälteerfahrung, der dritte vor allem Zeit.

Höhenbergsteiger mit blauem Rucksack fotografiert auf Geröllhang die verschneite Gipfelwelt des Aconcagua mit Smartphone und Stativ.

Aconcagua · 6.961 m

Südamerika · Argentinien

Der höchste Berg außerhalb Asiens. Technisch unschwierig — was ihn schwer macht, sind die Höhe und eine Kälte, die man aus den Alpen nicht kennt. Unsere Route führt über die ruhigere Guanacos-Traverse statt über die überlaufene Normalroute: mehr Tage für die Höhenanpassung, weniger Betrieb in den Lagern. Bis ins Basislager tragen Maultiere das Gepäck, darüber bringen Hochträger die Gruppenausrüstung bis ins dritte Lager auf rund 6.000 m. Deine persönliche Ausrüstung trägst Du selbst.

Denali · 6.190 m

Nordamerika · Alaska

Der kälteste der sieben. Er liegt rund 320 km vom nördlichen Polarkreis entfernt, jede Besteigung hängt ganz besonders vom Wetter ab. Über die technisch unschwierige West-Buttress-Route, mit drei Teilnehmern auf einen Bergführer und sieben Reservetagen — Luft, die man am kältesten Berg der Erde braucht. Ausrüstung und Vorräte ziehst Du auf der Pulka nach oben, in mehreren Materialtransporten über Depots von Lager zu Lager.

Das Denali-Massiv aus der Luft: Gipfelaufbau, Grate und Hängegletscher unter geschlossener Wolkendecke

Kilimandscharo · 5.895 m

Afrika · Tansania

Der einzige der sieben ohne alpine Technik — und der einzige, den wir auf fünf verschiedenen Routen führen. Sie unterscheiden sich in Länge, Begehungsdichte und im Anstieg zum Uhuru Peak: Machame und Lemosho über die Südwestflanke, der Northern Circuit als die ruhigste Linie, die Umbwe Route als die direkteste. Wer den Mount Meru voranstellt, hat den Kibo schon im Blick, bevor er ihn betritt.

Trekking-Hochlager am Uhuru Peak: zwei Trekker richten Zelte auf felsiger Hochebene vor dem Kilimanjaro-Vulkankegel ein.

Afrika · Tansania

Kilimandscharo besteigen

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Polarexpedition am Mount Vinson: Expeditionsteilnehmer steigt mit Steigeisen und Pickel am Fixseil einen steilen Schneehang

Mount Vinson · 4.892 m

Antarktis

Der niedrigste der fünf und trotzdem der aufwendigste. Die Anreise ist die halbe Expedition: über Punta Arenas ans Ende Chiles, dann im Flugzeug auf die blanke Eispiste und mit der Twin Otter weiter ans Basislager. Am Berg selbst ein Fixseil-Hang und leichte Kletterei zum Gipfel — die Schwierigkeit liegt in Kälte, Wind und Abgeschiedenheit. Wer ohnehin dort ist, verbindet ihn in einer Doppel-Expedition mit dem Südpol.

Elbrus · 5.642 m

Europa · Kaukasus

Der höchste Berg Europas, ein vergletscherter Doppelgipfel im Kaukasus — der Westgipfel mit 5.642 m ist der höhere, der Ostgipfel misst 5.621 m. Technisch der leichteste der vergletscherten Gipfel: der Normalweg von Süden führt über Firnhänge. Die ersten Höhenmeter kannst Du gegen Aufpreis vor Ort mit der Pistenraupe abkürzen. Was fordert, ist das Wetter — der Elbrus steht frei und fängt jeden Sturm. Im Programm steht er, geführt wird er zurzeit nicht — er liegt in Russland.

Expedition im Kaukasus: Doppelgipfel Ushba und breiter Elbrus-Gipfel unter wolkenlosem Winterhimmel.

Warum es zwei Seven-Summits-Listen gibt

Reinhold Messner setzt für den siebten Kontinent die Carstensz-Pyramide in Neuguinea an — 4.884 m, und die letzten Meter sind Fels, den man klettert. Dick Bass dagegen zählt den Mount Kosciuszko auf dem australischen Festland, mit 2.228 m der niedrigste Punkt beider Listen und über einen breiten Weg zu erwandern.

Die Carstensz-Pyramide heißt auf Indonesisch Puncak Jaya — unter beiden Namen ist derselbe Berg gemeint.

Für die Praxis heißt das: Die Messner-Liste ist die anspruchsvollere — die Carstensz-Pyramide wird geklettert, der Mount Kosciuszko erwandert. Die übrigen sechs Gipfel sind in beiden Fassungen dieselben.

Und es gibt eine dritte Lesart: Wer den Kaukasus nicht zu Europa zählt, setzt statt des Elbrus den Mont Blanc (4.806 m) an der Grenze zwischen Frankreich und Italien an. Für die Praxis ändert das wenig — der Elbrus ist die gängige Fassung.

Die zwei, die wir nicht führen

Mount Everest · 8.849 m

Asien

Der höchste Berg der Welt. Wir führen ihn nicht — dafür gibt es Veranstalter, die auf den Everest spezialisiert sind.

Carstensz-Pyramide · 4.884 m

Ozeanien

Der siebte Gipfel der Messner-Liste, in Neuguinea — auf Indonesisch Puncak Jaya. Nicht in unserem Programm.

Weiter im Expeditionsprogramm

Wer die Liste ernsthaft angeht, ist selten nur an einem Gipfel interessiert. Vom Trekking bis zur extremen Expedition — das führen wir sonst noch.

Häufige Fragen zu den Seven Summits

Was sind die Seven Summits?

Die höchsten Berge der sieben Kontinente: Mount Everest (8.849 m, Asien), Aconcagua (6.961 m, Südamerika), Denali (6.190 m, Nordamerika), Kilimandscharo (5.895 m, Afrika), Elbrus (5.642 m, Europa), Mount Vinson (4.892 m, Antarktis) und — je nach Fassung — die Carstensz-Pyramide (4.884 m) oder der Mount Kosciuszko (2.228 m).

Welcher der Seven Summits ist der schwerste?

Der Everest — der höchste der sieben und der einzige Achttausender; wir führen ihn nicht. Von den fünf in unserem Programm ist der Denali der härteste, und zwar nicht wegen der Höhe, sondern wegen Kälte, Wetter und Dauer.

Wie lange dauert eine Seven-Summits-Besteigung?

Das hängt ganz vom Berg ab. Der Kilimandscharo ist je nach Route eine Sache von Tagen, Denali und Mount Vinson dauern mehrere Wochen. Die genaue Dauer steht bei jeder Reise im Programm.

Welcher ist der höchste Berg der Antarktis?

Der Mount Vinson mit 4.892 m — einer der Seven Summits und der abgelegenste von ihnen. Bestiegen wird er im antarktischen Sommer, im Dezember und Januar.

Welche Erfahrung habt Ihr in den Polargebieten?

Neben dem Mount Vinson stehen der Südpol und die Durchquerung des grönländischen Inlandeises in unserem Programm. Daneben bilden wir die aus, die dort arbeiten: das Sicherheitstraining Gletscher für die Teams des Alfred-Wegener-Instituts, den Bergkurs für die Überwinterer der Neumayer-Station III, die Polar Expedition Courses für Wissenschaftler und die SAR-Ausbildung nach Polarcode auf Svalbard. Dazu kommen Kurse zum Umgang mit Eisbären und zur Medizin in Arktis und Antarktis. Die Erfahrung aus diesen Kursen für Forschung und Schifffahrt fließt in unsere Polarexpeditionen ein.

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Von den Gipfeln der Liste