Die Seven Summits auf einen Blick
Die Liste ist eine Definition, kein Programm: der jeweils höchste Punkt jedes Kontinents. Was sie zusammenhält, ist die Geografie — nicht die Anforderung. Der Kilimandscharo verlangt keine alpine Technik, der Everest ist Höhenbergsteigen im Extrembereich. Dazwischen entscheiden Gletscher, Lagertaktik und Kälte — in der Antarktis die Logistik.
Fünf davon stehen in unserem Programm: der Kilimandscharo und der Aconcagua aus der Höhenklasse der Sechstausender, dazu der Denali, der Elbrus und der Mount Vinson. Der Everest und die Carstensz-Pyramide nicht.
Die Spannweite ist größer, als die Höhenzahlen vermuten lassen. Der Mount Vinson ist der niedrigste der fünf und zugleich der aufwendigste — den Ausschlag geben Abgeschiedenheit und Logistik, nicht die Meter. Der Denali liegt niedriger als der Aconcagua und gilt wegen Breitengrad und Wetter trotzdem als der härtere. Wer die Liste nach Höhe sortiert, sortiert deshalb nicht nach Anspruch.
Die fünf aus unserem Programm
Fünf der sieben stehen in unserem Programm — vom Kilimandscharo, den Du ohne alpine Technik gehst, bis zum Mount Vinson in der Antarktis. Jeder von ihnen verlangt etwas anderes: der eine Wochen in einem Lagersystem, der nächste Kälteerfahrung, der dritte vor allem Zeit.
Kilimandscharo · 5.895 m
Afrika · Tansania
Der einzige der sieben ohne alpine Technik — und der einzige, den wir auf fünf verschiedenen Routen führen. Sie unterscheiden sich in Länge, Begehungsdichte und im Anstieg zum Uhuru Peak: Machame und Lemosho über die Südwestflanke, der Northern Circuit als die ruhigste Linie, die Umbwe Route als die direkteste. Wer den Mount Meru voranstellt, hat den Kibo schon im Blick, bevor er ihn betritt.
Warum es zwei Seven-Summits-Listen gibt
Reinhold Messner setzt für den siebten Kontinent die Carstensz-Pyramide in Neuguinea an — 4.884 m, und die letzten Meter sind Fels, den man klettert. Dick Bass dagegen zählt den Mount Kosciuszko auf dem australischen Festland, mit 2.228 m der niedrigste Punkt beider Listen und über einen breiten Weg zu erwandern.
Die Carstensz-Pyramide heißt auf Indonesisch Puncak Jaya — unter beiden Namen ist derselbe Berg gemeint.
Für die Praxis heißt das: Die Messner-Liste ist die anspruchsvollere — die Carstensz-Pyramide wird geklettert, der Mount Kosciuszko erwandert. Die übrigen sechs Gipfel sind in beiden Fassungen dieselben.
Und es gibt eine dritte Lesart: Wer den Kaukasus nicht zu Europa zählt, setzt statt des Elbrus den Mont Blanc (4.806 m) an der Grenze zwischen Frankreich und Italien an. Für die Praxis ändert das wenig — der Elbrus ist die gängige Fassung.
Weiter im Expeditionsprogramm
Wer die Liste ernsthaft angeht, ist selten nur an einem Gipfel interessiert. Vom Trekking bis zur extremen Expedition — das führen wir sonst noch.