Ararat 5.137 m
Der höchste Berg der Türkei — und der nächstgelegene Fünftausender für Mitteleuropäer.
Ein freistehender Vulkankegel über der Steppe Ostanatoliens. Kein Klettern, keine Seilschaft — nur Höhe, Weite und ein Gipfel im ersten Licht.
Dazu finden wir nichts. Versuch einen Berg, ein Gebiet oder ein Land — oder sieh Dir alle Reisen an.
Sichere Dir Deinen Platz und zahle erst 3 Tage vor Reisebeginn.
Trekkingreise in Kleingruppe — nie mehr als zehn Gäste.
Erst der Artos mit 3.537 m, dann ein Extratag am Ararat.
Einheimische Bergführer mit höheren Standards.
Wir buchen Deine Flugstrecke auf Wunsch mit — Du musst Dich um nichts kümmern.
Es gibt Berge, die muss man suchen. Der Ararat ist keiner davon. Er steht allein über der Hochebene, mehr als tausend Höhenmeter über allem, was in der Türkei sonst kommt — und schon auf der Fahrt nach Doğubeyazıt liegt seine Firnkuppe über dem Dunst.
Du brichst mitten in der Nacht auf, im Licht der Stirnlampen, und gehst dem Sonnenaufgang entgegen. Zum Sonnenaufgang stehst Du auf 5.137 Metern und schaust über vier Länder. Unter Dir liegen die gemusterten Flächen Anatoliens, im Osten der Iran, im Norden der Kaukasus mit dem Elbrus. Für die meisten unserer Gäste ist das der erste Fünftausender — und einer, den Du zu Fuß erreichst.
Neun Tage, Zelte statt Hütten, ein einheimisches Team, das kocht und die Tragtiere führt. Dazwischen liegen Tage, an denen nicht gestiegen wird: am See, in den Gassen, auf den Märkten. Der Ararat ist keine reine Gipfeltour, sondern eine Bergreise, auf der die Kultur Ostanatoliens genauso Platz hat wie der Berg.
Beide Reisen gehen über die Südroute ab Doğubeyazıt — die eine im Sommer zu Fuß, die andere im Frühjahr mit Ski. Die Anforderungen kommen unverändert aus unserem Reisesystem.
Schwierigkeit
Anforderung
9 Tage · Türkei — der Normalweg über Eli, Basislager und Hochlager.
Die Hauptreise auf den Ararat: zu Fuß über Geröll und Altschnee, ab 4.750 m über den Gletscher zur Firnkuppe. Vorgeschaltet sind die Besteigung des Artos und ein zusätzlicher Akklimatisationstag am Berg.
Schwierigkeit
Anforderung
9 Tage · Türkei — derselbe Berg, mit Fellen und Abfahrt.
Im Frühjahr führen wir den Ararat als Skitour. Der Gipfeltag misst dann 1.965 Höhenmeter, ab 4.900 m liegt Gletscher — den letzten Abschnitt gehst Du je nach Verhältnissen mit Ski oder mit Steigeisen.
Wer an die Türkei denkt, hat meist die Riviera im Kopf. Im Osten Anatoliens liegt eine andere Türkei: eine weite, fast menschenleere Gebirgswelt, aus der sich der Ararat völlig frei in den Himmel streckt. Mehr als 1.000 Höhenmeter trennen ihn vom zweithöchsten Berg des Landes — deshalb steht er da wie ein weißer Riese ohne Konkurrenz, und deshalb ist der Blick vom Gipfel so weit.
Geologisch ist er ein Vulkan, über Jahrtausende aus übereinanderliegenden Lavaströmen aufgetürmt. Ruhend, nicht erloschen: Der letzte Ausbruch von 1840 zerstörte das Dorf Ahora an seinem Nordhang. Über 4.750 Metern trägt er eine Gletscherhaube — der einzige Abschnitt der Besteigung, für den Du Steigeisen brauchst.
Zusammen mit seinem über 1.200 Meter niedrigeren kleinen Bruder beherrscht er das Grenzland, in dem vier Staaten aneinanderstoßen. Von Armenien aus ist er das Nationalsymbol, obwohl er auf türkischem Boden steht — kaum ein Berg wird von so vielen Nachbarn gleichzeitig beansprucht.
Ausgangspunkt jeder Besteigung ist Doğubeyazıt am Fuß des Bergs, in Reisebeschreibungen oft auch Dogubayazit geschrieben. Über den Berg hinaus lohnt die Region: der Van See, die Klosterinsel Akdamar, die Märkte — und die ostanatolische Gastfreundschaft, die auf dieser Reise kein Beiwerk ist.
Höhe — 5.137 m — höchster Berg der Türkei
Land — Türkei
Gebiet — Ostanatolien, Armenisches Hochland — nahe dem Vierländereck mit Iran, Armenien und Nachitschewan
Charakter — Ruhender Schichtvulkan aus Basalt und Andesit-Lavaströmen, freistehend über der Hochebene. Gletscherhaube ab 4.750 m
Startort — Doğubeyazıt; der Fußmarsch beginnt oberhalb des Dorfs Eli an einer Nomaden-Zeltsiedlung
Lager — Basislager 3.200 m und Hochlager 4.200 m — durchgehend Zelte, keine Hütten
Gipfeltag — Rund 1.000 Höhenmeter, etwa 10 Stunden
Saison — Zu Fuß Juni bis September, mit Ski Februar bis April
Nachbar — Der Kleine Ararat, über 1.200 m niedriger — zusammen ein freistehendes Massiv
Voraussetzung — Trittsicher und schwindelfrei, sehr gute Kondition für lange Tage in Höhe. Technisch mittelschwer
Du musst nicht klettern und brauchst keine Seilschaft. Der Weg führt über Geröll und Altschnee stetig bergan, erst im oberen Bereich liegt Gletscher, und dort legst Du Steigeisen an. Wenn Du längere Bergwanderungen mit 1.000 Höhenmetern hinter Dir hast, trittsicher bist und ein Zelt Dich nicht schreckt, bist Du hier richtig.
Was Dich fordert, ist die Höhe und die Länge der Tage. Am Gipfeltag bist Du rund zehn Stunden unterwegs, in Luft, die spürbar dünner wird. Schwierig ist daran nicht der Weg, sondern das Durchhalten — wer hier umkehrt, tut es fast immer wegen der Höhe, nicht wegen des Geländes. Genau deshalb ist die Anpassung fest in den Ablauf eingebaut.
Ablauf, Höhenanpassung, Reisezeit, Genehmigung und Ausrüstung — aufgeklappt, wenn Du es brauchst.
Der Ararat liegt im Grenzgebiet. Unterwegs passierst Du einen einfachen Militärposten, an dem ab und zu Pässe und Genehmigungen kontrolliert werden. Ein Geländewagen bringt Dich über ruppige Schotterstraßen hinauf ans Ende der Fahrstraße.
Oberhalb des Dorfs Eli, an einer Nomaden-Zeltsiedlung, wartet die Begleitmannschaft. Das schwere Gepäck kommt auf die Tragtiere — bis 15 Kilogramm pro Person nehmen sie mit, Du trägst nur den Tagesrucksack. Vier bis fünf Stunden geht es hinauf, bis zu einem Hang aus Wiese und Geröll auf 3.200 Metern: das Basislager. Die Zelte stehen schnell, gekocht wird im Küchenzelt, und am Abend ist über dem anatolischen Hochland der Sternenhimmel offen. Je nach Schneelage liegt das Camp auch etwas höher.
Der zweite Tag am Berg gehört der Höhenanpassung. Vom Basislager steigst Du durch die felsige Vulkanlandschaft rund 1.000 Höhenmeter hinauf ins Hochlager auf 4.200 Meter — technisch einfach, über Geröll und Altschnee stetig bergan. Oben ist Zeit für eine ausgiebige Pause und bei klarer Sicht der Blick über das weite Hochland. Dann steigst Du dieselbe Route wieder ab und schläfst erneut auf 3.200 Metern. Hoch gehen, tief schlafen: Das ist der ganze Trick.
Zum Hochlager führen zwei Wege. Vom Basislager aus rechts geht die Route, die auch die Mulitreiber nehmen. Links liegt ein deutlich weniger begangener Bergrücken, von dem aus Du auf die leicht vergletscherte andere Seite des Bergs schaust.
Der Gipfeltag beginnt mitten in der Nacht. Das hat einen Grund — die besten Stunden am Ararat sind die frühen, am Nachmittag trübt sich die Sicht regelmäßig ein. Im Licht der Stirnlampen geht es durch felsiges Terrain nach oben, das Tempo passt sich der dünner werdenden Luft an. Auf 4.750 Metern erreichst Du den Gletscher; je nach Schneebedingungen kommen dort die Steigeisen an den Schuh.
Das Ziel ist, bei Sonnenaufgang oben zu stehen. Der Abstieg führt zurück ins Hochlager, nach einer Pause weiter bis ins Basislager — dort wartet eine weitere Nacht im Zelt.
Für den Gipfel steht ein Reservetag bereit. Wird er nicht gebraucht, bleibt Zeit für den İşak-Paşa-Palast oberhalb von Doğubeyazıt.
5.137 Meter klingen nach viel, und das sind sie auch — aber nicht wegen des Wegs. Der Ararat ist technisch mittelschwer. Was Dich aufhalten kann, ist nicht der Weg, sondern wie Dein Körper auf die dünne Luft reagiert.
Dagegen hilft nur eines: Zeit. Die Reise schiebt deshalb zwei Stufen vor den Gipfel. Zuerst den Artos mit 3.537 Metern am Südufer des Van Sees — ein aussichtsreicher Berg, der als Vorbereitung ernst genommen und nicht als Programmpunkt abgehakt wird. Dann, am Ararat selbst, den zusätzlichen Tag hinauf ins Hochlager und wieder hinunter.
Dieser Tag hat einen zweiten Nutzen, über den selten jemand spricht: Er verschafft Luft beim Wetter. Muss der Gipfeltag verschoben werden, ist der Reservetag da, ohne dass gleich die ganze Reise kippt.
Und trotzdem: Ein Gipfel ist kein Versprechen. Der Ararat steht frei in der Steppe, das Wetter schlägt dort schneller um als im geschützten Talkessel, und die Entscheidung fällt am Berg — nicht Wochen vorher am Schreibtisch. Wir sagen Dir vorher ehrlich, was wir sehen. Wenn es nicht geht, geht es nicht, und dann ist Umdrehen die richtige Entscheidung.
Die beste Zeit ist Mitte August — wie viel Restschnee liegt, hängt vom Schneefall des Frühjahrs ab. Ende Juli und Anfang August kann noch einiges davon da sein. Ob das gut oder schlecht ist, ist Geschmackssache: Auf Schnee und Firn geht sich der Berg leichter, dafür verlangt der Abstieg mit Steigeisen dann mehr Übung. Im unteren, steileren Abschnitt brauchst Du bei Restschnee eine solide Steigeisentechnik.
Ab Mitte bis Ende August ist der Ararat praktisch schneefrei. Nur die Gipfelkalotte bleibt leicht vereist oder abgeblasen — dort ziehst Du für die letzten Meter Steigeisen an, aber eher um voranzukommen als aus Sicherheitsgründen: Der Schlussanstieg über die Kalotte ist sehr flach.
Zwischen Mitte August und Anfang September gibt es praktisch kein Restschneeproblem mehr. Neuschnee, der zwischendurch fällt, schmilzt meist schnell wieder ab.
Die meisten Skitermine liegen im März. Der Berg trägt dann bis weit hinunter Schnee, der Gipfeltag misst 1.965 Höhenmeter statt 1.000, und die Abfahrt führt über Hänge, die selten steiler als 35 Grad sind. Das ist die anspruchsvollere der beiden Reisen — nicht wegen der Steilheit, sondern wegen der Länge.
Spätherbst und Frühwinter sind keine sinnvolle Saison: Die Verhältnisse taugen weder für das eine noch für das andere.
Der Ararat darf seit 2001 nur unter Auflagen bestiegen werden. Er liegt in einem sensiblen Grenzgebiet, und die Behörden nehmen das ernst: Ohne Genehmigung kommt niemand hinauf.
Für Dich bedeutet das nur einen gültigen Reisepass, den Du dabeihaben musst: An einem Militärposten werden ab und zu Pässe und Genehmigungen kontrolliert. Die Genehmigung selbst, die Papiere und die Abstimmung mit den Behörden übernimmt unser Team vor Ort — Du musst nichts beantragen und am Berg keine Formalitäten regeln.
Bring Deinen Reisepass mit. Er wird gebraucht, und zwar nicht nur bei der Einreise.
Übernachtet wird am Berg durchgehend im Zelt — Hütten gibt es am Ararat nicht. Basislager und Hochlager stellt das einheimische Team, dazu ein Küchen- und ein Verpflegungszelt mit Sitzgelegenheiten.
Schwere Ausrüstung brauchst Du nicht. Bergschuhe, warme Schichten für Nächte deutlich unter null und ein Schlafsack, der das aushält — Steigeisen kommen nur auf dem obersten Abschnitt zum Einsatz. Was genau ins Gepäck gehört, steht in der Ausrüstungsliste zur Reise.
Im Sommer bringen die Tragtiere Dein Gepäck auch hinauf ins Hochlager.
In Van und Doğubeyazıt schläfst Du im Hotel, unter anderem im Hotel Ertur.
Der Ararat ist kein gefährlicher Berg. Von großen objektiven Gefahren lässt sich kaum sprechen — keine Spalten, in die Du stürzt, keine Wand über Dir.
Die einzige konkrete Gefahr sind die Muli-Karawanen, die die Hochlager versorgen. Wer ihnen auf schmalem Weg nicht sauber ausweicht, wird von den kräftigen Tieren mit ihrem Gepäck schon mal vom Weg geschoben. In Abgründe fällt dabei niemand, blaue Flecken gibt es trotzdem.
Nicht der Berg, sondern die Infrastruktur. Bei vollen Camps sind die sanitären Anlagen schnell überlastet — besonders früh in der Saison, wenn noch nicht alle Bereiche schneefrei sind und sich mehrere Anbieter dieselben Anlagen teilen.
Verabschiede Dich von westlichen Standards. Du bist im äußersten Osten der Türkei, auf einer Höhe, auf der in den Alpen aus baulichen Gründen längst keine Hütte mehr stünde. Wer das weiß, bevor er losfährt, hat oben keinen schlechten Tag deswegen.
Großer Andrang ist am Berg selbst bisher nicht das Thema.
Der Van See ist das zweite Highlight dieser Reise, und er ist eigenartig genug, um im Gedächtnis zu bleiben. Er ist hochalkalisch — so sehr, dass die Bevölkerung ringsum beim Wäschewaschen mit Seewasser kein Waschmittel braucht. Das Wasser ist sehr klar, es lebt nur eine einzige, sehr seltene Fischart darin, und dem Bad im See werden heilsame Wirkungen nachgesagt.
Und dann sind da die Dinge, die in keinem Programm stehen. Eine Handelsstraße nahe der iranischen Grenze, früh am Morgen: Bäckereien, aus denen frisches Brot riecht, und alte Männer mit Baskenmützen, die Tee trinken und Gebäck essen. Unsere einheimischen Guides kennen nicht nur den Weg, sondern die Orte und die Menschen — die Gastronomen, die guten Restaurants, die Eisdielen. Das ist der Unterschied zwischen durchreisen und dort gewesen sein.
Und wenn Du vom Artos herunterkommst, wartet eine ausgesprochen gute Eisdiele. Auch die ist ein Tipp, kein Zufall.
Der Artos steht im Programm als Akklimatisierung, und die meisten haken ihn so ab. Das ist ein Fehler: Schon am Tag nach der Ankunft bekommst Du den ersten Höhenimpuls, dazu den Blick über den Van See. Bergsteigerisch ist er sehr einfach — die meisten Höhenmeter machst Du gleich am Anfang, danach läufst Du lange auf einem langgezogenen Höhenzug auf großer Höhe. Genau das ist für die Anpassung optimal. Unterwegs triffst Du auf Wanderhirten. Einen praktischen Rat gibt Oliver Schulz jedem mit, der diese Reise bucht — er hat sie selbst gemacht.
Vom Aufbruch über die Almwiesen bis zum Gipfelschatten über der Wolkendecke — und dazwischen die Camps, der Van See und die Märkte von Van.
Kaum ein Berg trägt so viel Bedeutung wie dieser. Nach der biblischen Überlieferung lief die Arche Noah nach der Sintflut am Ararat auf Grund — für die Menschen der Region ist er deshalb der heilige Berg. Das zeigt sich schon an seinen Namen: Auf Türkisch heißt er Büyük Ağrı Dağı, auf Armenisch Masis, auf Kurdisch Çiyayê Agirî — der feurige Berg — und im Persischen schlicht Berg Noahs. Vier Sprachen, vier Blickwinkel auf denselben Gipfel.
Die Legende ist älter als jede Vermessung, und Du merkst das auf der Reise, ohne dass jemand darüber predigt. Es liegt in der Art, wie über den Berg gesprochen wird, und es ist der Grund, warum unterhalb von Doğubeyazıt eine Stelle gezeigt wird, an der die Arche gestrandet sein soll.
Oberhalb der Stadt steht der İşak-Paşa-Palast aus dem 17. Jahrhundert, heute UNESCO-Weltkulturerbe und eine der am schönsten gelegenen Palastanlagen überhaupt. Darüber eine Kuppelmoschee aus dem 16. Jahrhundert und die Reste einer urartäischen Festung; hier verlief die Seidenstraße nach Osten. Wer sich für die Geschichte der Region interessiert, bekommt hier mehr davon als auf mancher Kulturreise. Vom Café oberhalb des Palastes siehst Du über die Ebene und die Berge ringsum.
Wir erzählen das als Einordnung, nicht als Behauptung. Auf den Gipfel führt der Berg selbst — unabhängig davon, was über ihn überliefert ist.
Sie haben es erlebt. Hier stehen ihre Stimmen.
Der Ararat ist 5.137 Meter hoch und damit der höchste Berg der Türkei. Häufig liest man 5.165 Meter — diese Zahl stammt aus älteren Vermessungen und hält sich hartnäckig, auch in Reisebeschreibungen. Der zweithöchste Berg des Landes liegt mehr als 1.000 Höhenmeter tiefer; der Ararat steht also völlig frei.
Der Ararat liegt im äußersten Osten der Türkei, dort wo Anatolien an Iran und den Kaukasus grenzt. Er steht auf türkischem Staatsgebiet, ist aber zugleich das Nationalsymbol Armeniens. Ausgangspunkt für die Besteigung ist die Stadt Doğubeyazıt an seinem Fuß.
Nein — und das ist seine Besonderheit. Der Ararat ist kein Teil einer Bergkette, sondern ein freistehendes Vulkanmassiv, das sich aus der Hochlandebene erhebt. Zum Massiv gehört neben dem Großen Ararat noch der über 1.200 Meter niedrigere Kleine Ararat. Das anatolische Kettengebirge, der Taurus, liegt weiter westlich und südlich.
Mittelschwer, und zwar konditionell, nicht technisch. Klettern ist nicht nötig, Seilschaft auch nicht — Steigeisen brauchst Du nur im obersten Abschnitt. Was zählt, ist ein Gipfeltag von rund zehn Stunden in Höhen über 4.000 Metern. Wer regelmäßig lange Bergtage geht, schafft ihn.
Zu Fuß von Juni bis September, am besten ab Mitte August — dann ist der Berg bis auf die Gipfelkalotte schneefrei. Als Skitour von Februar bis April, meist im März. Spätherbst und Frühwinter taugen für keines von beidem.
Der Ararat ist ein ruhender Vulkan, kein aktiver — sein Kegel aus Basalt und Andesit-Lavaströmen ist über den ganzen Aufstieg gut zu sehen. Der letzte Ausbruch war 1840 und zerstörte damals das Dorf Ahora am Nordhang. Seither ruht der Berg. „Erloschen“ wäre zu viel gesagt: Ein Vulkan, der vor gut 180 Jahren noch ausgebrochen ist, gilt nicht als erloschen.
Ja, von Februar bis April. Die Skitour ist die ambitioniertere der beiden Reisen: fast doppelt so viel Höhenunterschied am Gipfeltag, und Du musst im Aufstieg wie in der Abfahrt sicher auf Ski stehen. Steil ist sie nicht — die Hänge bleiben meist deutlich unter 35 Grad. Was sie fordert, ist die Länge.
Ja, seit 2001. Kümmern musst Du Dich darum nicht — das erledigt unser Team vor Ort. Für Dich bleibt der Reisepass im Gepäck, denn an einem Militärposten werden ab und zu Pässe und Genehmigungen kontrolliert.
Trinkgelder sind nicht selbstverständlich und kein Muss - es sollte sich niemand verpflichtet fühlen, Trinkgeld geben zu müssen, es sollte gern geschehen. In der Türkei sind Trinkgelder aber durchaus üblich und gelten als Zeichen der Wertschätzung für eine gut erledigte Arbeit.
Unsere Trekking-Mannschaft vor Ort hat ordentliche Arbeitsbedingungen und wird anständig bezahlt. Bist Du mit ihrer Leistung zufrieden, freut sie sich dennoch sehr über ein Trinkgeld, womit sie ihr Einkommen noch etwas aufbessern kann. Warst Du nicht zufrieden und möchtest kein oder weniger Trinkgeld geben, solltest Du der Mannschaft dann aber auch mitteilen, warum Du nicht zufrieden warst.
Möchtest Du gern ein Trinkgeld geben, kannst Du Dich bei der Höhe an den folgenden Beträgen orientieren (Angaben pro Tag und pro Gruppe, nicht pro Teilnehmer!)
Verantwortlicher Guide: 15 – 25 EUR
Koch im Camp: 5 – 9 EUR
pro Träger/Eseltreiber (1 pro 2 Teilnehmer): 5 – 9 EUR
Fahrer: 3 – 5 EUR
Am Ararat begleiten uns ein verantwortlicher einheimischer Bergführer und ein Koch, dazu die Begleitmannschaft mit den Tragtieren - ein Träger beziehungsweise Eseltreiber pro zwei Teilnehmer. Am Gipfeltag kommt unter Umständen ein zweiter Bergführer dazu. Diese Punkte sollten beim Trinkgeld mit berücksichtigt werden.
Die Trinkgeld-Verteilung sollte von der Gruppe gemeinsam am Ende der Tour vor versammelter Mannschaft erfolgen. Die Verteilung in Euro ist in Ordnung und muss nicht in Landeswährung erfolgen.
Nimm möglichst kleine Banknoten und am besten auch ein paar Briefumschläge mit, so dass Du jedem Beteiligten sein Trinkgeld zukommen lassen kannst. Sollte das nicht möglich sein, dann kann das Trinkgeld im Beisein der gesamten Mannschaft auch dem Bergführer übergeben werden. Der Mannschaft sollte dabei der individuelle Betrag für jeden Einzelnen mitgeteilt werden.
Die Wertschätzung ihrer Arbeitsleistung ist der Mannschaft sehr wichtig, und so sind Lob und Dank ebenso Teil des Rituals wie das Trinkgeld selbst. Die gelegentliche Einladung auf ein Getränk am Abend drückt Anerkennung aus, sollte aber von Herzen kommen.
Auch Ausrüstungsgegenstände oder ein Getränk zum Abschluss sind zusätzlich gern gesehen. Wenn Du vor Deiner Abreise in die Türkei noch Platz in Deiner Reisetasche hast und Ausrüstungsgegenstände oder (Berg-)Bekleidung/Schuhe, die noch gut sind, die Du aber nicht mehr brauchst, nimm sie bitte mit und gib sie unserem Partner vor Ort. Er verteilt die Sachen an sein Team und ihre Angehörigen - sie werden es Dir danken und es ist nicht selten, dass Du später das eine oder andere auf Fotos mit der Mannschaft wiederentdeckst.
Außerdem gilt für Hotels, Restaurants und Fahrten:
Kleinere Dienstleistungen (Koffertragen, Zimmerservice etc.): 1 - 2 EUR
Restaurants: 5 - 10 % des Rechnungsbetrags
Taxifahrten: Betrag aufrunden
Bei Ausflügen zu lokalen Schulen und Dörfern sei lieber zurückhaltend. Die Verteilung von Süßigkeiten, Geschenken und vor allem Bargeld bringt den Bewohnern und vor allem den Kindern das Betteln bei. Unterstütze besser die lokale Schule, soziale Projekte oder den Verkauf lokal hergestellter Waren. Wenn Du den Kindern beim Besuch in der örtlichen Schule dennoch eine Freude machen möchtest, spricht nichts dagegen kleine Geschenke in Form von Schulbedarf wie Kugelschreiber, Buntstifte, Blöcke etc. für sie mitzubringen. Wenn Du etwas für sie mitbringst, gibst Du es am besten dem Lehrer, damit er es gerecht verteilt. Weder Geschenke noch Geldspenden sind jedoch als „Muss“ zu verstehen und sollten von Herzen kommen. Unser Partner vor Ort hilft Dir gern bei diesem Thema, da er genau weiß, wo die Zuwendung auch tatsächlich dort ankommt wo sie soll.
Fragen zu Höhe, Kondition oder der Genehmigung? Wir gehen sie mit Dir durch.
Yvonne und Heiko F. waren im Juni 2022 am Ararat — vom Aufbruch um zwei Uhr mit Stirnlampen bis zu den Hirtenliedern am Morgen im Basislager.