Was einen Viertausender leicht macht — und was nicht
Ein Viertausender, und trotzdem machbar: Leichte 4.000er sind die zugänglichsten der hohen Alpengipfel — technisch einfach, kurze Stellen höchstens im II. Grad, meist ein Firnhang statt einer Wand.
Leicht heißt technisch einfach — auf der SAC-Hochtouren-Skala L bis WS (leicht bis wenig schwierig) — nicht harmlos: Es bleiben echte Gletschertouren mit Höhe, verborgenen Spalten und Wetter, das umschlägt.
Und leicht ist nicht wörtlich zu nehmen, sondern leicht unter den Viertausendern. Durch den Gletscherrückgang und schneearme Winter erhöhen sich die Schwierigkeiten vieler Normalwege — mehr offene Spalten, blankes Eis und brüchiger Fels, wo früher fester Firn lag. Die aktuelle Einschätzung der Verhältnisse gehört deshalb in die Hand des Bergführers.
Und genau das macht sie so besonders. Wen der erste Gipfel packt, den lässt er selten wieder los — aus einem Viertausender werden drei, aus dem Wochenende eine Woche, bis Du die leichten Viertausender der Alpen Stück für Stück gesammelt hast.