Unsere Ski-Expeditionen
Wir sortieren sie nach Höhe, weil die Höhe entscheidet, wie lange Du unterwegs bist. Ein Fünftausender im Kaukasus ist in knapp zwei Wochen zu machen; ein Siebentausender im Pamir verlangt vier bis fünf, das meiste davon für die Anpassung an die Höhe. Technisch trennt die Klassen weniger, als man denkt — was sie trennt, ist Zeit.
Mit Ski auf einen Gipfel
Die eine Hälfte unserer Ski-Expeditionen führt hinauf. Bei den Siebentausender gibt der Berg den Takt vor: Am Muztagh Ata (7.546 m) stehen drei Hochlager übereinander, und Du arbeitest Dich über Tage nach oben, trägst hoch, kommst zurück, schläfst tiefer und gehst am nächsten Tag weiter. Vier bis fünf Wochen dauert das, und das meiste davon ist nicht Aufstieg, sondern Anpassung. Der Putha Hiunchuli (7.246 m) am westlichen Rand des Dhaulagiri-Massivs verlangt dieselbe Geduld.
Darunter wird es kürzer, aber nicht leichter. Der Kazbek (5.047 m) im Großen Kaukasus fordert 3.200 Höhenmeter aus eigener Kraft; die Vorakklimatisation läuft über die Skitouren rund um Gudauri. In Bolivien ist die Stadt La Paz das Basislager für bis zu drei Fünf- und drei Sechstausender. Die Höhe holst Du Dir vorher über das Altiplano und den Titicacasee.
Der Ski ist dabei kein Sportgerät, sondern Werkzeug. Felle für den Aufstieg, Harscheisen für die morgens hart gefrorenen Hänge, und in Höhe das Steigen in vergletschertem Gelände. Der Muztagh Ata eignet sich durch seine gleichmäßig geneigten Flanken besonders dafür — man kann ihn mit Ski gehen oder mit Schneeschuhen. Die Abfahrt ist die Zugabe, nicht der Zweck.
Wie fit Du dafür sein musst, liegt am oberen Ende dessen, was wir führen — und das liegt an der Dauer, nicht an der Steilheit. Technisch ist die Spanne breiter, als die Zahlen vermuten lassen: manche Ziele verlangen vor allem Ausdauer, andere Erfahrung am Gletscher. Den ehrlichen Rahmen für jede einzelne Reise zeigen Dir die Anforderungs-Balken auf der Tourseite.
Höher hinaus
Wenn Du ohne Ski weitergehen willst: dieselben Berge, nach Höhe geordnet.
Wie wir Ski-Expeditionen planen
Zeit am Berg
Am Muztagh Ata stehen 20 Tage am Berg zur Verfügung, und ausreichend Reservetage sind eingeplant. Am Putha Hiunchuli sind es 16 volle Tage, und der lange Anmarsch aus der Dolpo-Region dient der Akklimatisation.
Hochlager und Unterstützung
Am Muztagh Ata arbeiten wir mit einer eigenen Hochlagerkette, das hält uns am Berg flexibel. Auch die Verpflegung für die Hochlager kommt dort aus Deutschland. Am Putha Hiunchuli unterstützen uns zusätzliche Climbing Sherpas beim Transport der Hochlagerausrüstung.
Leitung und Gruppengröße
Die Expedition am Muztagh Ata leitet ein expeditionserfahrener IVBV-Bergführer. Am Kazbek und am Ararat gehen ein deutscher Bergführer und ein einheimischer Führer mit maximal acht Personen. Für die Gipfelbesteigung selbst ist in beiden Programmen je ein Reservetag eingeplant.
Wie es dort wirklich war
Drei Berichte von unseren eigenen Reisen.