Grönland
Arktische Abenteuer auf Fridtjof Nansens Spuren
Vom Schweizer Land an der Ostküste bis zu den Fjorden im Westen und quer über das Inlandeis — unsere Grönland-Reisen führen dorthin, wo keine Straße hinreicht.
Dazu finden wir nichts. Versuch einen Berg, ein Gebiet oder ein Land — oder sieh Dir alle Reisen an.
Ostgrönland rund um Tasiilaq, Westgrönland per Schiff und das Inlandeis dazwischen — vier Reisen, jede mit eigenem Charakter.
Du sicherst Dir Deinen Platz jetzt und zahlst erst 3 Tage vor Reisebeginn.
Alle vier Grönland-Reisen sind auf maximal acht Teilnehmende begrenzt — in der Arktis zählt jede Hand.
Boote im Sommer, Hundeschlitten und Skidoo im Winter: So erreichen wir Ziele, zu denen keine Straße führt.
Vier Reisen tragen unser Grönland — zwei im Spätwinter auf Ski, eine im arktischen Sommer zu Fuß und die große Durchquerung des Inlandeises. Die Anforderungs-Balken zeigen Dir ehrlich, was jede verlangt.
Schwierigkeit
Anforderung
10 Tage · Schweizer Land — Skitourenreise an der Ostküste
Einsame Hänge über dem Packeis, der Zustieg mit Hundeschlitten und Skidoo: Skitouren an der wilden Ostküste.
Schwierigkeit
Anforderung
11 Tage · Westgrönland — Ski und Schiff, neu im Programm
Das Schiff ist das Basislager: Von Bord geht es auf unverspurte Hänge über Fjorden und Gletschern.
Schwierigkeit
Anforderung
17 Tage · Ostgrönland — Sommer-Trekking mit Zelt
Boote bringen Dich durch die Fjorde, zu Fuß geht es weiter, übernachtet wird im Zelt — Wildnis rund um Tasiilaq im arktischen Sommer.
Schwierigkeit
Anforderung
32 Tage · Inlandeis — Polarexpedition von West nach Ost
Rund 560 Kilometer mit Ski und Pulka über das grönländische Eis — Lager für Lager, Woche für Woche.
Grönland ist eines der großen Nordziele unseres Programms. Rund 80 Prozent der Insel liegen unter Eis. Das Leben findet an den eisfreien Rändern statt — in bunten Siedlungen über Fjorden, in denen Eisberge treiben. Hierher kommt man nicht nebenbei, sondern mit Zeit, mit Respekt vor dem Wetter und mit Lust auf Weite.
Im Spätwinter führen die Skitouren in Ostgrönland bis ins Schweizer Land, und die Skitouren entlang der Westküste von Grönland nutzen ein Schiff als Basis. Im Sommer geht es zu Fuß durch die Fjordlandschaft um Tasiilaq — beim Wandern im wilden Ostgrönland.
Und dann das Eis selbst: Die Expedition Inlandeis Durchquerung quert die Insel von West nach Ost — die längste der vier Grönland-Reisen. Arktisches Licht gibt es auch in Norwegen und auf Island; alle Länder zeigt Dir die Übersicht der Reiseziele.
Was Du über die Insel wissen solltest: das Eis, das Klima, die Tiere — und welche Touren wir in welcher Jahreszeit führen.
Grönland ist ein weitgehend selbstverwalteter Teil des Königreichs Dänemark und die größte Insel der Welt. Geographisch ist Grönland vom Dänischen Königreich allerdings deutlich weiter entfernt als vom Nordpol. Vom nördlichen Zipfel Grönlands sind es nur noch gut 700 km bis zum nördlichsten Punkt der Erde. Die rund 2.700 km lange und gut 1.000 km breite Insel liegt zwischen Nordpolarmeer und Nordatlantik, im Westen trennen sie nur Meeresstraßen von Kanada. Geographisch wird sie deshalb Nordamerika zugeordnet.
Ins Deutsche übersetzt heißt Grönland schlicht und einfach "Grünes Land", auch wenn das nur auf einen kleinen Teil Grönlands zutrifft. Der größte Teil des Landes, nämlich gut 80 Prozent, liegt ganzjährig unter einem dicken Eisschild. Nach dem antarktischen Eis ist dies die zweitgrößte Eisfläche der Erde. Die Dicke des Eispanzers beträgt durchschnittlich rund 2.000 m, an manchen Stellen sogar über 3.000 m.
Die eisfreien Regionen liegen an den Küsten, welche zum Teil besiedelt sind. Die Küste ist vom Hochland sowie von Fjorden und Buchten geprägt. Im Süden und Osten wird die Landschaft von hohen Gebirgen durchzogen. Die höchsten Gipfel liegen dabei im Watkins-Gebirge im Osten der Insel und ragen bis auf über 3.600 m auf.
Grönland verfügt über kein überregionales Straßennetz. Zwischen Städten und Siedlungen gibt es keine Straßenverbindungen – die Gründe sind Permafrost, zerklüftetes Gelände und weite Entfernungen. Nur innerhalb größerer Orte wie Nuuk oder Ilulissat bestehen kleine lokale Straßennetze, meist unbefestigt. Der Luftverkehr ist daher das zentrale Verkehrsmittel innerhalb Grönlands. Zwischen den Orten reist man überwiegend per Flugzeug, Hubschrauber oder Schiff, im Winter auch mit Schneemobil oder Hundeschlitten.
Die Hauptstadt Grönlands und kulturelles Zentrum ist Nuuk im Südwesten. Mit etwa 18.000 Einwohnern ist Nuuk die mit Abstand größte Stadt Grönlands und Heimat für ein Drittel der gesamten grönländischen Bevölkerung. Somit ist Grönland nach der Antarktis die am dünnsten besiedelte Region weltweit und dementsprechend wild und ursprünglich. Die meisten Einwohner Grönlands stammen von den Inuit ab. So wird in Grönland, obwohl es zum Königreich Dänemark gehört, auch nicht Dänisch, sondern Grönländisch (Kalaallisut) — eine Inuit-Sprache — gesprochen. Bezahlt wird in Grönland jedoch mit der Dänischen Krone. Der 21. Juni - der längste Tag des Jahres - ist Nationalfeiertag Grönlands und ein großes Sommerfest, das alle Grönländer feiern.
Obwohl Grönland so weit im Norden und größtenteils unter einer dicken Eisschicht liegt, hat es eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Allen voran leben in Grönland Eisbären. Sie haben ihren Lebensraum im äußersten Norden und im gesamten Nordosten des Landes, gelangen mit dem Treibeis aber auch schon mal bis in den Süden. Auf ihrem Speiseplan stehen in erster Linie Robben, die in den fischreichen Gewässern Grönlands zahlreich vertreten sind. In den Meeren rund um Grönland sind zudem viele Walarten zu finden, wie z. B. Buckelwale und Grönlandwale. An Land sind in Grönland Rentiere, Moschusochsen, Polarfüchse, Polarhasen, Hermeline und sogar Polarwölfe heimisch sowie etwa 200 Vogelarten.
Die Vegetation Grönlands ist eher baumlos und sehr niedrig. Die eisfreien Küstenstreifen bedeckt Tundra mit Moosen, Flechten, Gräsern, Kräutern und Zwergsträuchern. Nur in einigen geschützten Tälern im Süden wachsen kleine Birken, Weiden und Grönländische Ebereschen. In Grönland ist der größte Nationalpark der Erde zu finden: der Nordost-Grönland-Nationalpark besteht seit Mitte der 70-er Jahre, wurde auch zum Biosphärenreservat erklärt und umfasst inzwischen fast 45 % der gesamten Fläche Grönlands. Er ist nur mit Genehmigung und Expeditionsausrüstung zu besuchen. Innerhalb des Nationalparks gibt es keine Siedlungen, lediglich einige wenige Forschungsstationen und Militärstützpunkte.
Grönland wird von einem polaren und subpolaren Klima geprägt. Der Golfstrom begünstigt das Klima an der Westküste, weshalb es dort meist etwas milder ist. Im Süden liegt das Monatsmittel im Juli deutlich über dem Gefrierpunkt, in Qaqortoq bei rund 8 °C, in Narsarsuaq bei rund 11 °C. Im arktischen Winter, der von Oktober bis März dauert, fallen die Temperaturen bis auf -20 °C. Durch die trockene Luft ist die Kälte meist sehr gut zu ertragen, Wetterumschwünge und Stürme können jedoch durchaus polare Wetterbedingungen mit sich bringen und äußerst unangenehm sein. Das Inlandeis hat noch einmal extremere klimatische Bedingungen als an der Küste und ist generell noch etwas kälter. Von dort stürzen kalte Fallwinde zur Küste hinab. Die gefürchteten Piteraq-Stürme setzen plötzlich ein und können Orkanstärke erreichen.
Ein Sommer-Trekking in Grönland ist ganz klar DAS Highlight für eine Grönlandreise während der Sommermonate. Wer unberührte Natur und Einsamkeit sucht, ist auf dieser Trekkingreise nach Grönland von Kulusuk bis ins Schweizer Land im Osten Grönlands genau richtig. Trekking deshalb, da es aufgrund der ausschließlichen Besiedlung in den Küstengebieten keine Unterkünfte oder Hütten unterwegs gibt. Die Anreise erfolgt über Islands Hauptstadt Reykjavik, für deren Erkundung wir ein wenig Zeit haben. Von Kulusuk bringt uns ein Boot direkt zum ersten Zeltlager auf der Insel Apusiaajik, ab dann sind Trekkingzelt und Campingküche unser Zuhause. Erst gegen Ende erreichen wir Tasiilaq, auch dort wird gezeltet, und besuchen Robert Peroni in seinem Roten Haus. Der Transport erfolgt mit Booten über die eisfreien Fjorde und wir erwandern jeden Tag ein neues beeindruckendes Ziel inmitten dieser einzigartigen Landschaft. Dabei erfahren wir sehr viel über die Lebensweise und Kultur der Inuit, den Ureinwohnern Grönlands. Mächtige Gletscher, zerklüftete Berge und tiefblaue Fjorde mit bizarren Eisbergen begleiten uns während des gesamten Trekkings und bescheren unvergessliche Eindrücke.
Zum Ende des Winters, wenn die Tage wieder länger und nicht mehr so kalt sind, beginnt in Ostgrönland die Skitourensaison. Die Bedingungen sind dann mit Winterskitouren in den Alpen auf rund 2.500 m Höhe zu vergleichen. Unsere Skitourenziele erreichen wir mit Hundeschlitten und Skidoos und so gelangen wir auf unserer Skitourenreise in Ostgrönland bis tief ins Schweizer Land hinein. Dort wohnen wir drei Nächte in einer einfachen Hütte im Inuit-Dorf Tiniteqilaaq und erleben, wie die Menschen ihr Leben in dieser abgelegenen Gegend meistern. Einsam ziehen wir unsere Spuren durch den Schnee auf die umliegenden Berge, von deren Gipfeln wir beeindruckende Ausblicke bis zu den Bergen des Inlandeises genießen, die bis auf über 3.000 m aufragen. An der Westküste ist ein Schiff das Basislager. Bei den Skitouren entlang der Westküste von Grönland geht es jeden Tag von Bord auf unverspurte Hänge über Fjorden. Wer auf der Suche nach einer ganz besonderen Polar-Expedition ist, findet genau dort - im Inlandeis - seine Erfüllung: Auf rund 560 km durchqueren wir mit Ski und Pulka das grönländische Inlandeis von West nach Ost, von Kangerlussuaq bis an die Ostküste. Fridtjof Nansen gelang 1888 die erste Durchquerung, in umgekehrter Richtung und auf einer anderen Route.
Das hängt von Ort und Jahreszeit ab: Im Sommer liegt das Mittel an der Küste über dem Gefrierpunkt, im Süden im Juli bei rund 8 bis 11 Grad. Im arktischen Winter wird es bis zu minus 20 Grad kalt — auf dem Inlandeis noch kälter. Weil die Luft sehr trocken ist, fühlt sich die Kälte milder an, als die Zahlen klingen.
Ja — abseits jeder Piste. Im Spätwinter gehen wir an der Ostküste und entlang der Westküste auf Tour, erreichbar mit Hundeschlitten, Skidoo oder Schiff. Welche Reise zu Deinem Können passt, zeigen Dir die Anforderungs-Balken oben.
Im Süden sind Eisbären selten, ganz ausschließen lassen sie sich nicht. Außerhalb der Ortschaften sind unsere Guides deshalb für den Notfall ausgerüstet.
Erzähl uns, wo Du stehst — erste Reise in die Arktis oder bereit für die große Durchquerung. Wir kennen die Reisen aus eigener Führung und beraten Dich ehrlich.