Antarktis
Der weiße Kontinent
Auf Ski zum Südpol, hinauf auf den Mount Vinson oder beides in einer Reise — drei Wege führen Dich auf den kältesten und stillsten Kontinent der Erde.
Dazu finden wir nichts. Versuch einen Berg, ein Gebiet oder ein Land — oder sieh Dir alle Reisen an.
Zum Mount Vinson gehst Du mit höchstens fünf Teilnehmern, ab Herkules Inlet zum Südpol mit höchstens drei.
Du sicherst Dir Deinen Platz jetzt und zahlst erst 3 Tage vor Reisebeginn.
Camps, Transfers im Eis und die Notfallkette laufen über Antarctic Logistics & Expeditions (ALE) am Union Glacier.
Zelt im Sturm aufbauen, Pulka packen, Ausrüstung testen: Vor den Ski-Etappen übst Du im Union Glacier Camp, was Dich draußen erwartet.
Unsere drei Reisen in die Antarktis: eine auf den höchsten Gipfel des Kontinents, eine zum geografischen Südpol und eine, die beides verbindet. Die Anforderungs-Balken zeigen Dir, mit welchen Anforderungen Du rechnen musst.
Schwierigkeit
Anforderung
19 Tage · Mount Vinson — auf den höchsten Berg der Antarktis
Vom Union Glacier Camp bringt Dich die Twin Otter ins Basislager auf dem Branscomb-Gletscher. Über Low Camp und High Camp auf 3.780 m und eine Fixseilpassage am Eis- und Firnhang geht es zum Gipfel auf 4.892 m. Technisch wenig schwierig — gefordert ist vor allem Deine Widerstandskraft gegen die Kälte.
Schwierigkeit
Anforderung
31 Tage · Mount Vinson und Südpol — zwei Ziele, 24 Tage in der Antarktis
Erst der Pol: Das Flugzeug setzt Dich am 89. Breitengrad ab, von dort ziehst Du die Pulka auf Ski über den letzten Breitengrad bis zum Südpol. Zurück im Union Glacier Camp folgt der Mount Vinson über den Normalweg mit zwei Hochlagern — auf den Spuren von Amundsen und Scott und hinauf auf einen der Seven Summits.
Schwierigkeit
Anforderung
64 Tage · Südpol — 1.130 km auf Ski über das Eisplateau
Die ganz große Reise: vom Rand des Kontinents bei Herkules Inlet über das antarktische Eisplateau bis zum Südpol, mit Pulkaschlitten und eine ganze Sommersaison lang. Höchstens drei Teilnehmer, Training im Union Glacier Camp vorab.
Die Antarktis ist kein Reiseziel wie andere: keine Stadt, keine Hotels oder Straßen. Der Weg führt über Punta Arenas im Süden Chiles zum Union Glacier Camp im Ellsworth-Gebirge, und alles Weitere ist Expedition — mit Zelt, Pulka und Geduld fürs Wetter.
Unsere drei Reisen starten alle dort: die Mount Vinson Expedition auf den höchsten Gipfel, die Mount Vinson und Südpol Doppel-Expedition mit beiden Zielen und die Südpol Expedition ab Herkules Inlet über die volle Strecke zum Pol. Unsere Bergführer kennen die Kälte aus eigener Erfahrung — 2018/2019 waren wir selbst am Südpol.
Weitere Ziele im Eis findest Du bei den Polarexpeditionen, die höchsten Gipfel aller Kontinente bei den Seven Summits. Alle Länder zeigt Dir die Übersicht der Reiseziele.
Was Du über den Kontinent wissen solltest: wem er gehört und wie Eis und Klima ihn prägen.
Die Antarktis umfasst das Land und die Meere rund um den Südpol. Eine scharfe Grenze gibt es nicht. Der Antarktisvertrag gilt südlich von 60° Süd. Als natürliche Grenze gilt meist die Antarktische Konvergenz, wo kaltes Polarwasser auf wärmeres Meerwasser trifft. Der Kontinent selbst heißt Antarktika und ist mit rund 13,2 Millionen Quadratkilometern etwa 2,7 Millionen Quadratkilometer größer als Europa. Damit ist er der fünftgrößte Kontinent. Wie groß die Festlandfläche genau ist, kann jedoch niemand sagen, da große Küstenteile dauerhaft unter Eis liegen. Die Antarktis wird vom Südlichen Ozean umgeben, der sich in Küstennähe in mehrere Randmeere, wie Weddell-Meer, Rossmeer, Amundsensee und andere gliedert.
Die Antarktis wurde im 19. Jahrhundert von mehreren Abenteurern und Seefahrern entdeckt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erhoben sieben Staaten Gebietsansprüche, die sich teilweise überschneiden. 1959 wurde ein internationaler Vertrag, der Antarktisvertrag, geschlossen. Er stellt diese Ansprüche zurück, hebt sie aber nicht auf, und regelt die friedliche Nutzung und Erforschung der Antarktis. 1998 trat ein weiteres internationales Umweltschutzabkommen in Kraft, das die Antarktis vor dem Rohstoffabbau schützt.
Die Antarktis hat keine eigene Regierung und keine ständige Bevölkerung. Was es gibt, sind Forschungsstationen, Versorgungsanlagen, Flugplätze und saisonale Camps — auch für Expeditionen zum Südpol. Die Infrastruktur ist und bleibt extrem begrenzt, nicht zuletzt um dieses einzigartige und spezielle Ökosystem so unberührt wie möglich zu erhalten. Derzeit sind ca. 30 Nationen in rund 80 verteilt liegenden Forschungsstationen an Polarforschungsprojekten beteiligt. Während sich bis zu 4.000 Menschen im antarktischen Sommer aufhalten, liegt die Zahl der Überwinterer nur bei etwa 1.000.
Die Antarktis ist durch das Umweltschutzprotokoll als Ganzes geschützt und gehört zu den lebensfeindlichsten Orten der Erde. Kaum irgendwo ist es so kalt, so stürmisch und so extrem trocken wie hier rund um den Südpol. Das Festland der Antarktis liegt dabei unter einem dicken Eispanzer, der an der größten gemessenen Eisdicke über 4.700 m beträgt. Direkt am Südpol ist das Eis rund 3.000 m dick. Damit bildet die Antarktis die größte Eismasse und Eiswüste der Welt, wobei rund 90 % Süßwassereis und damit 70 % der weltweiten Süßwasserreserven enthalten. Dieser antarktische Eisschild ist eine der beiden polaren Eiskappen der Erde. An vielen Küsten geht das Landeis in schwimmendes Schelfeis über, das mit ihm verbunden bleibt. Davor liegt Packeis aus gefrorenem Meerwasser, dessen Ausdehnung mit den Jahreszeiten stark schwankt. Vom Schelfeis brechen immer wieder riesige Eisberge ab, die über tausende Kilometer durch den Ozean treiben.
Trotz Eis und Kälte bildet die Antarktis Lebensraum für zahlreiche Meeressäuger und Vögel. Das Meer in der Packeiszone ist sehr sauerstoffreich und voll von Krill, kleinen Krebsen am Anfang der Nahrungskette. Von ihnen leben Fische, Pinguine, Robben und Bartenwale wie Blauwal, Buckelwal und Minkwal. Seeleoparden und Schwertwale jagen wiederum Fische, Pinguine und Robben. Vor allem die graziösen und wunderschönen Kaiserpinguine, mit einer Körpergröße bis 1,30 m die größten ihrer Art, ziehen Beobachter immer wieder in ihren Bann. Neben den Meeressäugern und Fischen zählen auch knapp 20 Vogelarten, darunter Königsalbatros und Riesensturmvogel, zu den antarktischen Bewohnern. Im Sommer ziehen außerdem über 100 Millionen Zugvögel für die Brut in die Antarktis.
Der antarktische Kontinent wird vom Transantarktischen Gebirge durchzogen, das mit ca. 3.500 km Länge das fünftlängste Gebirge der Welt bildet. Sein höchster Gipfel ist der 4.528 m hohe Mount Kirkpatrick. Die Gipfelregionen der Berge sind dabei die wenigen Stellen der Antarktis, an denen der dicke Eispanzer vom Gestein durchbrochen wird. Weiterhin ist die Antarktis Vulkangebiet: Der Mount Erebus ist mit 3.794 m der südlichste aktive Vulkan der Erde. Auch subglaziale Vulkane - also mehrere hundert oder tausend Meter unter dem Eis liegende Vulkane - sind keine Seltenheit: zwischen dem Rossschelfeis und der Antarktischen Halbinsel gibt es die höchste Vulkandichte der Erde.
Die Temperaturen direkt am Südpol sinken im Winter, wenn es komplett dunkel bleibt, auf unter -80° Celsius. Der Kälterekord der Erde von -89,2 °C stammt von der Station Wostok. Auch im Sommer, wenn hingegen die Sonne nicht mehr unter geht, steigen die Temperaturen selten über -25°C.
Ja — aber nicht auf eigene Faust. Kein Staat verwaltet die Antarktis allein; der Antarktisvertrag regelt, wer sie wie nutzen darf. Wer von Deutschland aus in das Gebiet südlich des 60. Breitengrads reist, braucht eine Genehmigung. Auf unseren Reisen kümmern wir uns darum, Du musst sie nicht selbst beantragen.
Weil das Ökosystem so empfindlich ist, dass jeder Besuch Spuren hinterlassen kann. Das Umweltschutzprotokoll zum Antarktisvertrag schreibt deshalb vor, dass jede Reise vorher geprüft wird — und im Landesinneren gibt es ohnehin keine Infrastruktur für Einzelreisende: keine Unterkunft, keinen Transport, keine Rettung ohne Flugzeug.
Nicht im klassischen Sinn. Schiffsreisen an die Küste bieten wir nicht an — bei uns geht es ins Landesinnere: auf den Mount Vinson, mit Ski zum Südpol oder beides in einer Reise. Das sind Expeditionen mit Zelt und Pulka, die gute Kondition und Kälteerfahrung voraussetzen.
Mount Vinson, der letzte Breitengrad oder die volle Strecke zum Pol — erzähl uns, was Du vorhast. Wir planen die Antarktis früh und gemeinsam mit Dir.