Fünf Gegenden, in denen unsere Sechstausender stehen. Jede hat ihre eigene Saison.
Nepal — Khumbu, Barun und der Dhaulagiri
Im Khumbu stehen die Berge, die man von Fotos kennt: Lobuche East und Island Peak über dem Weg zum Everest-Basislager, die Ama Dablam als schmale Pyramide darüber. Der Mera Peak liegt östlich davon in der Barun-Region, ruhiger und weiter weg von den Wegen, auf denen alle gehen. Westlich der Annapurna führt eine Runde um den Dhaulagiri über den French Pass zum Dhampus Peak.
Was Nepal für den ersten Sechstausender so tauglich macht: Der Weg zum Berg ist schon die halbe Reise. Du gehst tagelang durch Täler und über Pässe, schläfst in Lodges und kommst dabei so langsam nach oben, wie der Körper es braucht. Gegangen wird vor und nach dem Monsun.
Der lange Anmarsch ist deshalb kein Umweg, sondern der Grund für die guten Gipfelchancen hier. Und er bringt etwas mit, das keines unserer anderen Gebiete kennt: Bevor es an den Berg geht, wird eine Puja gefeiert — die Zeremonie, mit der um Segen für die Besteigung gebeten wird. Sie gehört in Nepal zu jeder Expedition.
Beste Zeit in Nepal
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Die hohen Anden — Aconcagua und Atacama
Zwei Berge, die fast an die Siebentausender-Grenze reichen und trotzdem ohne Kletterei auskommen. Der Aconcagua ist mit 6.961 Metern der höchste Berg außerhalb Asiens; unsere Überschreitung führt einmal um ihn herum, statt auf dem Normalweg hinauf und zurück. Der Ojos del Salado steht in der Atacama, der trockensten Wüste der Erde, und ist der höchste Vulkan der Welt.
Hier gibt es kein Tal, das Dich langsam hochträgt. Die Akklimatisation passiert am Berg selbst, über Lager. Saison ist der Südsommer.
Was das praktisch heißt: In viele Basislager der Anden fährst Du mit dem Auto. Bequem — aber die Höhenanpassung, die Dir in Nepal der Anmarsch abnimmt, musst Du hier am Berg selbst leisten.
Beste Zeit in den hohen Anden
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Peru — Cordillera Blanca
Die Cordillera Blanca ist die höchste Tropengebirgskette der Erde und steht dicht an dicht voller vergletscherter Gipfel. Der Alpamayo mit seiner ebenmäßigen Eisflanke galt einmal als der schönste Berg der Welt; der Tocllaraju daneben ist der Berg, an dem man sich für ihn vorbereitet.
Wer klettern will, kommt hierher. Gegangen wird in der Trockenzeit.
Beste Zeit in Peru
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Ecuador — die Vulkane am Äquator
Rund um Quito stehen die Vulkane so dicht beieinander, dass man von einem zum nächsten fahren kann. Der Chimborazo ist wegen der Erdabplattung der Punkt der Erdoberfläche, der am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernt liegt — weiter draußen als der Gipfel des Everest.
Das macht Ecuador zum schnellsten Weg über 6.000 Meter: mehrere Gipfel in zwei Wochen, die Akklimatisation läuft über die Berge selbst statt über einen langen Anmarsch.
Die Höhe fängt hier vor dem ersten Berg an — schon die Ankunft findet in großer Höhe statt. Und der Charakter ist ein anderer als in Nepal: Du startest von Hütten statt aus dem Zeltlager, und unterwegs begegnet Dir mehr andiner Alltag als Expeditionsstimmung.
Beste Zeit in Ecuador
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Ladakh und Alaska — die stillen Enden
Das Markha Valley führt durch die Hochwüste des indischen Himalaya, vorbei an Klöstern und über Pässe, zum Kang Yatse II. Der Denali steht so weit im Norden, dass er als der kälteste Berg der Welt gilt — Stürme und Temperaturen weit unter minus dreißig Grad gehören dort zum Berg.
So ähnlich die Stille klingt, so verschieden sind die beiden. Ladakh ist buddhistisch geprägt wie Nepal, und die Zustiege sind ähnlich lang — nur ist die Landschaft eine andere: Hochwüste und Klöster statt grüner Täler. Alaska ist das Gegenteil: Polarregion und Arktis, aber mit einer Infrastruktur nach westlichem Maßstab. In die Denali-Region fliegst Du mit dem Flugzeug hinein, und am Berg triffst Du auf internationales Publikum.