Nepal Trekking
Drei Wochen zwischen Lodge, Pass und Achttausender
Vom Khopra Danda in moderaten Höhen bis zum anspruchsvollen Dhaulagiri-Trekking an der Grenze zu Mustang — geführt von Bergführern, die die Wege seit Jahren gehen.
Dazu finden wir nichts. Versuch einen Berg, ein Gebiet oder ein Land — oder sieh Dir alle Reisen an.
Gokyo statt Everest-Autobahn, Khopra statt Poon Hill.
Du sicherst Dir Deinen Platz jetzt und zahlst erst 3 Tage vor Reisebeginn.
Akklimatisationstouren und Reservetage stehen im Programm.
Unsere Partner vor Ort — zwei Brüder, deutschsprachig.
Altstadt und Bhaktapur sind Teil der Reise, kein Zusatz.
Die Nepal-Reisen unterscheiden sich weniger im Preis als in der Höhe, die Du erreichst, und in dem, was Du dafür mitbringen musst. Drei Wege führen hinein — such Dir den, der zu Deiner bisherigen Erfahrung passt, nicht den, der am meisten verspricht.
Wenn Du nicht weißt, wie Dein Körper auf Höhe reagiert, ist das der ruhigste Einstieg: Der Khopra Danda bleibt in moderaten Höhen, die Etappen sind kurz, und trotzdem steht die Dhaulagiri- und Annapurna-Kette in voller Breite vor Dir. Es ist außerdem die einzige Nepal-Reise, die über Weihnachten und im Januar läuft. Und es ist die einzige, bei der der Chitwan-Nationalpark im Tiefland fest im Programm steht — mit Elefanten und Panzernashörnern statt Gletschern. An alle anderen Nepal-Reisen lässt er sich als Zusatzbaustein Chitwan anhängen; ein Trekking ist er nicht.
Das sind die klassischen Lodgetrekkings: 23 Tage, jede Nacht unter einem festen Dach, Pässe über 5.000 Meter, aber nichts, was über Gehen hinausgeht. Das Gokyotal führt Dich ins Khumbu zum Everest-Basislager, die Runde um den Manaslu in Täler mit tibetischer Prägung. Das Annapurna-Trekking geht zum Tilicho-See und auf den Poon Hill. Voraussetzung ist Ausdauer für lange Tage, nicht alpine Technik.
Der Zustieg ist derselbe wie beim Trekking, das Ende ein anderes: Steigeisen, Pickel, Klettergurt — und ein Aufbruch tief in der Nacht. Der Mera Peak ist mit 6.461 Metern der höchste Trekkinggipfel Nepals, Lobuche East und Island Peak gelten als die freundlichsten Sechstausender der Khumbu-Region. Alpine Erfahrung aus den Alpen bringst Du idealerweise mit.
Die Reisen unterscheiden sich vor allem darin, wie hoch Du steigst und wie viel unterwegs los ist. Im Khumbu und rund um den Manaslu triffst Du täglich andere Gruppen. Kaum jemanden siehst Du dagegen im Tsum Valley, am Dhaulagiri und im Hinku-Tal nach dem Mera Peak. Wo am Ende ein Gipfel steht, kommen Steigeisen und Seil dazu — sonst bleibt es beim Gehen.
7 Touren gefunden
Nepal ist kein Tagesziel. Wer hierher fliegt, braucht drei Wochen und geht durch ein Land, das sich mit jeder Etappe verändert — von den Reisterrassen der Vorberge über die Rhododendronwälder bis in die vergletscherte Höhe, wo die Luft dünner und das Tempo langsamer wird. Die Dauer ist nicht die Hürde dieser Reise, sie ist ihr Reiz: Zeit zum Ankommen, Zeit für die Höhe, Zeit für das Land.
Das Trekking selbst führt meist von Lodge zu Lodge. Am Nachmittag kommst Du an, abends gibt es ein nepalesisches Essen, und geschlafen wird früh, denn auch der Aufbruch am Morgen ist früh. Zwischen den Etappen liegen Klöster, Stupas mit Gebetsfahnen am Pass, Dörfer, im Khumbu die der Sherpa, und Yakherden auf den Hochweiden. Genau dieses Alltägliche der Fremde ist der Grund, warum man so weit fliegt — nicht allein der höchste Punkt eines einzelnen Tages.
Unser Programm reicht vom Einsteigertrekking in den Vorbergen bis zu Reisen, die auf einem Sechstausender enden. Die Gipfelnamen des Himalaya gehören den einzelnen Reisen und ihren Bergen — hier findest Du das Land als Ganzes und die Reise, die zu Deinem Stand passt.
Drei Reisen, drei Stufen — vom Einstieg bis zum Sechstausender:
Drei Wege durch Nepal, nebeneinandergelegt: wohin sie führen, was sie verlangen und wie sie sich anfühlen.
Schwierigkeit
Anforderung
23 Tage · Khumbu — der Klassiker, ohne Steigeisen
Der Weg beginnt mit dem Flug nach Lukla und führt über Namche und Tengboche ins Gokyotal. Dort liegen die türkisen Seen, über denen der Gokyo Ri mit 5.360 Metern steht — von seinem Gipfel aus siehst Du vier Achttausender auf einmal. Danach geht es über einen vergletscherten Pass hinüber ins Khumbu-Tal, zum Kala Patthar und ins Everest-Basislager. Technisch verlangt der Trek nichts, was über Gehen hinausgeht. Was er verlangt, ist Kondition für drei Wochen und Geduld mit der Höhe. Die Reise ist ab zwei Personen ausgeschrieben; ob für Deinen Termin eine Durchführungsgarantie gilt, steht am Termin.
Schwierigkeit
Anforderung
23 Tage · Manaslu — mit Tsum Valley
Wer das Khumbu kennt, findet hier ein anderes Nepal. Die Runde um den Manaslu beginnt tief unten in den Reisterrassen am Machha Khola und steigt über Wochen hinauf, bis die Dörfer aussehen, als lägen sie schon in Tibet. Der Abstecher ins Tsum Valley führt in ein Tal, das bis 2008 für Fremde geschlossen war — Klöster, Mani-Mauern, Dörfer ohne Straße. Der höchste Punkt ist der Larkya La auf 5.106 Metern. Anspruchsvoller als das Gokyotal ist die Runde nicht wegen der Technik, sondern wegen der Länge der Etappen und der Abgeschiedenheit.
Schwierigkeit
Anforderung
23 Tage · Khumbu — mit Steigeisen und Seil
Hier hört das Trekking auf und das Bergsteigen fängt an. Der Zustieg durchs Khumbu ist derselbe wie beim Lodgetrekking — dieselben Lodges, dieselben Klöster, dieselbe Akklimatisation. Nur ist das Ziel kein Aussichtspunkt, sondern der Gipfel. Der Lobuche East kommt zuerst und dient als Übung; der Island Peak folgt mit seiner steilen Schneeflanke und dem Fixseil zum Grat. Steigeisen, Pickel und Klettergurt gehören ins Gepäck, alpine Erfahrung aus den Alpen idealerweise auch. Für viele ist diese Reise ein Höhepunkt ihrer alpinen Laufbahn, für manche der erste Schritt zu höheren Zielen.
Zwei Fenster im Jahr, dazwischen der Monsun. Welches besser ist und warum, steht weiter unten.
Viele, die einmal im Khumbu waren, kommen mit einer neuen Frage zurück: Wie weit ginge es eigentlich noch? Die Gipfel Nepals eignen sich ideal, um diese Frage zu beantworten — und der Weg dorthin beginnt meist mit einem Sechstausender.
Vier Themen, die vor der Buchung fast immer zur Sprache kommen: der Ablauf einer Reise, die Höhe, der Anspruch und die Gebiete.
Die Flüge nach Kathmandu starten in Deutschland meist am Nachmittag und gehen über Nacht, über den Orient. Am nächsten Morgen bist Du da — und erst einmal nicht in den Bergen, sondern in einer Millionenstadt.
In Kathmandu arbeiten wir mit einem deutschsprachigen Team vor Ort. Die ersten Tage gehören der Stadt: das alte Kathmandu, die vergoldete Stupa, auf manchen Reisen die Königsstadt Bhaktapur. Das ist kein Vorprogramm, das man absitzt — es ist der Teil der Reise, den Gäste hinterher am häufigsten erwähnen.
Ein Visum bekommst Du als Visa on Arrival direkt am Flughafen in Kathmandu. Für die Einreise muss Dein Reisepass noch mindestens sechs Monate gültig sein. Die Gebühren, die nötigen Impfungen und alles Weitere zum Land stehen auf unserer Länderseite Nepal.
Bei uns entstehen Wanderwege aus touristischen Gründen: Sie führen zu Aussichtspunkten und sind bequem angelegt. In Nepal gehst Du auf Versorgungswegen, die es noch heute gibt — sie führen stracks von A nach B und oft steil, weil ein Träger den kürzesten Weg nimmt, nicht den schönsten.
Viele Dörfer sind für Fahrzeuge nicht erreichbar, manche selbst für Tragtiere nicht. Die Suppe am Abend, der Kaffee am Morgen, das Toilettenpapier — und die Matratze, auf der Du liegst — sind auf einem Rücken heraufgekommen. Wer das einmal verstanden hat, sieht die Lodges mit anderen Augen.
In die Everest-Region geht es per Flugzeug: Lukla liegt auf 2.840 Metern, der Gebirgsflugplatz ist der Startpunkt fast aller Khumbu-Trekkings. Wir nehmen einen der ersten Flüge am Morgen, weil das Wetter dort später am Tag kippt.
Geflogen wird nur bei guter Sicht. Sonst bleibt die Maschine in Kathmandu oder am Ausweichflughafen Ramechap am Boden, und daran ändert kein Drängen etwas. Das Wetter in Lukla ist damit das größte Risiko für den Reiseablauf. Deshalb stecken in unseren Programmen Reservetage, auch wenn sie nicht als solche ausgewiesen sind: Wenn es einen Tag nicht geht, geht es am nächsten.
Du gehst mit dem Tagesrucksack. Das schwere Gepäck ist längst vorausgegangen. Die Etappen sind selten Hetzjagden: Aufbruch nach dem Frühstück, unterwegs Pausen, am Nachmittag die Lodge.
Was danach kommt, gehört genauso zur Reise wie der Weg — Tee, das gemeinsame Essen, früh in den Schlafsack. Am nächsten Morgen dasselbe von vorn, nur ein paar hundert Meter höher.
Übernachtet wird fast immer in Lodges entlang der Wege: einfache Lodges mit Bett, Ofen im Gemeinschaftsraum und Essen. Kein Hotel, aber ein festes Dach. Ausnahmen sind das Dhaulagiri-Trekking und der Mera Peak, wo einige Nächte im Zelt dazukommen.
Die Lage entschädigt für vieles. Am Gokyo liegt die Lodge an einem tiefblauen Gletschersee, gegenüber steht die Konde Ri, und auf dem Weg zur Ama Dablam schaust Du vom Frühstücksplatz auf genau diesen Berg. Am Khopra Danda sind die Lodges seit Jahren etabliert und für nepalesische Verhältnisse komfortabel.
Zwei Dinge bringst Du besser mit, und beide stehen auf keiner Ausrüstungsliste: Offenheit für eine andere Kultur und Gelassenheit, wenn die Verhältnisse nicht die gewohnten sind. Das Wasser ist mal warm und mal nicht, die Toilette ist nicht immer die, die Du erwartest, und gegessen wird, was die Küche hergibt.
Wer darauf keine Lust hat, wird in Nepal wenig Freude haben — und könnte genauso gut zu Hause wandern gehen. Wer es als Teil der Reise nimmt, bekommt dafür ein Land, das sich nicht für Gäste zurechtgemacht hat.
Geführt wirst Du von einheimischen Bergführern, dazu kommen Träger und ein Küchenteam. Die gesamte Begleitmannschaft ist versichert, entsprechend ausgerüstet und versorgt.
Das ist keine Selbstverständlichkeit in Nepal, deshalb sagen wir es: faire Bezahlung, gute Ausrüstung und Schulungen in Erster Hilfe und Höhenmedizin gehören für uns dazu.
Organisiert wird das alles von Keshar und Krishna, zwei Brüdern mit eigener Agentur in Kathmandu. Beide sprechen Deutsch — sie haben mehrere Jahre im Sommer auf dem Taschachhaus in den Ötztaler Alpen gearbeitet, dort haben wir sie kennengelernt. Wenn unterwegs etwas dazwischen kommt, ein Flug ausfällt oder jemand absteigen muss, sind sie es, die vor Ort handeln.
Zwei Fenster: das Frühjahr von Februar bis Mai und der Herbst von September bis Anfang Dezember. Im Februar starten die ersten Lodgetrekkings, die Reisen mit Gipfelziel ab März. Im Sommer liegt der Monsun über dem Land, dann geht nichts.
Die meisten buchen den Oktober. Unser Nepal-Experte Oliver Schulz fährt selbst am liebsten später. Von Mitte November bis Anfang Dezember ist das Wetter am stabilsten und die Sicht auf die hohen Berge am klarsten. Der Preis dafür sind kalte, oft sehr kalte Nächte. Ziele über 6.000 Meter sollte man im Dezember allerdings nicht mehr angehen.
Nepal liegt geografisch auf der Höhe von Nordafrika. Daher der große Unterschied zwischen Sonne und Schatten: Mittags reicht das T-Shirt, und sobald die Sonne hinter dem Grat verschwindet, wird es empfindlich kalt.
Über 3.000 Metern wird die Luft dünner, und Du merkst es zuerst am Tempo. Das ist kein Zeichen von schlechter Form, sondern normal — der Körper braucht Tage, keine Stunden.
Deshalb sind die Reisen nicht kürzer zu haben. Drei Wochen klingen nach viel, aber ein guter Teil davon ist Akklimatisation. Wer sie abkürzt, kauft sich das Umkehren ein.
Das Prinzip ist einfach und wirkt: tagsüber höher gehen, abends tiefer schlafen. Im Khumbu setzen wir den ersten Reiz mit einer kleinen Wanderung zum Everest View Hotel oder Richtung Syangboche, später mit dem Gokyo Ri auf 5.360 Metern.
Zwei Nächte am selben Ort sind dabei kein verlorener Tag, sondern der Grund, warum es weiter oben funktioniert.
Die Pässe sind die Schlüsselstellen der Trekkingrouten. Der Cho La liegt auf 5.420 Metern, der Mon La mit seinen Tschörten auf 3.970. Über den Nangpa La zogen vor mehr als 500 Jahren tibetische Händler ins Khumbu — sie haben die Region besiedelt, deren Gastfreundschaft Du heute erlebst.
Ein Passtag ist lang und beginnt früh. Danach geht es hinunter, und das Atmen wird wieder leichter.
Manchmal geht es nicht. Der Kopf schmerzt, der Schlaf bleibt aus, das Tempo stimmt nicht mehr. Dann wird abgestiegen — nicht als Niederlage, sondern weil Absteigen das einzige ist, was in der Höhe zuverlässig hilft.
Die Bergführer schätzen das täglich ein, und sie sagen es früh. Ein Gipfel ist nie ein Versprechen; das gehört zu einer ehrlichen Reise dazu.
Wenn Du nachmittags an der Lodge ankommst, bist Du oft auf der höchsten Höhe des Tages — und genau dort schläfst Du dann. Deshalb gehen unsere Bergführer abends noch einmal ein Stück hinauf: hundert bis dreihundert Höhenmeter, weiter oben auch nur fünfzig, und wieder zurück.
Das kostet eine halbe Stunde und ändert die Nacht. Der Körper bekommt den Impuls, dass er nicht am Maximum übernachtet, und schläft ruhiger. Wo das Gelände es hergibt, ist der Tagesweg von vornherein so gelegt, dass er höher führt als das Nachtlager.
Umgekehrt gilt: Nicht jeder Kopfschmerz ist die Höhe. Oft steckt ein Tag ohne Kopfbedeckung dahinter oder ein verspannter Nacken vom Rucksack. Das auseinanderzuhalten ist Teil der Arbeit des Bergführers — und der Grund, warum er täglich nachfragt.
Der Schwierigkeitsgrad einer Nepal-Reise ergibt sich aus drei Dingen, und die Technik ist nur eines davon. Erstens die Höhe, auf der Du schläfst — nicht die, die Du erreichst. Zweitens die Länge: zwanzig Tage hintereinander gehen verlangt etwas anderes als eine Woche. Drittens, ob am Ende ein Gipfel steht, für den Du Steigeisen anlegst. Ein Lodgetrekking zum Everest Base Camp ist konditionell fordernd und technisch harmlos; eine Reise auf den Island Peak dreht dieses Verhältnis um.
Dann fang mit dem Khopra Danda an. Er führt durch die Vorberge der Annapurna, auf einfachen Wegen und in moderaten Höhen bis rund 4.600 Meter. Du gehst mit dem Tagesrucksack, in einer Gruppe von höchstens acht Leuten, und stehst trotzdem an einem Aussichtspunkt, von dem zwei Achttausender im Blick stehen: Annapurna und Dhaulagiri.
Was Du mitbringen solltest: Freude am Gehen und die Kondition für mehrere Stunden am Tag, mehrere Tage hintereinander. Mehr nicht.
Dann sind die Lodgetrekkings durch das Gokyo-Tal oder rund um den Manaslu das Richtige. Drei Wochen, hohe Pässe, Etappen von mehreren Stunden — technisch nichts, was Kletterei verlangt, aber Tag für Tag in einer Höhe, in der jeder Schritt mehr kostet.
Höhenerfahrung ist keine Bedingung: Die Akklimatisation steht im Programm. Gewohnt sein solltest Du lange Tage zu Fuß und die Bereitschaft, das Tempo herunterzunehmen, wenn es die Höhe verlangt.
Mera Peak, Island Peak und Lobuche East, dazu der Dhampus Peak im Dhaulagiri-Massiv: Hier endet die Reise nicht am Pass, sondern auf einem Sechstausender. Dafür kommen Steigeisen dazu, Seil und an den Schlüsselstellen ein Fixseil.
Du solltest mit Steigeisen umgehen können oder es lernen wollen, sehr gute Kondition mitbringen und wissen, dass der Gipfeltag mitten in der Nacht beginnt. Wer vorher ein Lodgetrekking gemacht hat, weiß am besten, ob er das will.
Das Khumbu ist das Gebiet, das die meisten meinen, wenn sie Nepal sagen. Es beginnt mit der Landung in Lukla auf 2.840 Metern — einer Piste, die am Hang klebt — und steigt von dort dem Dudh Kosi entlang nach Namche Bazar, dem Hauptort der Sherpa. Auf dem Samstagsmarkt wird hier seit Generationen gehandelt, was über die Pässe getragen wird.
Weiter oben liegen das Kloster Tengboche mit dem Blick auf die Ama Dablam, das Everest View Hotel und die Abzweigung ins Gokyotal mit seinen türkisen Seen. Wer beide Täler verbinden will, überschreitet den Cho La auf 5.420 Metern. Das Khumbu ist das am besten erschlossene Gebiet Nepals: Lodges an jedem Tagesziel, Telefonnetz fast durchgehend, und ein Rettungsflug ist hier eher möglich als in abgelegeneren Gebieten, versprechen kann ihn niemand. Dafür bist Du unterwegs selten allein.
Das Gebiet um den achthöchsten Berg der Erde wurde erst 1991 für Ausländer geöffnet. Bis heute braucht man eine Sondergenehmigung und muss in Begleitung einer offiziellen Agentur unterwegs sein — was ohnehin unser Weg ist.
Landschaftlich ist es das vielseitigste der drei Gebiete: Innerhalb weniger Tage wechselt die Vegetation von subtropisch zu hochalpin. Die Unterkünfte sind schlichter als im Khumbu; ruhig wird es vor allem im Tsum Valley.
Die Annapurna-Region ist das dritte große Trekkinggebiet Nepals und liegt näher an Pokhara als an Kathmandu. Hoch hinauf geht es auch hier: Der Thorong La liegt auf rund 5.400 Metern. Niedriger bleibt nur unser Khopra Danda Trek in den Vorbergen. Genau darin liegt sein Wert: Er hält dem Vergleich mit dem berühmten Poon Hill stand, nur gehst Du hier abseits der Massen.
Die Lodges sind seit Jahren etabliert und bieten für nepalesische Verhältnisse hohen Komfort. Der Sonnenaufgang über der Kette gehört zu den Bildern, die hängenbleiben.
Das Leben am Weg ist in Nepal kein Rahmenprogramm, sondern der halbe Grund für die Reise. Die Klöster von Tengboche und im Tsum Valley sind in Betrieb, nicht museal; in Namche wird samstags gehandelt, was seit Generationen über die Pässe getragen wird. Mani-Mauern und Chörten stehen am Pfad, Gebetsfahnen auf jedem Pass, und in den Lodges kocht meist die Familie, der sie gehört. Wo Touristen unterwegs sind — und im Khumbu sind sie es —, sind sie Teil der Wirtschaft, von der die Dörfer leben. Die Begegnungen unterwegs ergeben sich von selbst, und unsere einheimischen Guides übersetzen, wo es hakt: Sie sind hier zu Hause.
Die Natur wechselt auf einer Reise mehrfach komplett: Reisterrassen und Bananen im Tiefland, Rhododendronwälder auf mittlerer Höhe, darüber Yakweiden, Geröll und Gletscher. Der Sonnenaufgang über der Annapurna-Kette vom Khopra Danda gehört zu den Bildern, die hängenbleiben — ebenso wie der erste Blick auf den Mount Everest, den höchsten Berg der Welt, hinter dem Grat über Namche. Die Umrundung des Manaslu führt bis dicht an die Grenze zu Mustang, in Landschaften, die schon nach Tibet aussehen.
Nepal hat zwei Trekkingsaisons: das Frühjahr von Februar bis Mai und den Herbst von September bis Anfang Dezember. Dazwischen liegt der Monsun über dem Land. Im Februar starten die ersten Lodgetrekkings, die Reisen mit Gipfelziel ab März.
Im Herbst lohnt der genaue Blick. Der Oktober ist der meistgebuchte Monat. Ab Mitte November ist das Wetter stabiler und die Sicht klarer, dafür werden die Nächte deutlich kälter. Ziele über 6.000 Meter gehen wir im Frühjahr und im Herbst an, im Dezember nicht mehr. Was für Deine Reise gilt, steht am jeweiligen Termin.
Eine Ausnahme ist der Khopra Danda Trek: Er bleibt niedriger und läuft als einzige unserer Nepal-Reisen auch über Weihnachten und im Januar.
Das kommt auf die Reise an, und die Spanne ist groß. Der Khopra Danda ist eine mittelschwere Wanderreise ohne alpine Technik. Die Lodgetrekkings durchs Gokyotal und um den Manaslu verlangen gute Ausdauer über drei Wochen und Bergtage von acht bis zehn Stunden. Die Reisen mit Gipfelziel — Lobuche East, Island Peak, Mera Peak — kommen mit Steigeisen, Seil und Gipfeltagen von bis zu zwölf Stunden noch einmal darüber.
Technisch bleibt auch das Schwerste im Rahmen: Die Schlüsselstellen sind steile Firnflanken mit Fixseil, klettern musst Du nicht. Allen Reisen gemeinsam ist, dass Ausdauer über Wochen mehr zählt als Tempo an einem Tag.
Für die Lodgetrekkings nicht. Die Akklimatisation steht fest im Programm: zwei Nächte am selben Ort, kleine Zusatzanstiege am Nachmittag und Reservetage, auch wenn sie nicht als solche ausgewiesen sind. Der Bergführer schätzt jeden Tag ein, wie es der Gruppe geht.
Für die Reisen mit Gipfelziel gilt etwas anderes: Dort solltest Du mit Steigeisen umgehen können oder es lernen wollen, und idealerweise warst Du schon einmal in der Höhe. Auf diesen Reisen und auf den hohen Lodgetrekkings hat die Mannschaft außerdem Flaschensauerstoff und ein Erste-Hilfe-Paket dabei, beim deutlich niedrigeren Khopra Danda nicht.
21 bis 23 Tage, An- und Abreise eingerechnet: der Khopra Danda Trek 21 Tage, das Dhaulagiri-Trekking 22, alle anderen 23.
Kürzer geht es nicht seriös. Der größere Teil dieser Tage gehört der Höhenanpassung, dazu kommen die Tage in Kathmandu und ein Puffer für den Flug nach Lukla, der nur bei guter Sicht startet. Wer daran spart, hat am Ende keine Reserve mehr.
Zwischen 3.190 Euro für den Khopra Danda Trek und 5.590 Euro für das Dhaulagiri-Trekking mit dem Dhampus Peak. Dazwischen liegen Manaslu und Annapurna mit je 3.490 Euro, das Gokyotal mit 3.690 Euro, der Mera Peak mit 4.490 Euro sowie Lobuche East und Island Peak mit 4.850 Euro.
Im Preis stecken auch Posten, an die man beim Vergleichen selten denkt: der Inlandsflug nach Lukla und zurück, die Trekking-Permits, der Nationalpark-Eintritt und die gesamte Begleitmannschaft. Extra kommt die Anreise ab Deutschland, auf Wunsch buchen wir sie mit.
Am Berg führt Dich ein einheimischer Bergführer, der Englisch spricht; ab vier Teilnehmern kommt ein zweiter Guide dazu.
Alles drumherum läuft auf Deutsch: Organisation und Betreuung vor Ort übernimmt unser deutschsprachiges Partnerteam in Kathmandu, die Stadtführung zu Beginn macht ein deutschsprachiger Führer, und gebucht und besprochen wird bei uns im Büro.
Nein, nur den Tagesrucksack mit Jacke, Wasser und Kamera. Das schwere Gepäck trägt die einheimische Begleitmannschaft, bis 13 Kilo pro Person.
Für den Inlandsflug nach Lukla gilt eine eigene Grenze: 10 Kilo Freigepäck plus 5 Kilo Handgepäck. Übergepäck kannst Du gegen Aufpreis mitnehmen, unter Umständen kommt dann auch ein zusätzlicher Träger gegen Aufpreis dazu. Was Du unterwegs nicht brauchst, bleibt im Hotel in Kathmandu.
In einfachen Lodges am Weg, in denen meist die Familie kocht, der sie gehören. Du bekommst ein Bett und Halbpension; geheizt wird höchstens im Aufenthaltsraum. Ein Zelt brauchst Du auf den Lodgetrekkings nicht, nur beim Dhaulagiri-Trekking und am Mera Peak kommen einige Zeltnächte dazu. In Kathmandu wohnst Du zu Beginn und am Ende im Gästehaus.
Der Standard ist nepalesisch, nicht europäisch: Warmes Wasser ist keine Selbstverständlichkeit, und je höher Du kommst, desto kleiner wird die Auswahl beim Essen. Wie dicht die Lodges stehen, kommt auf das Gebiet an: Im Khumbu findest Du an jedem Tagesziel eine, rund um den Manaslu deutlich seltener.
Ja, den Khopra Danda Trek. Er verlangt weder Höhenerfahrung noch alpine Technik, und mit rund 1.030 Höhenmetern am anstrengendsten Tag bleibt er im Rahmen einer guten Bergwanderung. Neben dem Annapurna-Trekking ist er unsere einzige Nepal-Reise, die nicht als schwer eingestuft ist.
Unterwegs bist Du in den Vorbergen der Annapurna, und der Chitwan-Nationalpark im Tiefland ist fest ins Programm eingebaut. Vom höchsten Punkt der Reise siehst Du Annapurna und Dhaulagiri, zwei Achttausender auf einmal.
Fragen zur Höhe, zur richtigen Reise oder zu den Terminen? Wir waren dort und gehen sie mit Dir durch.
Wie es dort wirklich ist, erzählt einer, der zurückgekommen ist — vom Weg durchs Khumbu und vom Gipfeltag am Island Peak.