Zugang – der Eignungstest beim VDBS
Am Anfang steht ein ein- bis mehrtägiger Kompetenztest beim VDBS, der dem eigentlichen Ausbildungsprogramm vorgeschaltet ist und nicht zu den 42 Ausbildungstagen zählt. Der Konditionsteil verlangt rund 850 Höhenmeter auf etwa vier Kilometern in maximal 1:25 Stunden – ein zügiger Bergmarsch, kein Berglauf. Geprüft werden außerdem Trittsicherheit und sicheres Gehen in steilem, weglosem Gelände.
Was Du für die Zulassung mitbringen musst:
Formal — vollendetes 18. Lebensjahr, ärztliches Attest, aktueller Erste-Hilfe-Nachweis, amtliches Führungszeugnis.
Nachweis — ein aussagekräftiger Tourenbericht über Deine bisherigen Berg- und Wandertouren.
Kondition — Fitness für Tagestouren von sechs bis acht Stunden und bis zu 1.500 Höhenmetern im Aufstieg.
Erfahrung — sicheres Bewegen in steilem, felsigem und weglosem Gelände, im Sommer wie im Winter, samt grundlegendem Können in leichten Kletterpassagen.
Umfang – 42 Ausbildungstage in Sommer und Winter
Die eigentliche Ausbildung umfasst 42 Tage und gliedert sich in zwei Sommer- und zwei Winterlehrgänge, sechs Tage Individual-Ausbildung bei einem Bergführer sowie je eine Biwakausbildung im Sommer und im Winter. Vermittelt werden unter anderem Orientierung, Wetterkunde, Schnee- und Lawinenkunde, Gruppenführung, Naturkunde und alpine Notfalltechniken – durchgehend stark praxisorientiert. Lehrgangsbegleitende Überprüfungen finden sowohl im Sommer als auch im Winter statt. Von der Aufnahme bis zum Abschluss vergehen mindestens zweieinhalb Jahre; die Gesamtdauer darf fünf Jahre nicht überschreiten.
Praktikum – 15 Tage an einer Bergschule
Neben den Lehrgängen verlangt die Ausbildung 15 Praktikumstage an einer Berg- oder Bergwanderschule. Wo Du sie absolvierst, entscheidest Du selbst; welche Anbieter anerkannt werden, klärst Du mit dem VDBS.
Abschluss – die UIMLA-Prüfung
Den Abschluss bildet die UIMLA-Prüfung in Theorie und Praxis. Mit ihr erwirbst Du die Qualifikation als VDBS-Bergwanderführer und UIMLA International Mountain Leader – bewusst keine staatliche Prüfung wie beim Berg- und Skiführer, sondern eine verbandsinterne, international anerkannte Qualifikation. Damit darfst Du bezahlte Touren nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich, Südtirol, Frankreich und der Schweiz führen.
Aktuelle Termine, Kosten und die Anmeldung findest Du direkt beim VDBS: vdbs.de