SAT-Schutzhütte im Nationalpark Stilfserjoch
Im Ortlergebiet, im Val di Saènt im hinteren Val di Rabbi, liegt auf 2.436 m die Dorigonihütte. Das Val di Rabbi ist ein Seitental des Val di Sole und gehört zum Nationalpark Stilfserjoch. Betrieben wird die Schutzhütte von der Società degli Alpinisti Tridentini (SAT). Gletscherbedeckte Gipfel umgeben die Hütte, darunter Cima Sternai Meridionale (3.385 m), Cima Lorchen (3.347 m) und Cima di Saént (3.306 m).
Auf der „Alpenüberquerung von Meran an den Gardasee“ übernachten wir hier. Von der Hütte führen Touren in den Careser-Kamm, den Zufrittkamm und den Ilmenkamm, etwa auf die Cima Rossa di Saént mit rund 900 Hm in 3 Stunden oder auf die Cima Sternai mit 1.000 Hm.
Übernachten auf der Dorigonihütte
Die Dorigonihütte hat 65 Schlafplätze, im Winterraum sind es 4. Zur Ausstattung gehören Duschen und ein Waschraum. Alle drei Wochen bringt ein Helikopter die Versorgung herauf.
Zustieg zur Dorigonihütte
Talort ist Coler (1.439 m). Von dort führt Weg 106 über die Malga Stablasolo in 3 Stunden 40 Minuten zur Hütte, ab der Malga Stablasolo (1.539 m) sind es 3 Stunden. Unterwegs folgt der Weg dem Torrente Rabies und passiert zwei Wasserfälle. Zu den Ausgangspunkten im Val di Rabbi fährt ein Shuttle des Parco nazionale dello Stelvio.
Über das Sallentjoch auf Weg 101 und 12 dauert der Übergang zur Marteller Hütte 3 Stunden, zur Zufallhütte 4 Stunden. Je 4 Stunden sind es auf Weg 107 zur Höchster Hütte und zur Haselgruberhütte. Für den Weg 104 über die Bocca di Saent und den Moosferner zur Larcherhütte (5 ½ Stunden) sind Pickel, Seil und Steigeisen nötig.
Gut zu wissen:
Eingeweiht wurde die ursprünglich würfelförmige Hütte im August 1903 während des SAT-Kongresses in Rabbi. Ihren Namen hat die Dorigoni-Hütte von Silvio Dorigoni, der auf Seiten Garibaldis kämpfte, später Bürgermeister von Trient und von 1896 bis 1898 Präsident der SAT war. Neben dem alten Gebäude entstand 1985 ein Neubau, eingeweiht im September 1987 beim 93. SAT-Kongress.