Italien liegt in Südeuropa und ragt als langgestreckte, stiefelförmige Halbinsel tief in das Mittelmeer hinein. Vom Alpenrand bis zur Südspitze erstreckt sich das Land über eine Länge, die etwa der Strecke von Hamburg nach Rom entspricht. Flächenmäßig ist Italien etwas kleiner als Polen. Im Norden bilden die Alpen die Grenze zu Frankreich, der Schweiz, Österreich und Slowenien. Mit dem rund 4.806 m hohen Monte Bianco erreicht das Land dort seinen höchsten Punkt, wobei der genaue Grenzverlauf am Gipfel zwischen Italien und Frankreich umstritten ist.
Das eigentliche Rückgrat Italiens bildet der Apennin. Er zieht sich durch fast die gesamte Halbinsel und trennt die schmalen Küstenebenen am Adriatischen Meer von den Landschaften am Tyrrhenischen Meer. Im Süden prägen aktive Vulkane das Land: Der Ätna überragt Sizilien wie ein eigener Gebirgsstock, während der Vesuv unmittelbar hinter dem dicht besiedelten Golf von Neapel aufsteigt. Zu Italien gehören außerdem die großen Mittelmeerinseln Sizilien und Sardinien sowie zahlreiche kleinere Inselgruppen. Insgesamt ist das Land etwa siebenmal so groß wie Dänemark.
Italien ist seit 1946 eine parlamentarische Republik und zählt knapp 59 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt Rom war Zentrum des Römischen Reiches und umschließt mit der Vatikanstadt den Sitz des Papstes. Die Amtssprache ist Italienisch; regional sind mehrere Minderheitensprachen geschützt, darunter Deutsch in Südtirol, Französisch im Aostatal und Slowenisch in Friaul-Julisch Venetien. Kaum ein anderes europäisches Land verbindet Landschaft und Geschichte auf so engem Raum: antike Ruinen, mittelalterliche Städte, Weinberge, Olivenhaine, Vulkanhänge und über 7.000 km Küste liegen oft nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Ötzi, der vor mehr als 5.000 Jahren in den Hochalpen starb, belegt die frühe Nutzung der Gebirgsräume.