Alpine Welten
Berghütte SAT (Società Alpinistica Tridentina)

Rifugio Cevedale

2.608m 🇮🇹
46.437, 10.666 Italien
Betten: 94
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Cogolo

SAT-Hütte im Val Venezia unter der Vedretta della Mare

Die Società degli Alpinisti Tridentini (SAT) betreibt das Rifugio Cevedale auf 2.608 m im hinteren Val Venezia, einem von Moränen geprägten Seitental des Val di Peio im Ortlergebiet. Die Schutzhütte liegt im Nationalpark Stilfserjoch am Fuß der Vedretta della Mare. Ringsum stehen die vergletscherten Gipfel des Ortler-Hauptkamms, des Zufrittkamms und des Careser-Kamms.

Von der Hütte aus besteigt man den Monte Cevedale (3.769 m), den Palon de la Mare (3.703 m) und die Cima Venezia (3.386 m).

Übernachten auf dem Rifugio Cevedale

Die Hütte hat 94 Schlafplätze und einen ganzjährig geöffneten Winterraum mit 8 Plätzen. Die Wasserversorgung der Hütte speist sich aus dem Schmelzwasser der Vedretta della Mare. Nach Umbauarbeiten 2009 und 2010 ist die Hütte auch im Frühjahr für Skitourengeher geöffnet.

Zustieg zum Rifugio Cevedale

Vom Kraftwerk Malga Mare (1.972 m) sind es auf Weg 102 1 Stunde 45 Minuten zur Hütte. Von Malga Prabon, ab Cogolo über eine 10 km lange Fahrstraße erreichbar, dauert der Aufstieg zwei Stunden bei 600 m Höhenunterschied.

Über die Fürkele-Scharte führt Weg 103 in 2 ½ Stunden zur Marteller Hütte (2.585 m) und in 3 Stunden zur Zufallhütte (2.265 m). Zum Rifugio Dorigoni (2.437 m) sind es auf Weg 104 3 ½ Stunden. Zum Rifugio Casati (3.254 m) braucht man über den Monte Cevedale 4 ½ Stunden. Zum Rifugio Vioz (3.535 m) sind es über die Vedretta Col de la Mare und den Palòn de la Mare 7 ½ Stunden.

Gut zu wissen:

1881 wählte Silvio Dorigoni, damals Präsident des Trentiner Alpenvereins, den Standort aus. Im August 1892 wurde die Hütte eröffnet. Zwischen 1939 und 1942 führte die Sektion Mailand des Club Alpino Italiano (CAI) die Hütte und widmete sie Guido Larcher, der 17 Jahre lang Präsident der SAT war. Von 1989 bis 1992 wurde sie wesentlich erweitert. Oberhalb steht eine Marienkapelle von 1958, östlich liegt der Lago di Marmotte.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gipfel 3.769 m

Monte Cevedale

Der Monte Cevedale erhebt sich auf 3.769 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Alto Adige. Als dritthöchster Gipfel der Ortler-Alpen bildet er einen wichtigen orographischen Knotenpunkt zwischen vier Tälern. Der Normalweg führt vom Rifugio Casati über den Gletscher zum Gipfel.

Dorf 1.906 m

Sulden

Sulden liegt auf 1.906 m im inneren Suldental und gilt als wichtigstes Basecamp für den Ortler. Das Bergdorf mit 400 Einwohnern bietet direkten Zugang zu den höchsten Gipfeln der Ortlergruppe. Vier Seilbahnen erschließen das Skigebiet zwischen 1.900 und 3.250 m.

Gipfel 3.905 m

Ortler

Der Ortler erhebt sich mit 3.905 m als höchste Erhebung Südtirols und der Ortler-Alpen. Der größtenteils aus Hauptdolomit aufgebaute, stark vergletscherte Berg gilt als bedeutendstes Gipfelziel der Ostalpen. Seine Erstbesteigung 1804 zählt zu den wichtigsten alpinistischen Ereignissen jener Zeit.

Gipfel 3.376 m

Suldenspitze

Die Suldenspitze erhebt sich mit 3.376 m im Hauptkamm der Ortler-Alpen an der Grenze zwischen Südtirol und der Lombardei. Der vergletscherte Gipfel liegt strategisch zwischen Suldental, Val Cedec und Martelltal. Als beliebtes Skitourenziel und Übergangsstation zwischen den Schutzhütten gilt er als technisch wenig anspruchsvoll.

Gletscher

Suldenferner

Der Suldenferner erstreckt sich mit 5,7 km² an den Ostflanken von Ortler, Monte Zebrù und Königspitze. Der stark schuttbedeckte Gletscher reicht bis unter 2.500 m hinab und liegt im Nationalpark Stilfserjoch.

Gletscher

Rosimferner

Der Rosimferner liegt zwischen Italien und der Schweiz im Ortlergebiet. Der Gletscher bildet den Zugang zum Rosimjoch und zur Vertainspitze. Über seine Firnfelder führt eine klassische Skitourenroute mit 1.700 Höhenmetern Abstieg.

Gipfel 3.678 m

Punta San Matteo

Die Punta San Matteo erhebt sich auf 3.678 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Südtirol. Der vergletscherte Gipfel gehört zur Cevedale-Pizzo Tresero Kette und gilt als einer der schönsten Skiberge der Region. Vom Gipfel entspringt ein Teil des Fornigletschers.

Gipfel 3.594 m

Pizzo Tresero

Der Pizzo Tresero erhebt sich auf 3.594 m im Ortlergebiet der Lombardei. Der Gipfel bildet den südöstlichen Abschluss der Kette der 13 Gipfel, die den Fornigletscher umrahmt. Die Nordwand gilt als eine der anspruchsvollsten der Region.

Gipfel 2.968 m

Piz Daint

Der Piz Daint (2.968 m) erhebt sich in der Umbrailgruppe westlich des Münstertals in Graubünden. Der Berg bildet die Wasserscheide zwischen dem nach Norden zum Inn entwässernden Val Mora und dem südwärts zur Etsch fließenden Val Müstair. Seine markante Gipfelpyramide macht ihn zu einem beliebten Skitourenziel.

Gipfel 3.276 m

Cima San Giacomo

Die Cima San Giacomo erhebt sich auf 3.276 m im Ortlergebiet an der italienisch-schweizerischen Grenze. Der Gipfel liegt in der Fornigruppe zwischen Punta San Matteo und Brancahütte. Die Nordrinnen bieten pulvrige Abfahrten für erfahrene Skitourengeher.

Gipfel 2.951 m

Piz Dora

Der Piz Dora erhebt sich auf 2.951 m zwischen Val Müstair und Val Mora im Kanton Graubünden. Der Berg gehört zur Umbrailgruppe und wird den Ortler-Alpen zugerechnet. Der Name wandelte sich von Piz d'Ora (Äußerer Gipfel) zum heutigen Piz Dora.

Gletscher

Schranferner

Der Schranferner liegt an den Veneziaspitzen in der Ortlergruppe im Martelltal. Der Gletscher dient als Aufstiegsroute zur Östlichen Veneziaspitze und führt durch teilweise spaltiges Gletschergelände. Unterhalb der Gletscherzunge befinden sich malerische Bergseen.