Alpine Welten
Berghütte SAT (Società degli Alpinisti Tridentini)

Rifugio Mandrone – “Città di Trento”

2.445m 🇮🇹
46.202, 10.571 Italien
Betten: 100
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Pinzolo

Berghütte am größten Gletscher Italiens – Stützpunkt für Hochtouren

Auf 2.445 m liegt das Rifugio Mandrone – “Città di Trento”, auch Mandrone Hütte genannt, am Rand der Conca Mandron, im Talabschluss des Val di Genova in der Adamello-Presanella-Gruppe. Die Hütte gehört zur Gemeinde Spiazzo im Naturpark Adamello-Brenta. Betrieben wird sie von der Società degli Alpinisti Tridentini (SAT), einer autonomen Sektion des Club Alpino Italiano (CAI).

Das Rifugio Mandrone nutzen wir als Stützpunkt für die Hochtouren „Adamello und Presanella“ auf sechs leichte Dreitausender, darunter der Monte Adamello (3.539 m) und die Cima Presena (3.069 m). Gegenüber im Südwesten liegt der Mandrone-Gletscher, der größte Gletscher Italiens. An ihm entspringt die Sarca di Genova.

Übernachten im Rifugio Mandrone – “Città di Trento”

Das dreistöckige Gebäude hat 100 Schlafplätze und einen Winterraum für sechs Personen. Bewirtschaftet ist die Hütte in der Regel vom 20. Juni bis 20. September, je nach Bedingungen auch im Frühjahr für Skitouren.

Zustieg zum Rifugio Mandrone – “Città di Trento”

Talort ist Pinzolo. Von der Malga Bédole (1.558 m) im Val di Genova sind es auf Weg 212 etwa 2 Stunden 45 Minuten zum Rifugio Mandrone. Die Zufahrt von Carisolo zur Piana di Bedole ist reglementiert, ein Shuttle fährt hinauf.

Vom Passo Preséna (2.997 m), erreichbar mit der Seilbahn vom Tonalepass, führt Weg 209 in 1 Stunde 15 Minuten zur Hütte. Im Winter und Frühjahr ist nur der Zugang vom Passo del Tonale möglich, meist über die Bocchetta degli Sciatori. Übergänge führen zum Rifugio Ai Caduti dell’Adamello (3.040 m, Weg 236, 2 Stunden 30 Minuten), zum Rifugio Giuseppe Garibaldi (2.553 m, 5 Stunden) und zum Rifugio Denza (2.298 m, 6 Stunden).

Gut zu wissen:

1878 baute die Sektion Leipzig des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (DuOeAV) wenige hundert Meter unterhalb die erste Mandron Hütte. Heute dient sie als Studienzentrum Adamello „Julius Payer“ des MUSE in Trient. Ihre zweite Hütte von 1894 zerstörte 1916 die italienische Artillerie. Das heutige Rifugio weihte die SAT 1959 nach sechsjähriger Bauzeit ein. Finanziert wurde es durch eine Spendenaktion, die Trients Bürgermeister Nilo Piccoli 1953 ins Leben rief.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gipfel 3.283 m

Monte Mandrone

Der Monte Mandrone erhebt sich auf 3.283 m in der Adamello-Presanella-Gruppe. Der Gipfel liegt am Rand des Mandrone-Gletschers und bietet Blick auf die imposante Nordwand des Monte Adamello. Die Besteigung erfolgt über eine leichte Gletscherroute vom Passo della Valletta.

Sattel 3.376 m

Sella Freshfield

Die Sella Freshfield liegt auf 3.376 m zwischen den Gletscherresten der Presanella-Nordwand und der sanfteren Südseite. Der Pass ist nach Douglas William Freshfield benannt, dem Erstbesteiger der Cima Presanella von 1864. Er bildet den Schlüsselübergang auf dem Normalweg zum höchsten Gipfel der Adamello-Presanella-Gruppe.

Gipfel 3.069 m

Cima Presena

Die Cima Presena erhebt sich auf 3.069 m über dem gleichnamigen Gletscher in der Adamello-Presanella-Gruppe. Der Gipfel dient als idealer Einstieg für Hochtouren und ist bequem über die Seilbahn vom Tonalepass erreichbar. Als Standort auf dem zweitgrößten Gletscher der Region bietet er ein hochalpines Umfeld.

Sattel 1.883 m

Tonalepass

Der Tonalepass liegt auf 1.883 m zwischen der Val di Sole und der oberen Valle Camonica. Der Alpenpass verbindet die Ortler-Alpen im Norden mit der Adamello-Presanella-Gruppe im Süden. Bis 1918 markierte er die Grenze zwischen Italien und Österreich-Ungarn.

Sattel 3.180 m

Passo della Valletta

Der Passo della Valletta liegt auf 3.180 m im Adamello-Massiv und verbindet die Gletscherregionen des Monte Mandrone mit dem Adamellogletscher. Der Pass dient als strategischer Übergang bei Hochtouren und bietet Zugang zu den benachbarten Dreitausendern Monte Mandrone und Punta del Venerocolo.

Gipfel 3.539 m

Monte Adamello

Der Monte Adamello erhebt sich auf 3.539 m als höchster Gipfel der Adamello-Presanella-Gruppe in den lombardischen Alpen. Der Dreitausender thront über ausgedehnten Gletscherflächen und gilt als bedeutender Hochtourenberg. Die Erstbesteigung gelang Julius von Payer mit Bergführer Giovanni Catturani im September 1864.

Gipfel 3.427 m

Corno Bianco

Der Corno Bianco erhebt sich mit 3.427 m als fünfthöchster Gipfel der Adamellogruppe über dem Adamellogletscher. Der Berg beherrscht das Gletscherbecken von Norden und verdeckt den Hauptgipfel der Gruppe. Seine namensgebende Firnwand ist durch Gletscherschwund vollständig abgeschmolzen.

Gipfel 3.323 m

Punta del Venerocolo

Die Punta del Venerocolo erhebt sich auf 3.323 m in der Adamello-Presanella-Gruppe. Der Gipfel wird über den Passo del Venerocolo vom Adamellogletscher aus erreicht. Reste von Militärbaracken aus dem Ersten Weltkrieg markieren den Gipfel.

Sattel 2.990 m

Passo Presena

Der Passo Presena auf 2.990 m verbindet die Val di Sole mit der Valle Camonica zwischen der Presanella- und Adamello-Gruppe. Der Pass ist per Seilbahn erreichbar und dient als Ausgangspunkt für Hochtouren. Von hier führt ein kurzer Anstieg zur Cima Presena auf 3.068 m.

Gipfel 3.557 m

Cima Presanella

Die Cima Presanella erhebt sich auf 3.557 m als höchster vollständig im Trentino liegender Gipfel der Adamello-Presanella-Gruppe. Der Berg weist eine Schartenhöhe von 1.673 m auf und gilt als einer der südlichsten Dreitausender der Ostalpen.

Dorf

Folgarida

Folgarida liegt auf 1.270 m in der Val di Sole am Fuß der Presanella-Gruppe. Der 1965 gegründete Skiort entwickelte sich zum Wintersport-Zentrum mit Verbindung nach Madonna di Campiglio.

Kirche

Chiesa di Santa Maria della Neve

Die Chiesa di Santa Maria della Neve in Pisogne wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut. Das Gotteshaus beherbergt einen bedeutenden Freskenzyklus von Romanino aus dem Jahr 1534, der die Passion Christi darstellt. Die Kirche gilt als "Sixtinische Kapelle der Armen" und zeigt revolutionäre Darstellungen biblischer Szenen im Dialekt der Bergbevölkerung.

Reisen mit Rifugio Mandrone – “Città di Trento”