Alpine Welten
Berghütte CAI Brescia

Rifugio Giuseppe Garibaldi

2.548m 🇮🇹
46.179, 10.495 Italien
Betten: 98
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Temù

Schutzhütte am Lago Venerocolo unter dem Adamello

Das Rifugio Giuseppe Garibaldi liegt auf 2.548 m am nordwestlichen Ufer des Lago Venerocolo, in der Conca Venerocolo im oberen Val d'Avio. Die Schutzhütte der Sektion Brescia des Club Alpino Italiano (CAI) gehört zur Adamello-Presanella-Gruppe und liegt am Fuß der Nordwand des Adamello.

Die Hütte nutzen wir als Stützpunkt für die viertägigen Hochtouren „Adamello und Presanella“ auf sechs leichte Dreitausender. Für den Monte Adamello (3.554 m) ist sie der klassische Ausgangspunkt, über den Passo Brizio sind es 5 Stunden zum Gipfel. Zum Corno Bianco (3.434 m) braucht man 4 Stunden, zur Cima Venerocolo (3.325 m) 3 Stunden und zum Corno Baitone (3.331 m) 6 Stunden.

Übernachten auf dem Rifugio Giuseppe Garibaldi

Die Hütte hat 98 Schlafplätze und ist von Mitte Juni bis Mitte September bewirtschaftet. Im Frühjahr öffnet sie für Gruppen ab 10 Personen. Der Winterraum hat 6 Betten.

Zustieg zum Rifugio Giuseppe Garibaldi

Von Temù (1.147 m) sind es auf Weg Nr. 11 durch das Val d'Avio 4 Stunden 20 Minuten zur Hütte. Kürzer ist der Weg ab der Malga Caldea (1.584 m), die mit Geländefahrzeugen erreichbar ist. Von dort braucht man 3 Stunden. Der Adamello-Höhenweg Nr. 1 führt an der Hütte vorbei. Übergänge verbinden sie mit dem Rifugio Ai Caduti dell'Adamello (4 Stunden 30 Minuten), dem Rifugio Mandrone (5 Stunden) und dem Rifugio Franco Tonolini (5 Stunden 30 Minuten). Über den Passo Premassone sind es 5 Stunden zum Rifugio Serafino Gnutti, über den Passo delle Gole larghe 6 Stunden zum Rifugio Aviolo.

Gut zu wissen:

Der Vorgängerbau entstand 1894 als italienische Antwort auf die Mandronehütte des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (DÖAV). Sein Name erinnert an das Gefecht vom 4. Juli 1866 bei Vezza d'Oglio zwischen Garibaldis Freischaren und den Österreichern. Im Ersten Weltkrieg diente die Hütte als italienisches Feldlazarett und wurde zum wichtigsten logistischen Zentrum der italienischen Adamellofront. In den 1950er Jahren wurde der Lago Venerocolo aufgestaut, die bis 1958 betriebene alte Hütte und die Kriegsbauten verschwanden im Stausee. Als Ersatz ließ der Stauseebetreiber Enel die heutige Hütte errichten, die 1959 eingeweiht wurde.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gipfel 3.283 m

Monte Mandrone

Der Monte Mandrone erhebt sich auf 3.283 m in der Adamello-Presanella-Gruppe. Der Gipfel liegt am Rand des Mandrone-Gletschers und bietet Blick auf die imposante Nordwand des Monte Adamello. Die Besteigung erfolgt über eine leichte Gletscherroute vom Passo della Valletta.

Sattel 3.376 m

Sella Freshfield

Die Sella Freshfield liegt auf 3.376 m zwischen den Gletscherresten der Presanella-Nordwand und der sanfteren Südseite. Der Pass ist nach Douglas William Freshfield benannt, dem Erstbesteiger der Cima Presanella von 1864. Er bildet den Schlüsselübergang auf dem Normalweg zum höchsten Gipfel der Adamello-Presanella-Gruppe.

Gipfel 3.069 m

Cima Presena

Die Cima Presena erhebt sich auf 3.069 m über dem gleichnamigen Gletscher in der Adamello-Presanella-Gruppe. Der Gipfel dient als idealer Einstieg für Hochtouren und ist bequem über die Seilbahn vom Tonalepass erreichbar. Als Standort auf dem zweitgrößten Gletscher der Region bietet er ein hochalpines Umfeld.

Sattel 1.883 m

Tonalepass

Der Tonalepass liegt auf 1.883 m zwischen der Val di Sole und der oberen Valle Camonica. Der Alpenpass verbindet die Ortler-Alpen im Norden mit der Adamello-Presanella-Gruppe im Süden. Bis 1918 markierte er die Grenze zwischen Italien und Österreich-Ungarn.

Sattel 3.180 m

Passo della Valletta

Der Passo della Valletta liegt auf 3.180 m im Adamello-Massiv und verbindet die Gletscherregionen des Monte Mandrone mit dem Adamellogletscher. Der Pass dient als strategischer Übergang bei Hochtouren und bietet Zugang zu den benachbarten Dreitausendern Monte Mandrone und Punta del Venerocolo.

Gipfel 3.539 m

Monte Adamello

Der Monte Adamello erhebt sich auf 3.539 m als höchster Gipfel der Adamello-Presanella-Gruppe in den lombardischen Alpen. Der Dreitausender thront über ausgedehnten Gletscherflächen und gilt als bedeutender Hochtourenberg. Die Erstbesteigung gelang Julius von Payer mit Bergführer Giovanni Catturani im September 1864.

Gipfel 3.427 m

Corno Bianco

Der Corno Bianco erhebt sich mit 3.427 m als fünfthöchster Gipfel der Adamellogruppe über dem Adamellogletscher. Der Berg beherrscht das Gletscherbecken von Norden und verdeckt den Hauptgipfel der Gruppe. Seine namensgebende Firnwand ist durch Gletscherschwund vollständig abgeschmolzen.

Gipfel 3.323 m

Punta del Venerocolo

Die Punta del Venerocolo erhebt sich auf 3.323 m in der Adamello-Presanella-Gruppe. Der Gipfel wird über den Passo del Venerocolo vom Adamellogletscher aus erreicht. Reste von Militärbaracken aus dem Ersten Weltkrieg markieren den Gipfel.

Sattel 2.990 m

Passo Presena

Der Passo Presena auf 2.990 m verbindet die Val di Sole mit der Valle Camonica zwischen der Presanella- und Adamello-Gruppe. Der Pass ist per Seilbahn erreichbar und dient als Ausgangspunkt für Hochtouren. Von hier führt ein kurzer Anstieg zur Cima Presena auf 3.068 m.

Gipfel 3.557 m

Cima Presanella

Die Cima Presanella erhebt sich auf 3.557 m als höchster vollständig im Trentino liegender Gipfel der Adamello-Presanella-Gruppe. Der Berg weist eine Schartenhöhe von 1.673 m auf und gilt als einer der südlichsten Dreitausender der Ostalpen.

Dorf

Folgarida

Folgarida liegt auf 1.270 m in der Val di Sole am Fuß der Presanella-Gruppe. Der 1965 gegründete Skiort entwickelte sich zum Wintersport-Zentrum mit Verbindung nach Madonna di Campiglio.

Kirche

Chiesa di Santa Maria della Neve

Die Chiesa di Santa Maria della Neve in Pisogne wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut. Das Gotteshaus beherbergt einen bedeutenden Freskenzyklus von Romanino aus dem Jahr 1534, der die Passion Christi darstellt. Die Kirche gilt als "Sixtinische Kapelle der Armen" und zeigt revolutionäre Darstellungen biblischer Szenen im Dialekt der Bergbevölkerung.