Alpine Welten
Berghütte SAT (Società degli Alpinisti Tridentini)

Rifugio Stavèl Denza

2.298m 🇮🇹
46.243, 10.655 Italien
Betten: 56
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung

SAT-Hütte unter der Nordwand der Presanella

Im oberen Val Stavèl, einem Seitental des Val di Sole, liegt auf 2.298 m das Rifugio Stavel Denza der Società degli Alpinisti Tridentini (SAT), einer Sektion des Club Alpino Italiano (CAI). Die Hütte steht in der Adamello-Presanella-Gruppe auf einer Gletscherterrasse unterhalb der Moräne des Presanella-Gletschers, direkt unter der Nordwand der Presanella. Einige Gehminuten oberhalb spiegelt sich der Gipfel in einem kleinen See.

Die Hütte nutzen wir als Stützpunkt für die Hochtouren „Adamello und Presanella“ auf sechs leichte Dreitausender. Sie ist der klassische Ausgangspunkt für zahlreiche Überschreitungen und für die Besteigung der Cima Presanella (3.558 m) über den Presanella-Gletscher, die 4 Stunden 15 Minuten dauert.

Übernachten auf dem Rifugio Stavel Denza

Die Schutzhütte hat 56 Schlafplätze. Sie ist von Mitte Juni bis Mitte September bewirtschaftet, außerhalb dieser Zeit gibt es einen Winterraum. Strom für den gesamten Komplex liefert eine eigene Wasserkraftanlage.

Zustieg zum Rifugio Stavel Denza

Vom Parkplatz Werk Presanella (1.884 m) sind es auf Weg 233 etwa 1 Stunde 15 Minuten zur Hütte. Die Zufahrt zum Parkplatz ist nur für Pkw erlaubt, Wohnmobile und Vans parken weiter unten. Von Stavel (1.243 m) dauert der Aufstieg auf Weg 206 drei Stunden, von der Baita Velon (1.345 m) auf den Wegen 233 und 206 sind es 3 Stunden 15 Minuten.

Zum Rifugio Segantini (2.373 m) geht es auf Weg 206 in 5 Stunden 30 Minuten. Der Übergang zum Rifugio Mandrone (2.449 m) über die Wege 206, 220 und 212 dauert 6 Stunden 30 Minuten.

Gut zu wissen:

Nach Baubeginn 1898 wurde die Hütte am 21. August 1899 mit 14 Schlafplätzen eingeweiht. Ihren Namen trägt sie nach dem Barnabitenpater und Meteorologen Francesco Denza, der von 1890 bis 1894 Direktor der Specola Vaticana war. Im Ersten Weltkrieg wurde die Hütte konfisziert. Die österreichisch-ungarische Armee errichtete rundherum Baracken als Basislager für ihre zweite Linie an der Tonalefront. Aus deren Resten entstand nach Kriegsende die Kapelle neben der Hütte. Zuletzt wurde das Rifugio 2000/2001 renoviert.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gipfel 3.283 m

Monte Mandrone

Der Monte Mandrone erhebt sich auf 3.283 m in der Adamello-Presanella-Gruppe. Der Gipfel liegt am Rand des Mandrone-Gletschers und bietet Blick auf die imposante Nordwand des Monte Adamello. Die Besteigung erfolgt über eine leichte Gletscherroute vom Passo della Valletta.

Sattel 3.376 m

Sella Freshfield

Die Sella Freshfield liegt auf 3.376 m zwischen den Gletscherresten der Presanella-Nordwand und der sanfteren Südseite. Der Pass ist nach Douglas William Freshfield benannt, dem Erstbesteiger der Cima Presanella von 1864. Er bildet den Schlüsselübergang auf dem Normalweg zum höchsten Gipfel der Adamello-Presanella-Gruppe.

Gipfel 3.069 m

Cima Presena

Die Cima Presena erhebt sich auf 3.069 m über dem gleichnamigen Gletscher in der Adamello-Presanella-Gruppe. Der Gipfel dient als idealer Einstieg für Hochtouren und ist bequem über die Seilbahn vom Tonalepass erreichbar. Als Standort auf dem zweitgrößten Gletscher der Region bietet er ein hochalpines Umfeld.

Sattel 1.883 m

Tonalepass

Der Tonalepass liegt auf 1.883 m zwischen der Val di Sole und der oberen Valle Camonica. Der Alpenpass verbindet die Ortler-Alpen im Norden mit der Adamello-Presanella-Gruppe im Süden. Bis 1918 markierte er die Grenze zwischen Italien und Österreich-Ungarn.

Sattel 3.180 m

Passo della Valletta

Der Passo della Valletta liegt auf 3.180 m im Adamello-Massiv und verbindet die Gletscherregionen des Monte Mandrone mit dem Adamellogletscher. Der Pass dient als strategischer Übergang bei Hochtouren und bietet Zugang zu den benachbarten Dreitausendern Monte Mandrone und Punta del Venerocolo.

Gipfel 3.539 m

Monte Adamello

Der Monte Adamello erhebt sich auf 3.539 m als höchster Gipfel der Adamello-Presanella-Gruppe in den lombardischen Alpen. Der Dreitausender thront über ausgedehnten Gletscherflächen und gilt als bedeutender Hochtourenberg. Die Erstbesteigung gelang Julius von Payer mit Bergführer Giovanni Catturani im September 1864.

Gipfel 3.427 m

Corno Bianco

Der Corno Bianco erhebt sich mit 3.427 m als fünfthöchster Gipfel der Adamellogruppe über dem Adamellogletscher. Der Berg beherrscht das Gletscherbecken von Norden und verdeckt den Hauptgipfel der Gruppe. Seine namensgebende Firnwand ist durch Gletscherschwund vollständig abgeschmolzen.

Gipfel 3.323 m

Punta del Venerocolo

Die Punta del Venerocolo erhebt sich auf 3.323 m in der Adamello-Presanella-Gruppe. Der Gipfel wird über den Passo del Venerocolo vom Adamellogletscher aus erreicht. Reste von Militärbaracken aus dem Ersten Weltkrieg markieren den Gipfel.

Sattel 2.990 m

Passo Presena

Der Passo Presena auf 2.990 m verbindet die Val di Sole mit der Valle Camonica zwischen der Presanella- und Adamello-Gruppe. Der Pass ist per Seilbahn erreichbar und dient als Ausgangspunkt für Hochtouren. Von hier führt ein kurzer Anstieg zur Cima Presena auf 3.068 m.

Gipfel 3.557 m

Cima Presanella

Die Cima Presanella erhebt sich auf 3.557 m als höchster vollständig im Trentino liegender Gipfel der Adamello-Presanella-Gruppe. Der Berg weist eine Schartenhöhe von 1.673 m auf und gilt als einer der südlichsten Dreitausender der Ostalpen.

Dorf

Folgarida

Folgarida liegt auf 1.270 m in der Val di Sole am Fuß der Presanella-Gruppe. Der 1965 gegründete Skiort entwickelte sich zum Wintersport-Zentrum mit Verbindung nach Madonna di Campiglio.

Kirche

Chiesa di Santa Maria della Neve

Die Chiesa di Santa Maria della Neve in Pisogne wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut. Das Gotteshaus beherbergt einen bedeutenden Freskenzyklus von Romanino aus dem Jahr 1534, der die Passion Christi darstellt. Die Kirche gilt als "Sixtinische Kapelle der Armen" und zeigt revolutionäre Darstellungen biblischer Szenen im Dialekt der Bergbevölkerung.

Reisen mit Rifugio Stavèl Denza