Wandern im Bergell | Auf dem Sentiero Roma
Auf der Südseite des Bergell durch ein verborgenes Paradies
Verfügbare Reisetermine
06.09.2027 – 11.09.2027 3 Termine 1.249,00 € min. 5, max. 8 Personen 🇮🇹 6 Tage Reise buchen
Juli
August
September
Kein passender Termin dabei? Sag uns, wann Du unterwegs sein willst — allein oder als Gruppe. Wunschtermin anfragen
Sentiero Roma – Hochgebirgs-Trekking im wilden Bergell
Das Bergell – in Wanderkreisen wahrscheinlich nicht immer direkt im Gespräch, wenn es um die Entscheidung für eine mehrtägige Panoramawanderung geht. Was dieses Gebiet alles zu bieten hat, das wissen nur die Wenigsten. In Kletterkreisen bekannt ist wohl vor allem die Nordkante des Piz Badile, die mit ihren 1.200 Klettermetern jedes Jahr viele Alpinisten in ihren Bann zieht. Dabei kann man schon fast vergessen, welche Weitblicke und Möglichkeiten auch die südliche Seite dieser Alpenregion bietet, besonders in Hinblick auf mehrtägige Wanderungen. Wer sich auf den "Sentiero Roma" einlässt, der wird nach einer Wanderwoche kaum noch abstreiten können, dass dieser weitestgehend oberhalb von 2.000 m verlaufende Höhenweg sicherlich zu den schönsten Hochgebirgs-Trekkingtouren der Alpen zählt. Bei relativ konstanten Tagesetappen bietet der Weg unglaubliche Bergblicke auf die Granitriesen des Bergells, wie z. B. Piz Badile, Piz Cengalo und Monte Disgrazia und zählt gleichzeitig auch zu den anspruchsvollsten Hochgebirgswanderungen Italiens. Grund hierfür sind zahlreiche alpine Übergänge und der Wechsel von malerisch lieblichen Berglandschaften zu anspruchsvollen alpinen Wanderpassagen mit viel Felskontakt und zeitweise leichten Kletterpassagen (mit Ketten gesichert). Wir überqueren weite Geröllfelder, Geltschermoränen und sogar das ein oder andere Schneefeld, sind dabei aber häufig ganz alleine unterwegs. Viel Tourismus ist in dieser ursprünglichen Bergregion noch nicht angekommen, was sicherlich auch daran liegt, dass keine Bergbahn unseren Weg kreuzt. Nächtigen werden wir in urigen italienischen Hütten entlang des Weges, auf denen schon der abendliche Wein in grandioser Bergkulisse ein Highlight ist. Schon fast kann man vergessen, dass wir in diesen Tagen ca. 4.600 Höhenmeter im Aufstieg überwinden.
Der Sentiero Roma ist genau das Richtige für Dich, wenn Du eine anspruchsvolle Mehrtagestour suchst, die echtes Abenteuer verspricht. Du solltest Trittsicherheit, gute Kondition und Freude an alpinem Gelände mitbringen – denn hier erwarten Dich felsige Passagen, alpine Übergänge und einsame Wege mit grandiosen Ausblicken.
Was diese Reise besonders macht
- Eine Hochgebirgs-Durchquerung ohnegleichen
- Blick auf die Granitriesen des Bergell
- Zahlreiche Passüberquerungen
- Urige italienische Hütten
- Einsame Wege in atemberaubender Kulisse
- Meist oberhalb von 2.000 m
Dein Vorteil & Deine Sicherheit
Zahlungsziel erst 3 Tage vor Reisebeginn – bei sicherer Durchführung. Buchen ohne Anzahlung.
Das musst Du können
Anforderungen
Schwierigkeit der Reise
Anforderung an Dich
Hohe Alpine Erfahrung
Anforderungen, Schwierigkeit und Ernsthaftigkeit im Detail
Kondition
Du meisterst Auf- und Abstiege mit einer Differenz von 1.200 - 1.600 Höhenmetern (Hm) oder einer Gehzeit von 10 Stunden.
Technik für Bergwandern
Die Bergwanderung führt häufig, gerade im Gipfelbereich auf schweren Bergwegen. Die Wegführung ist stellenweise steil und weglos. Mehrfach sind versicherte Passagen im ausgesetzten, absturzgefährdeten Gelände zu begehen. Diese Passagen sind mit Seilen oder Geländern gut versichert, erfordern jedoch den Einsatz von Händen. Es ist KEIN Klettersteig zu erwarten. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sowie Bergwandererfahrung sind zwingend erforderlich.
Ernsthaftigkeit
Der Routenverlauf birgt für den Teilnehmer überwiegend erhebliche objektive Gefahren, welche durch natürliche Faktoren, wie z. B. Wetter, Wind, Gewitter, Blitzschlag, Nebel, Temperatur, Steinschlag, Eisschlag, Absturz, Gletscherspalten und Lawinengefahr beeinflusst werden. Ungünstige objektive Bedingungen, sowie subjektive Gefahren, wie z.B. mangelnde Erfahrung (Selbstüberschätzung, Leichtsinn, Unkenntnis), Ausrüstungsmängel, mangelnde Vorbereitung, können zu einer Erhöhung des Gefahrenpotentials führen und eine Änderung der Routenführung, oder den Abbruch der Tour notwendig machen.
Durch die Länge & Art der Tour ist ein Rückzug/Abbruch an zahlreichen Stellen nicht möglich, oder nur mit erheblichem Aufwand zu realisieren.
Alpine Erfahrung
Du verfügst über Erfahrung aus ersten eigenständigen oder geführten Touren und idealerweise absolviertem Einsteigerkurs in dieser alpinen Sportart. Im Umgang mit alpintechnischen Hilfsmitteln bist Du unter erneuter Anleitung vertraut. Du kannst mögliche alpine Gefahren passabel erkennen und einschätzen.
- Fels, Eis & Sicherung
- Alpine Mehrseillängen bis zum V. Grad, schwierige Klettersteige (C/D), Hochtouren wie Großglockner, Ortler, Mönch oder leichte Viertausender im Wallis, Eisklettern im Nachstieg, erste Sechstausender wie Island Peak oder Chimborazo
- Ski/Board
- Skitouren bis 1.500 Höhenmeter mit steileren Passagen, Skidurchquerungen von Hütte zu Hütte, Freeriden abseits gesicherter Pisten
- Wandern & Trekking
- Höhentrekkings bis über 5.000 Meter wie Everest-Basislager oder Annapurna-Runde, anspruchsvolle Höhenwege mit Kletterstellen, Schneeschuhtouren im hochalpinen Gelände
- Polar & Arktis
- Skidurchquerungen auf Spitzbergen oder Islands Gletschern, die letzte Etappe zum Nordpol
Cross-Tipp
Steigeisen- und Pickeltechnik von der Hochtour helfen Dir beim Eisklettern. Standplatzbau und Seilhandling vom Klettern tragen am Grat und im Eis. Die Lawinenkunde vom Skitourengehen brauchst Du genauso mit Schneeschuhen und beim Freeriden.
Geplanter Reiseablauf
6 Tage
- Treffpunkt der Gruppe
- Montag, 06.09.2027, regulär 11.30 Uhr, Novate Mezzola
- Reiseende der Gruppe
- Samstag, 11.09.2027, voraussichtlich 12.00 Uhr, Novate Mezzola
Routen- und Programmänderungen
In der Natur bestimmen Wetter und Verhältnisse das Programm. Änderungen im Reiseverlauf — etwa Routenanpassungen, das Auslassen von Etappen, eine Verlegung des Tourengebiets oder der Verzicht auf einen geplanten Gipfelerfolg — können jederzeit notwendig werden. Unsere Bergführer setzen alles daran, das geplante Programm umzusetzen. Eine Garantie auf den angegebenen Ablauf können wir Dir jedoch nicht geben. Deine Sicherheit und ein besonderes Natur- und Bergerlebnis stehen für uns immer an erster Stelle. Danke für Dein Verständnis.
1. Tag
· 06.09.2027
Durch das Val Codera zum Rifugio Brasca
Durch das Val Codera zum Rifugio Brasca
Unsere Tour beginnt mit einem Aufstieg durch das wunderschöne Val Codera. Entland des Baches und durch Kastanienwälder führt uns dieser Weg bis zum Rifugio Brasca auf 1.304 m, wo wir mit toller Aussicht die erste Nacht verbringen.
2. Tag
· 07.09.2027
Über den Passo del Barbacan zum Rifugio Gianetti
Über den Passo del Barbacan zum Rifugio Gianetti
Wir verlassen das malerische Val Codera und steigen über Wiesen und Wälder immer höher. Dabei verändert sich zunehmend die Landschaft von lieblich zu alpin, die Bäume werden weniger und die felsigen Passagen nehmen zu. Unser Ziel, den Passo del Barbacan (2.600 m)haben wir bereits im Blick. Eindrucksvoll thront darüber der Gipfel des Cima del Barbacan (2.734 m). Der letzte Teil des Weges bis zu dieser Höhe wird uns nicht geschenkt, steil geht es über Geröllfelder hinauf, bis wir mit dem Pass die höchste Anhöhe des Tages erreichen. Was für eine einzigartige Aussicht! Vor uns türmen sich die Granitriesen Piz Badile, Piz Cengalo und die Piz Gemelli auf. Danach steigen wir über einen mit Stahlketten versicherten Weg weiter ab. Anschließend in leichtem Auf und Ab weiter bis zu unserem heutigen Ziel, dem Rifugio Gianetti (2.534 m).
3. Tag
· 08.09.2027
Wandern im Zentrum des "Sentiero Roma"
Wandern im Zentrum des "Sentiero Roma"
Das Herzstück des Sentiero Roma führt uns durch hochalpines Gelände, über drei alpine Pässe, aber auch durch malerische Bergwiesen, auf denen im Sommer Schafe weiden. Diese Wegevielfalt kombiniert mit einer grandiosen Aussicht macht die heutige Etappe zu einem ganz besonderen Erlebnis! Gestärkt geht es nach dem Frühstück auch direkt los in Richtung unseres ersten Etappenzieles, dem "Passo del Camerozzo" (2.766 m). Dieser erste Übergang ist zugleich auch der anspruchsvollste: uns erwarten exponierte Stellen, an denen Trittsicherheit und Zupacken im Fels erforderlich ist. In den schwierigen Passagen sind Ketten angebracht und dienen der Unterstützung sowohl im Auf- als auch im Abstieg. Wir überqueren noch zwei weitere Pässe, den "Passo Qualido" (2.547 m) sowie den "Passo dell'Averta" (2.551 m). Zwischen diesen Übergängen versäumen wir es jedoch nicht die unzähligen umliegenden Granitberge zu bestaunen. Wir erreichen unsere gemütliche Unterkunft, das Rifugio Allievi Bonacossa auf 2.385 m.
4. Tag
· 09.09.2027
Über den Passo Cameraccio (2.954 m) zum Rifugio Ponti
Über den Passo Cameraccio (2.954 m) zum Rifugio Ponti
Heute steht uns noch einmal ein langer Tag mit vielen Höhenmetern bevor. Dafür aber auch mit so manchem Highlight, unter anderem mit dem höchsten Punkt der Tour, dem "Passo Cameraccio" (2.954 m). Auf dem Weg dorhin passieren wir noch den "Passo Val Torrone" ins gleichnamige Tal und das "Bivacco Manzi Pirotta" auf 2.528 m. Immer mehr verschwinden die grünen Flächen und wir durchqueren weitläufige Geröllfelder und teils verblocktes, wegloses Gelände, das uns an diesem Tag noch häufiger begleiten wird. Dann ist es geschafft - der höchste Punkt der Tour ist erreicht! Auf fast 3.000 m können wir durchatmen und noch einmal die alpine Kulisse der umliegenden Bergwelt bewundern. Der Weg schlängelt sich vorerst leicht bergab bis zum Bivacco Kima, anschließend wieder ansteigend zu unserem letzten alpinen Übergang dieser Tour, dem "Bocchetta Roma" auf 2.890 m. Auf diesem Weg passieren wir unter anderem die Flanken des "Monte Pioda" und "Monte Disgrazia", deren zackige Granitgipfel bis zu 800 m über uns thronen. Schon bald gelangen wir zu unserer Unterkunft, dem Rifugio Ponti.
5. Tag
· 10.09.2027
Über den Passo di Corno Rossa ins Val Malenco
Über den Passo di Corno Rossa ins Val Malenco
An unserem letzten Wandertag folgen wir dem Weg über den Preda Rossa Gletscher hinauf zum Passo di Corno Rosso (2.836 m). Hier genießen wir noch einmal die Aussicht, bevor wir in das Valle Torregio zum schön gelegenen Rifugio Bosio absteigen. Eine Rast bietet sich dort optimal an, bevor wir das letzte Wegstück nach Chiesa im Val Malenco in Angriff nehmen. Die Übernachtung erfolgt dort im komfortablen 4 Sterne Hotel, ein verdienter Abschluss nach einer Wanderwoche die ihresgleichen sucht.
6. Tag
· 11.09.2027
Rückfahrt nach Novate Mezzola und Heimfahrt
Rückfahrt nach Novate Mezzola und Heimfahrt
Nach einem gemütlichen Frühstück geht es mit dem Bus zurück nach Sondrio und von dort weiter mit dem Zug zu unserem Ausgagsort Novate Mezzola. Tourabschluss und Verabschiedung um die Mittagszeit.
Gehzeiten, Höhenmeter und Distanzen sind Richtwerte.
Leistungen
Im Preis enthalten 9 · Nicht im Preis 3
Guide
6 Tage Führung und Organisation durch einen Bergführer
Unterkunft
4 x ÜN/Lager in Berghütte
1 x ÜN/DZ im Hotel
Verpflegung
1 x Abendessen
4 x Halbpension Frühstück und Abendessen
1 x Frühstück
Ausrüstung
Gurt Alpin - leicht
Kletterhelm
Klettersteigset
AW Plus Paket
In jedem Reisepreis enthaltenReservierung
Alle Unterkünfte laut Programm reservieren wir für Dich.
Digital und detailliert
Alle Reiseinformationen rufst Du jederzeit online oder per App ab.
Ausrüstungsliste
Detailliert, mit Tipps Deines Guides und Vorteilskonditionen bei unseren Partnern.
Assistance
Im Notfall erreichst Du uns, und wir kümmern uns.
Wo Du übernachtest
5 Nächte
Rifugio Brasca
CAI-Hütte im Val Codera am Sentiero Roma In den Bernina-Alpen, auf 1.304 m im italienischen Val Codera , liegt das Rifugio Brasca der Sektion Mailand des Club Alpino Italiano (CAI). Das Val Codera zweigt vom Valchiave…
Unterkunft ansehen
Rifugio Gianetti
CAI-Hütte unter dem Piz Badile am Sentiero Roma Die Sektion Mailand des Club Alpino Italiano (CAI) betreibt das Rifugio Gianetti , kurz Rif. Gianetti, auf 2.534 m in den Bernina-Alpen. Der volle Name lautet Rifugio Luig…
Unterkunft ansehenRifugio Allievi Bonacossa
Schutzhütte am Sentiero Roma im Valle di Zocca Auf 2.385 m, im oberen Valle di Zocca, einem nördlichen Seitental des Val Masino, liegt das Rifugio Allievi Bonacossa der Sektion Mailand des Club Alpino Italiano (CAI). Die…
Unterkunft ansehen
Rifugio Ponti
CAI-Hütte am Sentiero Roma unter dem Monte Disgrazia Das Rifugio Ponti liegt auf 2.572 m in den Bernina-Alpen in Italien. Betreiber ist die Sektion Mailand des Club Alpino Italiano (CAI). Von der Hütte geht der Blick a…
Unterkunft ansehenHotel Tremoggia
4-Sterne-Hotel in Chiesa in Valmalenco Auf 800 m, in Chiesa in Valmalenco am Fuß der Bernina-Alpen, liegt das Hotel Tremoggia. Der Ort gehört zur Provinz Sondrio in der Lombardei. Seit 1924 führt die Familie Lenatti das…
Unterkunft ansehenDie Zuordnung der Unterkünfte kann sich je nach Verfügbarkeit und Wetterlage ändern.
Anreise mit Bahn und Bus
#klimafreundlich
Reise umweltfreundlich an und leiste Deinen Beitrag zum Klimaschutz.
1. Mit dem Zug
Zielort
Novate Mezzola
2. Weg zum Treffpunkt
1,4 km
3. Treffpunkt
am 06.09.2027, um 11.30 Uhr
ist am Parkplatz
Via del Castello 73
23025 Novate Mezzola
IT