CAI-Hütte unter dem Piz Badile am Sentiero Roma
Die Sektion Mailand des Club Alpino Italiano (CAI) betreibt das Rifugio Gianetti, kurz Rif. Gianetti, auf 2.534 m in den Bernina-Alpen. Der volle Name lautet Rifugio Luigi Gianetti. Die Gianetti-Hütte liegt im oberen Val Porcellizzo, einem Seitental des Val Masino, südlich der Granitwände von Piz Badile (3.308 m) und Piz Cengalo (3.367 m).
Auf der Tour „Wandern im Bergell“ übernachten wir hier. Auf dem Sentiero Roma von der Val Codera bis zum Rifugio Ponti ist die Hütte Ziel der zweiten Etappe. Kletterer starten hier zu ihren Touren, und die Überschreitung des Piz Badile endet an der Hütte. Weitere Gipfelziele sind die Pizzi del Ferro (3.290 m) und der Pizzo Ligoncio (3.033 m).
Übernachten auf dem Rifugio Gianetti
Das Rifugio Gianetti hat 93 Schlafplätze und ist von Mitte Juni bis Ende September bewirtschaftet. Direkt hinter der Hütte steht die Biwakschachtel Capanna Attilio Piacco. Als Winterraum hat sie 13 Plätze.
Zustieg zum Rifugio Gianetti
Bis Bagni del Masino (etwa 1.200 m) führt eine Straße, dort gibt es Parkplätze. Ein rot-weiß markierter Wanderweg der CAI-Schwierigkeit E geht durch das Val Porcellizzo hinauf. Vom Rifugio Omio sind es über den Sentiero Risari und den Passaggio del Barbacan etwa 2,5 Stunden.
Der Übergang zum Rifugio Brasca über den nördlichen Passo del Barbacan dauert 3 Stunden. Zur Sasc-Furä-Hütte sind es über den Porcellizzo- und den Trubinasca-Pass 6 bis 7 Stunden, auf halbem Weg liegt auf 2.600 m das Bivacco Pedroni-Del Pra. Über die Pässe Camerozzo, Qualido und Averta erreicht man das Rifugio Allievi-Bonacossa. Über den Passo di Bondo geht es ins schweizerische Val Bondasca zum Rifugio Sciora.
Gut zu wissen:
Die Hütte wurde am 20. Juli 1913 eröffnet und trägt den Namen von Luigi Gianetti, dessen Vermächtnis den Bau ermöglichte. Daran erinnert eine Gedenktafel an der Außenmauer. 1944 setzten deutsche Truppen die Hütte in Brand, 1949 wurde sie neu errichtet und 1978 und 1994 modernisiert. Das Biwak wurde 1887 als Capanna Badile erbaut und heißt seit 1961 nach dem Alpinisten Attilio Piacco.