Spitzbergen liegt zwischen etwa 74° und 81° Nord im Arktischen Ozean und gehört zu den nördlichsten dauerhaft bewohnten Inselgruppen der Erde. Der warme Westspitzbergenstrom sorgt besonders an der Westküste für vergleichsweise milde Bedingungen und häufig eisfreie Fjorde. Im Sommer scheint die Sonne monatelang rund um die Uhr, während im Winter die Polarnacht das Leben bestimmt. Sir William Martin Conway durchquerte 1896 große Teile des Inselinneren und gehörte zu den Pionieren der alpinistischen Erforschung Spitzbergens.
Rund 60 Prozent der Inselgruppe sind von Gletschern bedeckt. Dazwischen liegen schroffe Berge, breite Täler, Fjorde und baumfreie Tundra. Im Frühjahr führen mehrtägige Skitouren und Pulkadurchquerungen über Gletscher und zugefrorene Fjorde, im kurzen Sommer sind Trekking und Bergtouren möglich. Der 1.713 m hohe Newtontoppen ist der höchste Berg der Inselgruppe.
Besonders eindrucksvoll ist die Tierwelt mit Eisbären, Polarfüchsen, Spitzbergen-Rentieren, Walrossen und großen Seevogelkolonien. Außerhalb der Siedlungen gelten wegen der Eisbären besondere Sicherheitsregeln. Longyearbyen auf 78° Nord ist das administrative und logistische Zentrum; noch weiter nördlich liegt Ny-Ålesund, eine der nördlichsten dauerhaft betriebenen Siedlungen der Welt.