Am Fuß des Zwölferkofels in den Sextner Dolomiten
Am Fuß des Zwölferkofels in den Sextner Dolomiten liegt die Zsigmondyhütte auf einem Felsrücken in 2.224 m Höhe. Betrieben wird die Schutzhütte vom Alpenverein Südtirol (AVS). Das umliegende Gebiet gehört zum Naturpark Drei Zinnen. Von der Terrasse geht der Blick auf die Nordwände von Zwölferkofel (3.094 m) und Hochbrunnerschneid (3.046 m).
Neben Zwölferkofel und Hochbrunnerschneid sind die Oberbachernspitzen (2.675 m), die Kanzel (2.531 m) und der Hochleist (2.413 m) Gipfelziele rund um die Hütte.
Übernachten auf der Zsigmondyhütte
Die Zsigmondyhütte hat 69 Schlafplätze. Reservieren lässt sich online.
Zustieg zur Zsigmondyhütte
Von Moos (1.339 m) im Sextener Tal geht es durch das Fischleintal über die Fischleinbodenhütte (1.454 m) zur Talschlusshütte (1.526 m). Danach führt der Weg durch das Bacherntal vorbei an Kanzel und Hochleist hinauf. Ab der Talschlusshütte sind es zwei Stunden zur Hütte. Kürzer wird der Zustieg ab dem Wanderparkplatz oder der Linienbusstation an der Fischleinbodenhütte, von dort sind es 770 Hm in etwa 2,5 Stunden. Bis zur Talschlusshütte gibt es einen Radweg. Am Zustieg liegt das Gebiet des Bergsturzes, der im Oktober 2007 vom Einserkofel niederging.
Übergänge verbinden die Hütte mit der Büllelejochhütte (2.528 m) und weiter mit der Dreizinnenhütte (2.405 m). Über die Zwölferscharte und die Rossleitn erreicht man die Lavaredohütte (2.344 m), über die Giralba-Scharte die Carduccihütte (2.297 m). Der Alpinisteig beginnt an der Hütte und endet an der Rotwandwiesenhütte mit Seilbahn nach Sexten/Moos. Über die Sentinellascharte ist die Bertihütte erreichbar.
Gut zu wissen:
Benannt ist die Hütte nach dem Wiener Alpinisten Emil Zsigmondy. Den ersten Bau errichtete der Österreichische Alpenklub (ÖAK) 1886 etwa 100 m vom heutigen Standort entfernt. Am 8. Juli 1915 zerstörte ihn italienische Artillerie. Die Sektion Padua des Club Alpino Italiano (CAI) beschloss 1926 den Neubau an der heutigen Stelle und stellte ihn 1929 fertig. Seit 1948 trägt er zusätzlich den Namen des Triester Bergsteigers Emilio Comici. 1999 ging die Hütte in das Eigentum der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol über.