Kleinste Schutzhütte im Naturpark Drei Zinnen
Als private Schutzhütte im Besitz der Familie Niederbrunner/Innerkofler liegt die Büllelejochhütte auf 2.528 m in den Sextner Dolomiten, unterhalb des Gipfels der Oberbachernspitze. Im Gemeindegebiet von Sexten gehört sie zum Naturpark Drei Zinnen und ist dort die höchstgelegene und kleinste Schutzhütte. Ihr italienischer Name lautet Rifugio Pian di Cengia.
Bis zum Westgipfel der Oberbachernspitze (2.635 m) sind es 100 Hm, bis zum mittleren Gipfel (2.675 m) 150 Hm. Sandebühel (2.607 m), Kanzel (2.531 m) und Monte Cengia (2.559 m) sind weitere Ziele ab der Hütte. Hochbrunnerschneid (3.046 m) und Schusterplatte (2.957 m) erreicht man in jeweils drei Stunden. Vom Oberbachernjoch führt ein Klettersteig über den Cengia-Grat zum Sandebühejoch.
Übernachten auf der Büllelejochhütte
Die Büllelejochhütte hat 15 Schlafplätze. Bewirtschaftet wird sie von Pächtern.
Zustieg zur Büllelejochhütte
Der Hauptzustieg beginnt an der Auronzohütte (2.320 m). Sie hat einen Parkplatz und ist von Misurina über eine Mautstraße erreichbar. Entlang der Fahrstraße geht es zur Lavaredohütte (2.344 m), dann südlich um den Passportenkofel durch das Cengia-Tal. Für die 420 Hm braucht man 2,5 Stunden.
Von Moos (1.339 m) geht es durch das Fischleintal über die Fischleinbodenhütte (1.454 m) zur Talschlusshütte (1.526 m). An der Fischleinbodenhütte gibt es einen Wanderparkplatz und eine Bushaltestelle. Vom Fischleinboden sind es knapp 4 Stunden und 1.075 Hm, entweder durch das Bachertal über die Zsigmondyhütte (2.224 m) und das Oberbachernjoch (2.519 m) oder durch das Altensteiner Tal über die Dreizinnenhütte (2.405 m) und das Büllelejoch (2.522 m). Von Innichen aus erreicht man per Bus den Wanderparkplatz im Innerfeldtal, von dort verläuft ein Weg über die Dreischusterhütte (1.626 m) und die Dreizinnenhütte zur Hütte. Übergänge bestehen zur Zsigmondyhütte, Dreizinnenhütte und Lavaredohütte.
Gut zu wissen:
Max Innerkofler, ein Enkel des Bergführers Sepp Innerkofler, baute die Hütte 1963. Nach seinem Tod führte seine Frau Brune Innerkofler die Hütte weiter. Im Ersten Weltkrieg hielten italienische Truppen das Büllelejoch besetzt. Bayerische Gebirgsjäger beschossen sie von der Elferscharte aus, auf die sie eine Kanone gebracht hatten. Überreste der Front sind bis heute rund um die Hütte zu sehen. Der Name leitet sich von Bühel (Hügel) ab.