Westgrönland wird vom gewaltigen Gegensatz zwischen dem Grönländischen Inlandeis und einer stark gegliederten Küste aus Fjorden, Inseln und felsigen Gebirgen geprägt. An zahlreichen Stellen schieben sich mächtige Auslassgletscher vom Inlandeis bis in die Fjorde, besonders eindrucksvoll rund um die Diskobucht und Ilulissat. Bei Kangerlussuaq reicht eine Straße nahezu bis an den Rand des Inlandeises – eine Besonderheit in Grönland und ein wichtiger Zugang für Touren und Expeditionen auf das Eis.
Das Spektrum reicht von Trekking und Bergtouren im kurzen arktischen Sommer bis zu mehrtägigen Unternehmungen auf Gletschern und dem Inlandeis. Weiter nördlich, etwa rund um Sisimiut, Ilulissat und Uummannaq, spielen im Winter auch Ski- und Hundeschlittentouren eine wichtige Rolle. Hundeschlitten werden an der Westküste nur nördlich des Polarkreises eingesetzt; die günstigste Zeit liegt meist zwischen Februar und April.
Die Bedingungen verändern sich entlang der weit nach Norden reichenden Küste erheblich. Während im südlichen Westgrönland keine echte Polarnacht herrscht, verschwindet die Sonne im hohen Norden für Wochen oder Monate vollständig; umgekehrt bringt der Sommer dort die Mitternachtssonne. Die Anreise erfolgt je nach Region über Nuuk, Kangerlussuaq, Ilulissat oder kleinere Küstenorte, von denen Boote, Helikopter und lokale Transfers weiter in die abgelegenen Fjord- und Gletschergebiete führen.