Alpine Welten
Hochtouren Klassiker

Die Höhepunkte in der Bernina: Piz Palü, Piz Bernina und Piz Morteratsch

Fortezzagrat, Spallagrat und die Überschreitung des Piz Palü

Dein ausgewählter Reisetermin

Verfügbare Reisetermine

05.07.2027 – 09.07.2027 15 Termine
🇨🇭 🇮🇹 5 Tage 2.299,00 € min. 2, max. 2 Personen Reise buchen

Bernina-Highlights  -  auf den einzigen Viertausender der Ostalpen

Panorama-Hochtouren inmitten der einmaligen Kulisse über St. Moritz. Gut vorbereitet ermöglichen wir Dir die Besteigung der bekanntesten Gipfel der Bernina und den einzigen 4.000er der Ostalpen, den Piz Bernina (4.049 m) zu besteigen. Untergebracht auf den wunderschönen Hütten der Bernina bei bester Verpflegung und in traumhafter Lage. Grandioser Abschluss der Hochtour ist auf jeden Fall die einmalige Überschreitung der Gipfel des Piz Palü.

Was diese Reise besonders macht

  • Traumgipfel Piz Bernina 4.049 m
  • Fortezzagrat
  • Piz Morteratsch
  • Piz Palü Überschreitung
  • Sehr kleine Gruppe mit maximal 2 Personen

Dein Vorteil & Deine Sicherheit

Zahlungsziel erst 3 Tage vor Reisebeginn – bei sicherer Durchführung. Buchen ohne Anzahlung.

Das musst Du können

Anforderungen

Schwierigkeit der Reise

Anforderung an Dich

Hohe Alpine Erfahrung

Kondition
Technik
Alpine Erfahrung
Ernsthaftigkeit
Höhenmeter 450 - 1.250 Hm 450 - 1.250 Hm
Gehzeit 2 - 7 h
Anforderungen, Schwierigkeit und Ernsthaftigkeit im Detail

Kondition

4 Sehr gute Kondition

Du meisterst Auf- und Abstiege mit einer Differenz von 1.200 - 1.600 Höhenmetern (Hm) oder einer Gehzeit von 10 Stunden.

Technik für Bergwandern

2 Einfache & Mittelschwere Bergwege BLAU & ROT

Die Bergwanderung bewegt sich auf Wegen der Kategorie BLAU und ROT. Diese sind eine Mischung aus einfachen, schmal angelegten Wegen sowie mittelschweren Bergwegen, deren Beschaffenheit anspruchsvoller ist und exponiertere Stellen enthalten kann. Mit Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind diese problemlos zu meistern.

Technik für Hochtouren

3 WS = wenig schwierige Hochtouren

Kenntnisse im Gehen mit Steigeisen an in der Regel wenig steilen Hängen mit kurzen steileren Passagen werden vorausgesetzt. Kenntnisse in der Spaltenbergungstechnik sind erwünscht, aber nicht zwingend erforderlich. Klettertechnische Schwierigkeiten bewegen sich überwiegend im II. Grad, teilweise auch im III. Grad UIAA. Längere Gratbegehungen erfordern Konzentration, Schindelfreiheit und Trittsicherheit.

Ernsthaftigkeit

3 Erheblich / Anspruchsvolle alpine Unternehmung

Der Routenverlauf birgt für den Teilnehmer überwiegend erhebliche objektive Gefahren, welche durch natürliche Faktoren, wie z. B. Wetter, Wind, Gewitter, Blitzschlag, Nebel, Temperatur, Steinschlag, Eisschlag, Absturz, Gletscherspalten und Lawinengefahr beeinflusst werden. Ungünstige objektive Bedingungen, sowie subjektive Gefahren, wie z.B. mangelnde Erfahrung (Selbstüberschätzung, Leichtsinn, Unkenntnis), Ausrüstungsmängel, mangelnde Vorbereitung, können zu einer Erhöhung des Gefahrenpotentials führen und eine Änderung der Routenführung, oder den Abbruch der Tour notwendig machen.

Durch die Länge & Art der Tour ist ein Rückzug/Abbruch an zahlreichen Stellen nicht möglich, oder nur mit erheblichem Aufwand zu realisieren.

Alpine Erfahrung

3 Hohe Alpine Erfahrung

Du verfügst über Erfahrung aus ersten eigenständigen oder geführten Touren und idealerweise absolviertem Einsteigerkurs in dieser alpinen Sportart. Im Umgang mit alpintechnischen Hilfsmitteln bist Du unter erneuter Anleitung vertraut. Du kannst mögliche alpine Gefahren passabel erkennen und einschätzen.

Fels, Eis & Sicherung
Alpine Mehrseillängen bis zum V. Grad, schwierige Klettersteige (C/D), Hochtouren wie Großglockner, Ortler, Mönch oder leichte Viertausender im Wallis, Eisklettern im Nachstieg, erste Sechstausender wie Island Peak oder Chimborazo
Ski/Board
Skitouren bis 1.500 Höhenmeter mit steileren Passagen, Skidurchquerungen von Hütte zu Hütte, Freeriden abseits gesicherter Pisten
Wandern & Trekking
Höhentrekkings bis über 5.000 Meter wie Everest-Basislager oder Annapurna-Runde, anspruchsvolle Höhenwege mit Kletterstellen, Schneeschuhtouren im hochalpinen Gelände
Polar & Arktis
Skidurchquerungen auf Spitzbergen oder Islands Gletschern, die letzte Etappe zum Nordpol

Cross-Tipp

Steigeisen- und Pickeltechnik von der Hochtour helfen Dir beim Eisklettern. Standplatzbau und Seilhandling vom Klettern tragen am Grat und im Eis. Die Lawinenkunde vom Skitourengehen brauchst Du genauso mit Schneeschuhen und beim Freeriden.

Geplanter Reiseablauf

5 Tage
Treffpunkt der Gruppe
Montag, 05.07.2027, regulär 12.00 Uhr, Pontresina
Reiseende der Gruppe
Freitag, 09.07.2027, voraussichtlich 15.00 Uhr, Pontresina
Routen- und Programmänderungen

In der Natur bestimmen Wetter und Verhältnisse das Programm. Änderungen im Reiseverlauf — etwa Routenanpassungen, das Auslassen von Etappen, eine Verlegung des Tourengebiets oder der Verzicht auf einen geplanten Gipfelerfolg — können jederzeit notwendig werden. Unsere Bergführer setzen alles daran, das geplante Programm umzusetzen. Eine Garantie auf den angegebenen Ablauf können wir Dir jedoch nicht geben. Deine Sicherheit und ein besonderes Natur- und Bergerlebnis stehen für uns immer an erster Stelle. Danke für Dein Verständnis.

1. Tag · 05.07.2027

Aufstieg zur Tschiervahütte (2.573 m)

Der Treffpunkt für unsere Hochtouren in der Bernina ist gegen Mittag am Parkplatz der Seilbahn der Diavolezza - hier werden wir voraussichtlich einige Tage später wieder herauskommen. Hier findet die Begrüßung durch den Bergführer statt und nach einem kurzen Check der Ausrüstung fahren wir mit der Bahn ein Stück hinunter nach Pontresina. Bequem und stilvoll wie die englischen Touristen des 19. Jahrhunderts erreichen wir mit der Pferdekutsche das wunderbare Rosegtal, in dem wir dann gemeinsam zur Tschiervahütte auf 2.573 m Höhe aufsteigen. Hier beeindrucken die wilden Berge um Piz Scerscen (3.970 m) und Piz Roseg (3.935 m).

Höhenmeter 600 Hm
Gehzeit 2 h
Unterkunft Tschiervahütte
Technik Einfache & Mittelschwere Bergwege BLAU & ROT
2. Tag · 06.07.2027

Besteigung des Piz Morteratsch (3.751 m)

Der Piz Morteratsch ist weit mehr als eine Akklimatisationstour - ein wunderbarer Aussichtsgipfel, denn von hier aus können wir das gesamte Gebiet der Bernina bestens einsehen. Vor allem der Ausblick hinüber zur Himmelsleiter des Biancograts ist einmalig. Sehr reizvoll ist auch, dass wir den Piz Morteratsch überschreiten und so schon am zweiten Tourentag eine Fülle von unterschiedlichen Eindrücken genießen können. Von der Tschiervahütte brechen wir früh auf, erreichen zügig den Gletscher und steigen schließlich die steile Firnflanke hinauf zur breiten Gipfelhaube des Morteratsch, an deren südlichem Ende der kleine Gipfel wartet. Auf dem gleichen Weg geht es zunächst hinunter bis zur Bovalscharte, jenseits dieser Scharte trainieren wir im leichten Fels unsere Kletterfähigkeiten für die nächsten Tage, bevor wir die Bovalhütte (2.495 m) erreichen, wo wir übernachten.

Höhenmeter 1.200 Hm 1.250 Hm
Gehzeit 6 h
Unterkunft Chamanna da Boval
Technik WS = wenig schwierige Hochtouren
3. Tag · 07.07.2027

Fortezzagrat und Bellavista-Terrasse

Früh morgens beginnt die Tour mit dem Abstieg auf den Morteratsch Gletscher. Diesen müssen wir queren, damit wir die "Isla Persa", die Persinsel erreichen - leider ist sie keine Insel mehr in den Gletscherströmen, denn die Verbindung von Pers- und Morteratschgletscher ist seit einigen Jahren schon abgerissen. Über die Hänge steigen wir hinauf zum bekannten Fortezzagrat: Mit kurzen Kletterpassen im II. Grad nach UIAA bietet er beeindruckende Blicke nach links zu den Pfeilern des Piz Palü sowie nach rechts in die wilden Eisbrüche der "Fuora" und des "Buuch". Oberhalb erreichen wir die Gletscherterrasse unter den Bellavista-Gipfeln. Sie vermittelt den Übergang oberhalb der genannten Eisbrüche hinüber zur hoch gelegenen Marco-e-Rosa Hütte (3.597 m) - unser Ausgangspunkt für die Besteigung des Piz Bernina.

Höhenmeter 1.250 Hm
Gehzeit 6 - 7 h
Unterkunft Marco e Rosa Hütte
Technik WS = wenig schwierige Hochtouren
4. Tag · 08.07.2027

Über den Spallagrat auf den Piz Bernina

Anders als bei Viertausender-Besteigungen üblich können wir uns heute sogar etwas Zeit lassen: Dank des hoch gelegenen Ausgangspunktes und weil wir den Weiterweg erst am nächsten Tag antreten werden, haben wir für die Besteigung des Piz Bernina viel Zeit. Nach dem Frühstück auf der Marco e Rosa Hütte geht es zunächst über den steiler werdenden Eishang hinauf. Ein steiler Aufschwung wird im Fels und am Seil des Bergführers gesichert überklettert, bevor man über den interessanten Spallagrat zum Gipfel des Piz Bernina (4.049 m) balanciert. Der Piz Bernina ist der östlichste Viertausender der Alpen und der einzige, der sich nach der offiziellen Gebietseinteilung in den Ostalpen befindet. Der Blick reicht fast über die gesamten Alpen: Bei sehr klarem Wetter ist fern im Osten der Großvenediger und der Großglockner auszumachen, während man im Westen bis zum Monte Rosa sehen kann. Über den gleichen Weg, den wir heraufgestiegen sind, erreichen wir auch wieder die Marco-e-Rosa-Hütte und verbringen hier eine weitere Nacht.

Höhenmeter 450 Hm
Gehzeit 5 h
Unterkunft Marco e Rosa Hütte
Technik WS = wenig schwierige Hochtouren
5. Tag · 09.07.2027

Überschreitung des Piz Palü (3.905 m)

Zum krönenden Abschluss dieser Tourenwoche erleben wir die Überschreitung des Piz Palü mit einem grandiosen Panorama und Weitblick. Wir traversieren dazu zuvor die Gipfel der Bellavista, bevor wir aus der Bellavistascharte über den Spinasgrat in wunderbarer Kletterei zunächst den Westgipfel und dann leicht den Hauptgipfel des Piz Palü erreichen - 3.905 Meter hoch. Der Abstieg führt uns über den Ostgipfel und den oberen Persgletscher zur Diavolezza, wo sich ein Hotel und die Seilbahnstation befinden. Hier können wir das Erlebte auf der Sonnenterrasse des Hotels bei Rivella und Rösti Revue passieren lassen und unsere Gipfelerfolge nochmals feiern. Anschließend Bahnfahrt ins Tal, Verabschiedung und Heimreise.

Höhenmeter 450 Hm 1.000 Hm
Gehzeit 7 h
Technik WS = wenig schwierige Hochtouren

Gehzeiten, Höhenmeter und Distanzen sind Richtwerte.

Leistungen

Im Preis enthalten 1 · Nicht im Preis 8

Guide

5 Tage Führung und Organisation durch einen Bergführer

2 x ÜN/HP in Berghütte ca. 140,00 €* (3. bis 4. Tag)
2 x ÜN/HP in Berghütte ca. 150,00 CHF* (1. bis 2. Tag)
Zug Diavolezza – Pontresina (1. Tag)
Seilbahn Diavolezza – Talfahrt ca. 32,50 CHF* (5. Tag)
Pferdekutsche Pontresina – Rosegtal (1. Tag)
Bahnen und Transfers gesamt ca. 40,00 CHF*
Individuelle Trinkgelder (5. Tag)
Kosten für die An- und Abreise zum Treffpunkt (z. B. Fahrtkosten, Parkgebühren)

*Die genannten Zusatzkosten dienen zur Orientierung und können im Einzelfall abweichen.

AW Plus Paket

In jedem Reisepreis enthalten

Reservierung

Alle Unterkünfte laut Programm reservieren wir für Dich.

Digital und detailliert

Alle Reiseinformationen rufst Du jederzeit online oder per App ab.

Ausrüstungsliste

Detailliert, mit Tipps Deines Guides und Vorteilskonditionen bei unseren Partnern.

Assistance

Im Notfall erreichst Du uns, und wir kümmern uns.

Wo Du übernachtest

4 Nächte
Panoramaaufnahme der Tschiervahütte auf einem Plateau umgeben von Geröllfeldern mit Felswand im Hintergrund der Bernina-Alpen.
Berghütte 2583 m Bernina-Alpen

Tschiervahütte

SAC-Hütte am Ende des Val Roseg unter dem Biancograt Die Tschiervahütte , auch Tschierva Hütte geschrieben, liegt auf 2.583 m am Ende des Val Roseg in den Bernina-Alpen. Sie steht oberhalb der Gletschermoräne im letzt…

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Die Chamanna da Boval steht auf steinigem Untergrund vor vergletscherten Gipfeln der Bernina-Alpen.
Berghütte 2495 m Bernina-Alpen

Chamanna da Boval

SAC-Hütte im Morteratschtal über dem Persgletscher Der Schweizer Alpen-Club (SAC) betreibt die Chamanna da Boval auf 2.495 m in den Bernina-Alpen, auch Bovalhütte oder Boval Hütte genannt. Die SAC-Hütte steht im Morterat…

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Außenansicht der Marco e Rosa Hütte in Holzbauweise mit beleuchteten Fenstern und weitem Blick über verschneite Gipfel d
Berghütte 3597 m Bernina-Alpen

Marco e Rosa Hütte

Höchste Schutzhütte der Ostalpen am Piz Bernina Auf 3.597 m, an der Forcola di Cresta Guzza in den Bernina-Alpen, liegt die Marco e Rosa Hütte, italienisch Rifugio Marco e Rosa. Betreiber ist die Sektion Valtellinese in…

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Die Zuordnung der Unterkünfte kann sich je nach Verfügbarkeit und Wetterlage ändern.

Anreise mit Bahn und Bus #klimafreundlich

Reise umweltfreundlich an und leiste Deinen Beitrag zum Klimaschutz.

1. Mit dem Zug

Zielort

Bernina Diavolezza, Bahnhof

2. Weg zum Treffpunkt

50 m

3. Treffpunkt

am 05.07.2027, um 12.00 Uhr

ist am Parkplatz Diavolezza am Bahnübergang zur Talstation.

Berninapass

7504 Pontresina

CH

ÖPNV-Buchung bis Bernina Diavolezza, Bahnhof

Wo die Reise hingeht

Was Du zur Einreise wissen musst

Schweiz

Einreise

Personalausweis reicht (EU/Schengen)

Bezahlung

Schweizer Franken (CHF)

Gesundheit

Empfohlen: Masern

Italien

Einreise

Personalausweis reicht (EU/Schengen)

Bezahlung

Euro (EUR)

Gesundheit

Empfohlen: Hepatitis A, Hepatitis B, Masern, Dengue-Fieber

Schweiz
Italien

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Weitere Informationen

CO₂-Emissionen dieser Reise

94 kg pro Person

1 kg Transport
3 kg Aktivität
80 kg Unterkunft
10 kg Grundlast
Wir berechnen die Emissionen jeder Reise einzeln.

Bevor Du buchst

Reiserücktritt: Wir empfehlen Dir dringend den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung sowie einer Versicherung zur Deckung der Rückführungskosten bei Unfall oder Krankheit. Bitte prüfe hierfür Deinen Versicherungsschutz. Mit der Reisebestätigung übersenden wir Dir eine entsprechende Möglichkeit diesen Versicherungsschutz herzustellen.

Auslandsreisekrankenversicherung: Ebenso empfehlen wir für unsere Bergreisen den Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung zur Deckung von ausländischen Selbstbehalten.

Mitgliedschaft in einem alpinen Verein: Die Mitgliedschaft in einem alpinen Verein (z. B. Deutscher Alpenverein oder Österreichischer Alpenverein) deckt bereits die Kosten einer eventuellen Hubschrauberrettung ab und wird von uns empfohlen.

Mindestteilnehmerzahl

Diese Reise kann nur ab der angegebenen Mindestteilnehmerzahl durchgeführt werden. Sollte diese 7 Tage vor Antritt der Reise nicht erreicht sein, so kann eine Absage der Veranstaltung durch den Veranstalter erfolgen. Im Falle einer Absage sind wir jedoch bestrebt Dir ein alternatives Angebot zu unterbreiten. Bitte beachte hierzu unsere ergänzenden Hinweise in den Reisebedingungen.

Reiseveranstalter

Alpine Welten Die Bergführer GmbH, Rauher Berg 8, 89180 Berghülen

Mobilitätshinweis

Diese Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet.

Unsere Experten für Reisen in den Alpen & Europa

+49 7344 929144 100

Montag–Freitag: 08.00–12.00 Uhr & 14.00–17.00 Uhr

Individuell oder als geschlossene Gruppe

Du möchtest diese Reise als geschlossene Gruppe oder zu Deinem Wunschtermin machen? Frag die Verfügbarkeit an, wir melden uns mit einem Angebot für Deine Gruppe.

Häufig gestellte Fragen

Wie akklimatisiere ich mich für Hochtouren in den Alpen?

Akklimatisierung für Hochtouren in den Alpen

Höhe kann krank machen. Gerade in den Alpen ist Akklimatisation für Gipfelziele in „großen Höhen“ über 3.000m wichtig um keine gesundheitlichen Schäden davonzutragen, und vor Allem um Spaß an der Hochtour zu haben! Wer eine Expedition plant ist viele Wochen unterwegs und akklimatisiert langsam. Bei einer Wochenendtour in den Alpen sieht es anders aus. Schnell am Samstag ins Auto gesetzt und am nächsten Tag auf den Piz Palü 3.901m und danach wieder nach Hause. Das kann gut gehen. In den meisten Fällen wird man aber keinen Spaß dabei haben. Wir geben hier einige Tipps aus unserer Bergführer Erfahrung mit den unterschiedlichsten Kunden und Strategien.

Häufig werden Höhenprobleme unterdrückt und aus „Scham“ gegenüber dem Bergführer oder den Bergkameraden nicht geäußert. Dies kann auch in den Alpen tödlich enden! Ein Hirnödem HACE ist in den Alpen sehr unwahrscheinlich. Ein Lungenödem HAPE in den Westalpen durchaus häufig anzutreffen! Darum ist die Offenheit mit auftretenden Symptomen überlebenswichtig und fair gegenüber den Bergkameraden. Es ist nicht als Schwäche anzusehen wen man an Höhensymptomatiken leidet das kann jedem passieren! Wenn dann kann man sich „Dummheit“ anlasten wenn man die Akklimatisation vernachlässigt hat.

Unsere 3 Tipps für die Akklimatisierung

  1. ZEIT mitbringen

Der größte Faktor ist der Mangel an Zeit. Wer eine Tour in großen Höhen plant, und davon spricht man bei Touren zwischen 3.000m und 5.500 m sollte sich Zeit für die Vorbereitung nehmen. Häufig ist der Wohnort eher auf Meereshöhe als auf 1.500m und so ist bereits die Schlafhöhe z.B. in Zermatt auf 1.600m eine Art Akklimatisation „light“. Bei vielen Touren wird zu Beginn eine Seilbahn genutzt die häufig auf mehr als 3.500m führt wie am Klein Matterhorn der höchstgelegenen Bergstation Europas mit 3.883m. Hier startet die eigentliche Hochtour und wer hier nicht bereits akklimatisiert ist wird Probleme bekommen. So ist es zwingen nötig im Vorfeld von Hochtouren eine Höhenanpassung durchzuführen, welche mehrere Tage dauert. Die Dauer ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und wird auch nicht maßgeblich vom Traningszustand beeinflusst, sondern von der Reaktion des Körpers auf den Sauerstoffmangel.

  1. Schlafhöhe trainieren (go high - sleep down)

Die meisten Probleme treten nicht während der Tour auf, sondern in der Nacht auf der Hütte wenn die Schlafhöhe zu hoch ist. Bei Hochtouren mit Hütten Übernachtungen über 3.000 Meter sollte man auf jeden Fall im Vorfeld auf über 2.500m übernachten. Idealerweise steigt man noch einige hundert Höhenmeter über die Hütte auf, bevor es dann hinunter auf die eigentliche Schlafhöhe geht. Die Schlafhöhe sollte nicht mehr als 400Hm pro Tag gesteigert werden. Man sollte sich täglich die Frage stellen „Wie war die letzte Nacht“...

  1. Touren und Übernachtungen im Vorfeld

Bei Hochtouren in den Westalpen haben Bergsteiger die 2 – 3 Tage früher anreisen und schon einfache Touren mit einer Höhe von rund 3.000m unternehmen eine wesentlich höhere Gipfelchance als diejenigen die erst am Tag des Tourbeginn anreisen. Häufig sind Höhen über 3.000m in den Gebieten einfach mit Seilbahnen zu erreichen. Dort kann man sich auf Wanderwegen einfach und „entspannt“ in der Höhe aufhalten. Es geht nicht um Traningstouren sondern um den Aufenthalt in der Höhe. Die Hütten Infrastruktur ist so gut in den Alpen dass es dort auch für das Training der

Schlafhöhe genügend Möglichkeiten gibt welche unbedingt genutzt werden sollten.

"Nice to know"

Was sind eigentlich die Symptome oder Krankheitsbilder von Höhenkrankheit?

AMS – Acute Mountain Sickness

Die meisten Bergsteiger haben in Höhen über 3.000m bereits Symptome der AMS gehabt. Dies äußert sich durch Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Schlafstörung. Haupt Symptom sind die Kopfschmerzen die vor Allem nachts und am Morgen von einem leichten Druck bis zum „Kopfplatzen“ variieren. Auslöser ist der geringere Luftdruck in großen Höhen und damit der abnehmende Sauerstoffpartialdruck. Die Beschwerden können bereits über 2.000m auftreten und erscheinen in der Regel nach einigen Stunden Aufenthalt in der Höhe. Die Beschwerden verschwinden innerhalb 2 – 3 Tage vorausgesetzt man setzt sich nicht noch größeren Höhen aus. Das nicht Beachten von AMS kann zum tödlichen Höhenhirnödem HACE führen!

Symptome:

  • Kopfschmerz – von leicht bis Kopfplatzen vor allem nachts und am Morgen.

  • Schwäche – Abnahme der Leistungsfähigkeit, häufige Pausen und Gleichgewichtsstörungen

  • Schlafprobleme – geht bis zur kompletten Schlaflosigkeit

  • Bewusstseinsstörungen – Antriebslosigkeit ,Lethargie und Verwirrtheit

  • Psyche – Stimmungsschwankungen

Abhilfe:

  • Abstieg | der Sauerstoffpartialdruck steigt!

  • Sauerstoffzufuhr

Fehler:

  • Medikamente können Symptome des tödlichen Hirnödem HACE verschleiern

HAPE – Höhenlungenödem

In großen und extremen Höhen entwickelt sich ein Lungenödem häufig nach längerem Aufenthalt in nicht akklimatisierter Exposition. > 1 Tag. Durch raschen Höhenaufstieg und den niedrigen Sauerstoffpartialdruck wird das Ödem hervorgerufen. Es äußert sich durch rasselnden Husten, Schwäche und im Endstadium Fieber. Symptome sind ein starker plötzlicher Leistungsabfall und trockener bis blutiger Husten. Häufig sind auch Erbrechen und eine äußerst geringe Urinmenge pro Tag Anzeichen für das Krankheitsbild. Abhilfe schafft der schnelle Abstieg! Bei nicht Beachtung führt das Lungenödem HAPE zum Tod!

Symptome:

  • Extremer Leistungsabfall

  • Rasselnder Husten (blutig im Endstadium)

  • Fieber

  • Engegefühl im Brustkorb

Abhilfe:

  • Abstieg | der Sauerstoffpartialdruck steigt!

  • Sauerstoffzufuhr

Benötige ich eigene Ausrüstung bzw. kann ich meine eigene Bergsportausrüstung mitbringen?
Wie bereite ich mich auf die Hochtour vor?

Vorbereitung und persönliche Lektüre: Zur Vorbereitung in der Theorie empfehlen wir den ALPIN Lehrplan Band 3 Hochtouren Eisklettern (ISBN 978-3405148232). In der Alpine Welten Akademie findet Du viele Tipps zum Thema Hochtouren.

Bargeld in Euro und CHF nötig!

Bitte beachte dass bei dieser Tour Bargeld in Euro und CHF zur Bezahlung nötig sind!