Alpine Welten
Hochtouren

Hochtour Piz Bernina Biancograt

Piz Bernina Biancograt und Piz Palü Überschreitung

Hochtour Piz Bernina Biancograt

Die "Himmelsleiter", wie der Biancograt auch genannt wird, steht bei vielen Alpinisten ganz oben auf der Wunschliste.

Um diesen Wunsch optimal erfüllen zu können, führen wir den Biancograt als Privatführung mit nur einem Gast am Seil. Für Alpinisten, die zu zweit unterwegs sein möchten und aufeinander eingespielt sind, ist bei guten Bedingungen auch eine Führung als Dreierseilschaft zusammen mit unserem Bergführer möglich. Das entstehende Sicherheitsplus und die maximale Flexibilität bei der Führung sollte Dir jedoch eine Privatführung wert sein.

Zum Abschluss überqueren wir noch den Piz Palü von West nach Ost, bevor es an der Diavolezza heißt, Abschied von der Bernina zu nehmen. Fazit: Alpinistische Höchstleistung von Freitag bis Sonntag und Montag wieder pünktlich im Büro!

 

Was diese Reise besonders macht

  • Traumgipfel Piz Bernina
  • Ziel Biancograt
  • Piz Palü Überschreitung
  • Einziger 4.000er der Ostalpen

Dein Vorteil & Deine Sicherheit

Zahlungsziel erst 3 Tage vor Reisebeginn – bei sicherer Durchführung. Buchen ohne Anzahlung.

Das musst Du können

Anforderungen

Schwierigkeit der Reise

Anforderung an Dich

Erhebliche Alpine Erfahrung

Kondition
Technik
Alpine Erfahrung
Ernsthaftigkeit
Höhenmeter 300 - 1.500 Hm 500 - 950 Hm
Gehzeit 2 - 12 h
Trittsicher & schwindelfrei (erhöht)
Anforderungen, Schwierigkeit und Ernsthaftigkeit im Detail

Kondition

5 Hervorragende Kondition

Du meisterst Auf- und Abstiege mit einer Differenz von mehr als 1.600 Höhenmetern (Hm) oder einer Gehzeit von mehr als 10 Stunden.

Technik für Bergwandern

3 Mittelschwere Bergwege ROT

Das klassische Bergwandern im Gebirge mit Hüttenübernachtung auf höheren Lagen beginnt. Die Bergwanderung führt vorwiegend auf mittelschweren Bergwegen der Kategorie ROT. Die Wegbeschaffenheit und Wegführung ist anspruchsvoller als bei den BLAU klassifizierten Wegen. Mittelschwere Bergwege sind an absturzgefährdeten Stellen gut versichert durch Geländer und/oder Drahtseile. Mit Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind diese problemlos zu meistern. Der Einsatz von Händen kann an wenigen Stellen die Fortbewegung erleichtern.

Technik für Hochtouren

4 ZS = ziemlich schwierige Hochtouren

Kenntnisse im Gehen mit Steigeisen an steileren Hängen mit kurzen steilen Passagen werden vorausgesetzt. Kenntnisse in der Spaltenbergungstechnik sind erwünscht. Klettertechnische Schwierigkeiten bewegen sich überwiegend im II. Grad, teilweise im III. Grad, ganz selten im IV. Grad UIAA. Seilfreies Gehen im I. und II. Grad UIAA wird vorausgesetzt, in der Regel aber nicht eingefordert. Lange Gratbegehungen erfordern Konzentration, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit.

Ernsthaftigkeit

4 Groß / Herausfordernde alpine Unternehmung

Der Routenverlauf birgt für den Teilnehmer überwiegend große objektive Gefahren, welche, durch natürliche Faktoren, wie z. B. Wetter, Wind, Gewitter, Blitzschlag, Nebel, Temperatur, Steinschlag, Eisschlag, Gletscherspalten und Lawinengefahr beeinflusst werden. Hinzu kommen Höhenprobleme, schlechte Erreichbarkeit, z.B. im Falle einer Rettung. Ungünstige objektive Bedingungen, sowie subjektive Gefahren, wie z.B. mangelnde Erfahrung (Selbstüberschätzung, Leichtsinn, Unkenntnis), Ausrüstungsmängel, mangelnde Vorbereitung, können zu einer Erhöhung des Gefahrenpotentials führen und eine Änderung der Routenführung, oder den Abbruch der Tour notwendig machen.

Durch die Länge & Art der Tour ist ein Rückzug/Abbruch an vielen Stellen nicht möglich, oder nur mit großem Aufwand zu realisieren.

Alpine Erfahrung

4 Erhebliche Alpine Erfahrung

Du verfügst über Erfahrung aus zahlreichen eigenständigen oder geführten Touren in dieser alpinen Sportart. Im Umgang mit alpintechnischen Hilfsmitteln bist Du gut vertraut. Du kannst mögliche alpine Gefahren erkennen und beurteilen.

Fels, Eis & Sicherung
Große Grate wie Matterhorn-Hörnligrat, Biancograt oder Mont-Blanc-Überschreitung, Alpinklettern im VI. Grad, Eisklettern im Vorstieg, Expeditionen auf Siebentausender wie Pik Lenin oder Muztagh Ata
Ski/Board
Skihochtouren auf Viertausender, steile Abfahrten über 35°, Freeriden in hochalpinem Gelände, Skibesteigungen wie der Elbrus
Wandern & Trekking
Lange Höhentrekkings über vergletscherte Pässe, Schneeschuhtouren in steilem, lawinengefährdetem Gelände
Polar & Arktis
Durchquerung des grönländischen Inlandeises, Expeditionen zum Südpol oder auf den Mount Vinson

Cross-Tipp

Am Matterhorn zählt Klettern im Fels mit Bergschuhen mehr als Gletschererfahrung. Beim Eisklettern hilft Dir die Vorstiegserfahrung aus dem Fels; Eisschrauben und die Beurteilung des Eises lernst Du aber eigens.

Geplanter Reiseablauf

3 Tage
Treffpunkt der Gruppe
Freitag, 09.07.2027, regulär 12.00 Uhr, Pontresina
Reiseende der Gruppe
Sonntag, 11.07.2027, voraussichtlich 14.00 Uhr, Pontresina
Routen- und Programmänderungen

In der Natur bestimmen Wetter und Verhältnisse das Programm. Änderungen im Reiseverlauf — etwa Routenanpassungen, das Auslassen von Etappen, eine Verlegung des Tourengebiets oder der Verzicht auf einen geplanten Gipfelerfolg — können jederzeit notwendig werden. Unsere Bergführer setzen alles daran, das geplante Programm umzusetzen. Eine Garantie auf den angegebenen Ablauf können wir Dir jedoch nicht geben. Deine Sicherheit und ein besonderes Natur- und Bergerlebnis stehen für uns immer an erster Stelle. Danke für Dein Verständnis.

1. Tag · 09.07.2027

Aufstieg zur Tschiervahütte (2.573 m)

Der gemeinsame Treffpunkt für unsere Biancograt Tour ist mittags am Parkplatz Diavolezza. Hier erwartet Dich unser Bergführer für die Begrüßung und einen kurzen Material- und Ausrüstungs-Check. Es folgt eine kurze Bahnfahrt nach Pontresina. Zu Fuß oder stilvoll mit der Pferdekutsche kommen wir zum Ende des Rosegtales. Von hier steigen wir in rund 2 Stunden zur Tschiervahütte auf 2.573 m auf. Hier genießen wir das üppige Abendsessen und gehen früh ins Bett, denn die Nacht wird kurz genug.

Höhenmeter 500 Hm
Gehzeit 2 h
Unterkunft Tschiervahütte
Technik Mittelschwere Bergwege ROT
2. Tag · 10.07.2027

Biancograt und Piz Bernina (4.048 m) sowie Abstieg Spallagrat

Früh brechen wir auf und folgen im Dunkeln dem Pfad entlang der Moräne des Tschiervagletschers. In der beginnenden Dämmerung steigen wir steil hinauf, bei guten Verhältnissen direkt über einen steilen Firnhang in die Fuorcla Prievlusa (3.430 m), andernfalls über den Klettersteig zur Linken. Aus der Scharte heraus gilt es zunächst, noch einen mächtigen Felsvorbau zu erklettern ( bis III nach UIAA), bevor sich der Blick zur Himmelsleiter öffnet: Was für eine feine weiße Linie! Ein kleiner Zacken muss noch links umgangen werden, dann kann es losgehen. Im stets gleichmäßig bis 40° geneigten Firn geht es hinauf über die Himmelsleiter der Ostalpen zum Piz Bianco, den Vorgipfel. Der erste Versuch der Besteigung des Piz Berninas über den Grat war hier gescheitert, da sich keiner weiter traute - bei der zweiten und schließlich erfolgreichen Begehung folgte seitens der Führer gegenüber Paul Güßfeld 1878 dann hier auch der Ausspruch: "So, Sie sehen doch, dass es hier nicht weiter geht!", worauf Güßfeld antwortete: "Wieso geht es hier nicht weiter?". Dies im Gedächtnis, folgen wir nun Paul Güßfeld und es geht nun an die sehr ausgesetzte Kletterei hinüber zum Gipfel. Zwei Abseilstellen und ein letzter spannender Felsabschnitt (III) führen zuletzt steil zum höchsten Gipfel der Ostalpen, dem Piz Bernina (4.048 m). Nach einer kurzen Rast steigen wir über den Spallagrat mit weiteren Abseilstellen zur Marco e Rosa Hütte auf 3.597 m ab. Übernachtung auf der Hütte auf italienischem Boden.

Höhenmeter 1.500 Hm 500 Hm
Gehzeit 12 h
Unterkunft Marco e Rosa Hütte
Technik ZS = ziemlich schwierige Hochtouren
3. Tag · 11.07.2027

Piz Palü Überschreitung (3.905 m)

Als krönender Abschluss geht's heute an die Piz Palü Überschreitung mit ihrem grandiosen Panorama und Weitblick. Wir traversieren die Gipfel der Bellavista und steigen hinab in die Scharte am Beginn des Spinasgrats. In anregender Kletterei bis II nach UIAA erreichen wir denn ersten Gipfel, Piz Spinas. Ab hier ist die Überschreitung der weiteren Gipfel des Piz Palü (3.905 m) leicht, aber immer noch zeitweise luftig und ausgesetzt. Von hier haben wir noch einmal einen traumhaften Blick auf den Biancograt. Der Abstieg führt über den Ostgipfel und den Persgletscher zur Bergstation Diavolezza. Von hier fahren wir mit der Bahn ins Tal, Verabschiedung und Heimreise.

Höhenmeter 300 Hm 950 Hm
Gehzeit 7 h
Technik ZS = ziemlich schwierige Hochtouren

Gehzeiten, Höhenmeter und Distanzen sind Richtwerte.

Leistungen

Im Preis enthalten 1 · Nicht im Preis 6

Guide

3 Tage Führung und Organisation durch einen Bergführer

1 x ÜN/HP in Berghütte ca. 75,00 CHF* (1. Tag)
1 x ÜN/HP in Berghütte ca. 70,00 €* (2. Tag)
Transferkosten + Seilbahnen ca. 50,00 CHF*
OPTION - Dreierseilschaft (2:1 Führung) sofern die Teilnehmer sich kennen und als Seilschaft unterwegs sind (Preis bei zwei Personen 1.205 €/Person)
Individuelle Trinkgelder (3. Tag)
Kosten für die An- und Abreise zum Treffpunkt (z. B. Fahrtkosten, Parkgebühren)

*Die genannten Zusatzkosten dienen zur Orientierung und können im Einzelfall abweichen.

AW Plus Paket

In jedem Reisepreis enthalten

Reservierung

Alle Unterkünfte laut Programm reservieren wir für Dich.

Digital und detailliert

Alle Reiseinformationen rufst Du jederzeit online oder per App ab.

Ausrüstungsliste

Detailliert, mit Tipps Deines Guides und Vorteilskonditionen bei unseren Partnern.

Assistance

Im Notfall erreichst Du uns, und wir kümmern uns.

Wo Du übernachtest

2 Nächte
Panoramaaufnahme der Tschiervahütte auf einem Plateau umgeben von Geröllfeldern mit Felswand im Hintergrund der Bernina-Alpen.
Berghütte 2583 m Bernina-Alpen

Tschiervahütte

SAC-Hütte am Ende des Val Roseg unter dem Biancograt Die Tschiervahütte , auch Tschierva Hütte geschrieben, liegt auf 2.583 m am Ende des Val Roseg in den Bernina-Alpen. Sie steht oberhalb der Gletschermoräne im letzt…

Unterkunft ansehen
Außenansicht der Marco e Rosa Hütte in Holzbauweise mit beleuchteten Fenstern und weitem Blick über verschneite Gipfel d
Berghütte 3597 m Bernina-Alpen

Marco e Rosa Hütte

Höchste Schutzhütte der Ostalpen am Piz Bernina Auf 3.597 m, an der Forcola di Cresta Guzza in den Bernina-Alpen, liegt die Marco e Rosa Hütte, italienisch Rifugio Marco e Rosa. Betreiber ist die Sektion Valtellinese in…

Unterkunft ansehen

Die Zuordnung der Unterkünfte kann sich je nach Verfügbarkeit und Wetterlage ändern.

Anreise mit Bahn und Bus #klimafreundlich

Reise umweltfreundlich an und leiste Deinen Beitrag zum Klimaschutz.

1. Mit dem Zug

Zielort

Bernina Diavolezza, Bahnhof

2. Weg zum Treffpunkt

50 m

3. Treffpunkt

am 09.07.2027, um 12.00 Uhr

ist am Parkplatz Diavolezza am Bahnübergang zur Talstation.

Berninapass

7504 Pontresina

CH

ÖPNV-Buchung bis Bernina Diavolezza, Bahnhof

Wo die Reise hingeht

Was Du zur Einreise wissen musst

Schweiz

Einreise

Personalausweis reicht (EU/Schengen)

Bezahlung

Schweizer Franken (CHF)

Gesundheit

Empfohlen: Masern

Italien

Einreise

Personalausweis reicht (EU/Schengen)

Bezahlung

Euro (EUR)

Gesundheit

Empfohlen: Hepatitis A, Hepatitis B, Masern, Dengue-Fieber

Schweiz
Italien

Interessante Orte rund um Deine Reise

Weitere Informationen

CO₂-Emissionen dieser Reise

49 kg pro Person

3 kg Aktivität
40 kg Unterkunft
6 kg Grundlast
Wir berechnen die Emissionen jeder Reise einzeln.

Bevor Du buchst

Reiserücktritt: Wir empfehlen Dir dringend den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung sowie einer Versicherung zur Deckung der Rückführungskosten bei Unfall oder Krankheit. Bitte prüfe hierfür Deinen Versicherungsschutz. Mit der Reisebestätigung übersenden wir Dir eine entsprechende Möglichkeit diesen Versicherungsschutz herzustellen.

Auslandsreisekrankenversicherung: Ebenso empfehlen wir für unsere Bergreisen den Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung zur Deckung von ausländischen Selbstbehalten.

Mitgliedschaft in einem alpinen Verein: Die Mitgliedschaft in einem alpinen Verein (z. B. Deutscher Alpenverein oder Österreichischer Alpenverein) deckt bereits die Kosten einer eventuellen Hubschrauberrettung ab und wird von uns empfohlen.

Mindestteilnehmerzahl

Diese Reise kann nur ab der angegebenen Mindestteilnehmerzahl durchgeführt werden. Sollte diese 7 Tage vor Antritt der Reise nicht erreicht sein, so kann eine Absage der Veranstaltung durch den Veranstalter erfolgen. Im Falle einer Absage sind wir jedoch bestrebt Dir ein alternatives Angebot zu unterbreiten. Bitte beachte hierzu unsere ergänzenden Hinweise in den Reisebedingungen.

Reiseveranstalter

Alpine Welten Die Bergführer GmbH, Rauher Berg 8, 89180 Berghülen

Mobilitätshinweis

Diese Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet.

Unsere Experten für Reisen in den Alpen & Europa

+49 7344 929144 100

Montag–Freitag: 08.00–12.00 Uhr & 14.00–17.00 Uhr

Individuell oder als geschlossene Gruppe

Du möchtest diese Reise als geschlossene Gruppe oder zu Deinem Wunschtermin machen? Frag die Verfügbarkeit an, wir melden uns mit einem Angebot für Deine Gruppe.

Häufig gestellte Fragen

Wie akklimatisiere ich mich für Hochtouren in den Alpen?

Akklimatisierung für Hochtouren in den Alpen

Höhe kann krank machen. Gerade in den Alpen ist Akklimatisation für Gipfelziele in „großen Höhen“ über 3.000m wichtig um keine gesundheitlichen Schäden davonzutragen, und vor Allem um Spaß an der Hochtour zu haben! Wer eine Expedition plant ist viele Wochen unterwegs und akklimatisiert langsam. Bei einer Wochenendtour in den Alpen sieht es anders aus. Schnell am Samstag ins Auto gesetzt und am nächsten Tag auf den Piz Palü 3.901m und danach wieder nach Hause. Das kann gut gehen. In den meisten Fällen wird man aber keinen Spaß dabei haben. Wir geben hier einige Tipps aus unserer Bergführer Erfahrung mit den unterschiedlichsten Kunden und Strategien.

Häufig werden Höhenprobleme unterdrückt und aus „Scham“ gegenüber dem Bergführer oder den Bergkameraden nicht geäußert. Dies kann auch in den Alpen tödlich enden! Ein Hirnödem HACE ist in den Alpen sehr unwahrscheinlich. Ein Lungenödem HAPE in den Westalpen durchaus häufig anzutreffen! Darum ist die Offenheit mit auftretenden Symptomen überlebenswichtig und fair gegenüber den Bergkameraden. Es ist nicht als Schwäche anzusehen wen man an Höhensymptomatiken leidet das kann jedem passieren! Wenn dann kann man sich „Dummheit“ anlasten wenn man die Akklimatisation vernachlässigt hat.

Unsere 3 Tipps für die Akklimatisierung

  1. ZEIT mitbringen

Der größte Faktor ist der Mangel an Zeit. Wer eine Tour in großen Höhen plant, und davon spricht man bei Touren zwischen 3.000m und 5.500 m sollte sich Zeit für die Vorbereitung nehmen. Häufig ist der Wohnort eher auf Meereshöhe als auf 1.500m und so ist bereits die Schlafhöhe z.B. in Zermatt auf 1.600m eine Art Akklimatisation „light“. Bei vielen Touren wird zu Beginn eine Seilbahn genutzt die häufig auf mehr als 3.500m führt wie am Klein Matterhorn der höchstgelegenen Bergstation Europas mit 3.883m. Hier startet die eigentliche Hochtour und wer hier nicht bereits akklimatisiert ist wird Probleme bekommen. So ist es zwingen nötig im Vorfeld von Hochtouren eine Höhenanpassung durchzuführen, welche mehrere Tage dauert. Die Dauer ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und wird auch nicht maßgeblich vom Traningszustand beeinflusst, sondern von der Reaktion des Körpers auf den Sauerstoffmangel.

  1. Schlafhöhe trainieren (go high - sleep down)

Die meisten Probleme treten nicht während der Tour auf, sondern in der Nacht auf der Hütte wenn die Schlafhöhe zu hoch ist. Bei Hochtouren mit Hütten Übernachtungen über 3.000 Meter sollte man auf jeden Fall im Vorfeld auf über 2.500m übernachten. Idealerweise steigt man noch einige hundert Höhenmeter über die Hütte auf, bevor es dann hinunter auf die eigentliche Schlafhöhe geht. Die Schlafhöhe sollte nicht mehr als 400Hm pro Tag gesteigert werden. Man sollte sich täglich die Frage stellen „Wie war die letzte Nacht“...

  1. Touren und Übernachtungen im Vorfeld

Bei Hochtouren in den Westalpen haben Bergsteiger die 2 – 3 Tage früher anreisen und schon einfache Touren mit einer Höhe von rund 3.000m unternehmen eine wesentlich höhere Gipfelchance als diejenigen die erst am Tag des Tourbeginn anreisen. Häufig sind Höhen über 3.000m in den Gebieten einfach mit Seilbahnen zu erreichen. Dort kann man sich auf Wanderwegen einfach und „entspannt“ in der Höhe aufhalten. Es geht nicht um Traningstouren sondern um den Aufenthalt in der Höhe. Die Hütten Infrastruktur ist so gut in den Alpen dass es dort auch für das Training der

Schlafhöhe genügend Möglichkeiten gibt welche unbedingt genutzt werden sollten.

"Nice to know"

Was sind eigentlich die Symptome oder Krankheitsbilder von Höhenkrankheit?

AMS – Acute Mountain Sickness

Die meisten Bergsteiger haben in Höhen über 3.000m bereits Symptome der AMS gehabt. Dies äußert sich durch Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Schlafstörung. Haupt Symptom sind die Kopfschmerzen die vor Allem nachts und am Morgen von einem leichten Druck bis zum „Kopfplatzen“ variieren. Auslöser ist der geringere Luftdruck in großen Höhen und damit der abnehmende Sauerstoffpartialdruck. Die Beschwerden können bereits über 2.000m auftreten und erscheinen in der Regel nach einigen Stunden Aufenthalt in der Höhe. Die Beschwerden verschwinden innerhalb 2 – 3 Tage vorausgesetzt man setzt sich nicht noch größeren Höhen aus. Das nicht Beachten von AMS kann zum tödlichen Höhenhirnödem HACE führen!

Symptome:

  • Kopfschmerz – von leicht bis Kopfplatzen vor allem nachts und am Morgen.

  • Schwäche – Abnahme der Leistungsfähigkeit, häufige Pausen und Gleichgewichtsstörungen

  • Schlafprobleme – geht bis zur kompletten Schlaflosigkeit

  • Bewusstseinsstörungen – Antriebslosigkeit ,Lethargie und Verwirrtheit

  • Psyche – Stimmungsschwankungen

Abhilfe:

  • Abstieg | der Sauerstoffpartialdruck steigt!

  • Sauerstoffzufuhr

Fehler:

  • Medikamente können Symptome des tödlichen Hirnödem HACE verschleiern

HAPE – Höhenlungenödem

In großen und extremen Höhen entwickelt sich ein Lungenödem häufig nach längerem Aufenthalt in nicht akklimatisierter Exposition. > 1 Tag. Durch raschen Höhenaufstieg und den niedrigen Sauerstoffpartialdruck wird das Ödem hervorgerufen. Es äußert sich durch rasselnden Husten, Schwäche und im Endstadium Fieber. Symptome sind ein starker plötzlicher Leistungsabfall und trockener bis blutiger Husten. Häufig sind auch Erbrechen und eine äußerst geringe Urinmenge pro Tag Anzeichen für das Krankheitsbild. Abhilfe schafft der schnelle Abstieg! Bei nicht Beachtung führt das Lungenödem HAPE zum Tod!

Symptome:

  • Extremer Leistungsabfall

  • Rasselnder Husten (blutig im Endstadium)

  • Fieber

  • Engegefühl im Brustkorb

Abhilfe:

  • Abstieg | der Sauerstoffpartialdruck steigt!

  • Sauerstoffzufuhr

Benötige ich eigene Ausrüstung bzw. kann ich meine eigene Bergsportausrüstung mitbringen?
Wie bereite ich mich auf die Hochtour vor?

Vorbereitung und persönliche Lektüre: Zur Vorbereitung in der Theorie empfehlen wir den ALPIN Lehrplan Band 3 Hochtouren Eisklettern (ISBN 978-3405148232). In der Alpine Welten Akademie findet Du viele Tipps zum Thema Hochtouren.

Bargeld in Euro und CHF nötig!

Bitte beachte dass bei dieser Tour Bargeld in Euro und CHF zur Bezahlung nötig sind!