Die meisten Probleme treten nicht während der Tour auf, sondern in der Nacht auf der Hütte, wenn die Schlafhöhe zu hoch ist. Bei Hochtouren mit Hüttenübernachtungen über 3.000 m sollte man auf jeden Fall im Vorfeld auf über 2.500 m übernachten. Idealerweise steigt man noch einige hundert Höhenmeter über die Hütte auf, bevor es dann hinunter auf die eigentliche Schlafhöhe geht. Die Schlafhöhe sollte nicht mehr als 400 Höhenmeter pro Tag gesteigert werden. Man sollte sich täglich die Frage stellen „Wie war die letzte Nacht“...
Touren und Übernachtungen im Vorfeld
Bei Hochtouren in den Westalpen haben Bergsteiger, die 2 – 3 Tage früher anreisen und schon einfache Touren mit einer Höhe von rund 3.000 m unternehmen, eine wesentlich höhere Gipfelchance als diejenigen, die erst am Tag des Tourbeginns anreisen. Häufig sind Höhen über 3.000 m in den Gebieten einfach mit Seilbahnen zu erreichen. Dort kann man sich auf Wanderwegen einfach und „entspannt“ in der Höhe aufhalten. Es geht nicht um Traningstouren, sondern um den Aufenthalt in der Höhe. Die Hütten Infrastruktur ist so gut in den Alpen, dass es dort auch für das Training der Schlafhöhe genügend Möglichkeiten gibt, welche unbedingt genutzt werden sollten.