Alpine Welten
Gebiet

Dhaulagiri-Massiv

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Das Dhaulagiri-Massiv zählt zu den wildesten und ursprünglichsten Gebirgslandschaften Nepals. Mit dem Dhaulagiri (8.167 m) erhebt sich hier der siebthöchste Berg der Erde unmittelbar über der Kali-Gandaki-Schlucht, der tiefsten Schlucht unseres Planeten. Zwischen Talboden und Gipfel liegen fast 7.000 Höhenmeter – ein Relief, das weltweit seinesgleichen sucht. Die Erstbesteigung gelang erst 1960 und machte den Dhaulagiri zum vorletzten bezwungenen Achttausender der Erde.

Kaum eine andere Region des Himalaya vereint eine solche landschaftliche Vielfalt. Die Route führt von grünen Rhododendron- und Nadelwäldern über einsame Hochtäler und Gletscherlandschaften bis in die vergletscherten Hochregionen der Sieben- und Achttausender. Hier leben seltene Tierarten wie Schneeleopard und Blauschaf in einer der ursprünglichsten Wildnisregionen Nepals.

Unsere Dhaulagiri-Umrundung führt durch das abgelegene Hidden Valley und umrundet den gewaltigen Achttausender auf einer der eindrucksvollsten Trekkingrouten des Himalaya. Die letzten beiden Etappen verlaufen durch die spektakuläre Kali-Gandaki-Schlucht und vermitteln eindrucksvoll die gewaltigen Dimensionen dieser einzigartigen Landschaft.

er Dhaulagiri besteht – ähnlich wie der Mount Everest – aus ehemaligen Meeresablagerungen, die bei der Entstehung des Himalaya in größte Höhen aufgefaltet wurden. Heute schützt ein weitläufiges Netz aus Nationalparks und Schutzgebieten diese außergewöhnliche Hochgebirgslandschaft, die als eines der letzten großen Wildnisgebiete des Zentralhimalaya gilt.

Bekannte Ziele im Gebiet
Putha Hiunchuli 7246m
Dhaulagiri 8167m
Dhampus Peak 6012m
French Pass 5370m
Marpha

Land

Nepal

Orte im Gebiet

Kathmandu

Expeditionen zu den höchsten Gipfeln des Himalaya

Expeditionen im Dhaulagiri-Massiv

Das Spektrum umfasst mittelschwere Expeditionen bis zu 50° Hangneigung und vergletscherten Routen mit Frontalzackentechnik. Siebentausender wie der Putha Hiunchuli erfordern 34 Tage Expeditionsdauer, während 6.000er-Gipfel wie der Dhampus Peak als anspruchsvolle Trekkingziele mit extremer Kondition und Höhenerfahrung gelten. Die abgelegene Lage fernab klassischer Trekkingregionen garantiert völlige Einsamkeit in unberührter Himalaya-Wildnis.

Anreise & Logistik Dhaulagiri-Massiv

Kathmandu dient als einziger Ausgangspunkt für alle Expeditionen mit Weiterflug nach Pokhara. Spezielle Dhaulagiri Restricted Area Permits und das Annapurna Conservation Area Permit (ACAP) sind zwingend erforderlich. Die Anmarschrouten führen über mehrtägige Approaches durch das Myagdi Khola-Tal, wobei Trägerlogistik und Basislager-Etablierung aufgrund der Abgeschiedenheit besondere Planung erfordern.

Saison & Klima im Dhaulagiri-Massiv

Expeditionen sind von April bis Mai und September bis Oktober möglich, wobei extreme Wetterbedingungen mit orkanartigen Winden und Temperaturen unter −40°C das Gipfelwetter prägen. Trekking-Monate März bis Mai sowie September bis November bieten stabilere Verhältnisse für 6.000er-Besteigungen. Die Rhododendron-Blüte im Frühjahr verwandelt die unteren Täler in spektakuläre Farblandschaften.

Gut zu wissen:

1960 kam bei der Dhaulagiri-Erstbesteigung erstmals ein Prototyp-Starrflügelflugzeug im Himalaya zum Einsatz – die Pilatus Porter stürzte jedoch im Hidden Valley ab und die Crew musste zu Fuß zum Basislager marschieren. 1995 stellte Anatoli Boukreev einen bis heute gültigen Geschwindigkeitsrekord auf: 17 Stunden 15 Minuten vom Basislager zum 8.167 m hohen Gipfel.

Beste Reisezeit für das Dhaulagiri-Massiv

Expeditionen & Höhenbergsteigen
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Häufige Fragen zum Dhaulagiri-Massiv

Welche Kondition und alpine Erfahrung brauche ich für Expeditionen im Dhaulagiri-Massiv?

Expeditionen im Dhaulagiri-Massiv erfordern sehr gute Kondition und hohe technische Anforderungen. Der Putha Hiunchuli verlangt mittlere technische Fertigkeiten bei sehr guter Ausdauer, der Dhampus Peak höchste technische und konditionelle Anforderungen. Gletschererfahrung und Höhenbergsteigen sind für alle Expeditionen Voraussetzung.

Wann ist die beste Saison für Trekking und Expeditionen im Dhaulagiri-Massiv?

Die beste Saison für Trekking ist März bis Mai und September bis November, für Expeditionen April bis Mai und September bis Oktober. Die Frühjahrs- und Herbstmonate bieten stabilere Wetterbedingungen zwischen den Monsunzeiten. Während der Rhododendron-Blüte im Frühjahr zeigt sich die Region besonders spektakulär.

Wie lange dauert eine komplette Expedition im Dhaulagiri-Massiv und wie ist der Ablauf strukturiert?

Eine komplette Expedition im Dhaulagiri-Massiv dauert 34 Tage für Siebentausender wie den Putha Hiunchuli. Die Struktur umfasst Anreise, Akklimatisierung, Gipfelversuch und Rückkehr. Trekking-Expeditionen mit Sechstausendern wie dem Dhampus Peak benötigen 22 Tage.

Wie reise ich von Kathmandu ins Dhaulagiri-Massiv an und welche Transportmittel sind notwendig?

Die Anreise ins Dhaulagiri-Massiv startet von Kathmandu und führt über Pokhara als wichtiges regionales Zentrum. Von dort geht es per Landtransport nach Jomsom oder zu anderen Ausgangspunkten. Die Anreise zu entlegenen Basislägern erfolgt zu Fuß über mehrtägige Trekkinganstiege.

Welche Genehmigungen und Permits benötige ich für Trekking und Bergsteigen im Dhaulagiri-Massiv?

Für das Dhaulagiri-Massiv sind das Annapurna Conservation Area Permit (ACAP) und Dhaulagiri Restricted Area Permits erforderlich. Das Gebiet liegt teilweise in der Annapurna Conservation Area und dem Dhaulagiri Conservation Area. Zusätzlich grenzt das Dhorpatan Hunting Reserve an, das spezielle Regelungen hat.

Mit welchen extremen Wetterbedingungen und Temperaturen muss ich im Dhaulagiri-Massiv rechnen?

Im Dhaulagiri-Massiv herrschen extreme Wetterbedingungen mit Temperaturen unter −40°C und orkanartigen Winden. Die Expedition von 1985 dokumentierte diese extremen Bedingungen während der ersten Winterbesteigung. Das Gebiet unterliegt starken Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht sowie den Jahreszeiten.

Welche Rolle spielen Sherpa und lokale Träger bei Expeditionen im Dhaulagiri-Massiv?

Sherpa und lokale Träger sind essentiell für Expeditionen im Dhaulagiri-Massiv, wie die Erstbesteigung 1960 mit Nyima Dorje Sherpa und Nawang Dorje Sherpa zeigt. Sie übernehmen Höhentransporte, Lageraufbau und Navigation in der abgelegenen Region. Ihre Ortskenntnisse und Höhenanpassung sind für erfolgreiche Expeditionen unverzichtbar.

Bekannte Ziele im Dhaulagiri-Massiv

Gipfel 7.246 m

Putha Hiunchuli

Der Putha Hiunchuli erhebt sich auf 7.246 m im westlichen Dhaulagiri Himal in Nepal. Der auch als Dhaulagiri VII bezeichnete Gipfel gilt als technisch einfacher Siebentausender ohne objektive Gefahren. Die Nord- und Nordostwand weist kaum alpine Schwierigkeiten auf.

Gipfel 8.167 m

Dhaulagiri

Der Dhaulagiri erhebt sich in Nepal auf 8.167 m als siebthöchster Berg der Welt. Der Achttausender wurde 1960 als vorletzter seiner Klasse erstbestiegen. Seine Nordwand gilt mit 3.357 m Schartenhöhe als eine der größten Wände des Himalaya.

Gipfel 6.012 m

Dhampus Peak

Der Dhampus Peak erhebt sich auf 6.012 m im nepalesischen Himalaya, 12 km westlich von Jomsom. Die Erstbesteigung gelang Kurt Diemberger im April 1960. Das Relief zwischen Gipfel und Kali Gandaki Gorge beträgt 3.300 m auf nur neun Kilometer Distanz.

Sattel 5.370 m

French Pass

Der French Pass liegt auf 5.370 m Höhe im nepalesischen Dhaulagiri-Massiv. Der Pass fungiert als Hauptübergang zwischen dem Dhaulagiri Base Camp und dem Hidden Valley. Er markiert den höchsten Punkt der Dhaulagiri-Umrundungstour.

Dorf

Marpha

Marpha ist ein traditionelles Steindorf im Mustang-Distrikt und wichtiger Zwischenstopp auf dem Annapurna Circuit. Das Dorf liegt am Kali Gandaki und gilt als Apfelhauptstadt Nepals. Die örtlichen Brennereien produzieren den bekannten Marpha-Brandy aus lokalen Früchten.

Dorf

Juphal

Juphal ist ein abgelegenes Bergdorf auf 2.550 m im Dhaulagiri-Massiv und wichtiger Ausgangspunkt für Expeditionen in die Dolpo-Region. Der Ort verfügt über einen kleinen Flughafen und dient als Logistikbasis für Trekking- und Bergsteigerunternehmen. Von hier starten die Zustiege zu den hohen Gipfeln des westlichen Himalayas.

Gipfel 6.529 m

Ghustang

Der Ghustang erhebt sich auf 6.529 m im Dhaulagiri Himal in Nepal. Der Berg liegt 24,2 km westlich des Achttausenders Dhaulagiri I. Höchster Punkt ist der Nordgipfel, während der Südgipfel 6.465 m erreicht.

Gipfel 7.193 m

Mount Gurja

Der Mount Gurja erhebt sich auf 7.193 m im Dhaulagiri-Massiv in Nepal. Der Gipfel liegt 21 km westlich des Achttausenders Dhaulagiri und bildet einen strategischen Punkt im Himalaya-Hauptkamm. Von der Nordwestflanke erstreckt sich der Kaphegletscher.

Gipfel 7.661 m

Dhaulagiri IV

Der Dhaulagiri IV erreicht 7.661 m Höhe und bildet die vierthöchste Erhebung im Dhaulagiri-Massiv des nepalesischen Himalaya. Der Gipfel zählt zu den gefährlichsten Siebentausendern mit mehreren tragischen Expeditionen. Die Erstbesteigung gelang 1975 einer japanischen Expedition von der Südseite.

Gipfel 6.536 m

Dogari Himal

Der Dogari Himal erhebt sich auf 6.536 m im westlichen Dhaulagiri Himal in Nepal. Der Gipfel liegt auf dem Hauptkamm und ist durch einen Berggrat mit dem Putha Hiunchuli verbunden. Als einer der wenigen hohen Himalaya-Gipfel ist er noch unbestiegen.

Gipfel 7.751 m

Dhaulagiri II

Der Dhaulagiri II erhebt sich auf 7.751 m im nepalesischen Dhaulagiri Himal. Mit einer Prominenz von 2.381 m ist er nach dem Achttausender Dhaulagiri der zweithöchste Gipfel des Massivs. Die Erstbesteigung gelang 1971 einer österreichisch-nepalesischen Expedition.

Gipfel 6.920 m

Tukuche Peak

Der Tukche Ri ist ein 6.920 m hoher Gipfel im Dhaulagiri Himal in Nepal. Er liegt 8,4 km nordöstlich des Dhaulagiri und besitzt einen 6.848 m hohen Westgipfel. Die Erstbesteigung gelang 1969 einer schweizerischen Expedition über die Nordwestflanke.

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