AVS-Hütte zwischen Vinschgau und Engadin
Zwischen Vinschgau und Engadin, unterhalb des Schlinigpasses, liegt auf 2.262 m die Sesvenna Hütte des Alpenvereins Südtirol (AVS). Die Sesvennagruppe ringsum wird wegen ihres Dolomitsteins auch Engadiner oder Unterengadiner Dolomiten genannt. Die nahe Sesvennascharte ist Ausgangspunkt der meisten Skitouren der Umgebung.
Auf der Wanderung „Durchs wilde Engadin“ im Schweizer Nationalpark übernachten wir hier. Zu den Gipfelzielen ab der Hütte zählen Piz Sesvenna (3.205 m), Muntpitschen (3.162 m), Piz Lischana (3.105 m) und Piz Cristanas (3.092 m).
Übernachten auf der Sesvenna Hütte
Die Hütte hat 80 Schlafplätze. Duschen gibt es auf der Etage oder in den Zimmern. Versorgt wird die Hütte über eine Materialseilbahn.
Zustieg zur Sesvenna Hütte
Von Schlinig (1.738 m) sind es etwa 2 Stunden zur Hütte. Am Ortsende gibt es einen Parkplatz. Länger sind die Wege ab Burgeis mit 3,5 Stunden, ab Sur En mit 4 Stunden und ab S-charl (1.810 m) mit 5 Stunden. Der Übergang zur Lischanahütte (2.500 m) dauert 4 Stunden. Zur Rojenhütte (1.970 m) im Rojental führt der Weg über die Rasass-Spitze in 5 Stunden.
Gut zu wissen:
Erbaut haben die Hütte 1980 die AVS-Sektionen Obervinschgau mit der Ortsgruppe Mals, Vinschgau, Untervinschgau, Martell und Lana. Weniger als 200 Meter entfernt steht die Ruine der Alten Pforzheimer Hütte. Die Sektion Pforzheim des Deutschen Alpenvereins (DAV) hatte diesen Natursteinbau 1901 fertiggestellt. Seit 1910 vereinfacht ein Felsenweg durch die obere Uinaschlucht den Zustieg aus dem Unterengadin. Im Sommer liegen zwei kleine Badeseen direkt bei der Hütte. Mountainbiker übernachten hier auf Alpenüberquerungen wie der Joe-Route von Bayern zum Gardasee. Bewirtschaftet ist die Sesvennahütte von Mitte Juni bis Anfang Oktober und von Mitte Februar bis Anfang Mai.