Alpine Welten
Berghütte

Hintergrathütte

2.661m 🇮🇹
46.502, 10.583 Italien
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Solda

Schutzhütte am Fuß des Ortler-Hintergrats

Die Hintergrathütte liegt auf 2.661 m am Oberen Gratsee im Ortlergebiet, nordöstlich des Suldenferners und im Nationalpark Stilfserjoch. Sie steht am Fuß des Hintergrats, des Südsüdostgrats am Ortler (3.902 m). Von der Hütte geht der Blick auf die Nordwand der Königspitze (3.851 m) und die Nordostwand des Monte Zebrù (3.735 m). Talort ist Sulden, italienisch Solda.

Die Hütte nutzen wir als Stützpunkt für die „Hochtourenwoche Ortlergruppe“ und für „Die schönsten Grate am Ortler und an der Königspitze“. Von der Hintergrathütte geht eine Route über den Hintergrat (IV-, 40° im Eis) auf den Ortler. Weitere Ziele sind die Nordwand der Königspitze sowie die nordwest- und nordostseitigen Routen am Monte Zebrù.

Übernachten auf der Hintergrathütte

Die dreistöckige Hütte hat 70 Schlafplätze in Schlaflagern. Es gibt Duschen mit Warmwasser. Die Verpflegung ist regional. Einen Winterraum gibt es nicht.

Zustieg zur Hintergrathütte

Von der Kirche in Sulden führt ein markierter Wanderweg in 2 bis 2:30 Stunden zur Hütte. Ab der Bergstation des Langenstein-Sessellifts ist es 1 Stunde, ab der Mittelstation der Seilbahn Sulden sind es 1,25 Stunden. Über den Morosiniweg sind es von der K2-Hütte (2.330 m) 2:30 Stunden, mit Sessellift 1 Stunde 20 Minuten.

Von der Schaubachhütte (2.581 m) zur Hintergrathütte geht man 1 Stunde 30 Minuten bis 2 Stunden über den Suldenferner oder etwa 1 Stunde 40 Minuten über die Seilbahn-Mittelstation. Übergänge führen außerdem zur Tabarettahütte (2.556 m) in 2:30 Stunden, zur Payerhütte (3.020 m) in etwa 3 Stunden und zum Hochjochbiwak (3.535 m).

Gut zu wissen:

1805 errichtete Josef Pichler bei der Ortler-Besteigung über den Hintergrat im Auftrag von Johannes Gebhard einen kleinen Unterstand. Dieser Unterstand gilt als erste Schutzhütte Tirols. 1892 folgte die Bäckmannhütte am Unteren Gratsee auf 2.611 m, die 1915 im Gebirgskrieg zerstört wurde. Von 1920 bis 1922 bauten die Suldner Bergführer die heutige Hütte am Oberen Gratsee. Seit 1973 bewirtschaftet die Familie Gutgsell die Hütte und ist heute auch Eigentümerin. Geöffnet ist die Hütte meist von Anfang Juli bis Anfang Oktober.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Gipfel 3.769 m

Monte Cevedale

Der Monte Cevedale erhebt sich auf 3.769 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Alto Adige. Als dritthöchster Gipfel der Ortler-Alpen bildet er einen wichtigen orographischen Knotenpunkt zwischen vier Tälern. Der Normalweg führt vom Rifugio Casati über den Gletscher zum Gipfel.

Dorf 1.906 m

Sulden

Sulden liegt auf 1.906 m im inneren Suldental und gilt als wichtigstes Basecamp für den Ortler. Das Bergdorf mit 400 Einwohnern bietet direkten Zugang zu den höchsten Gipfeln der Ortlergruppe. Vier Seilbahnen erschließen das Skigebiet zwischen 1.900 und 3.250 m.

Gipfel 3.905 m

Ortler

Der Ortler erhebt sich mit 3.905 m als höchste Erhebung Südtirols und der Ortler-Alpen. Der größtenteils aus Hauptdolomit aufgebaute, stark vergletscherte Berg gilt als bedeutendstes Gipfelziel der Ostalpen. Seine Erstbesteigung 1804 zählt zu den wichtigsten alpinistischen Ereignissen jener Zeit.

Gipfel 3.376 m

Suldenspitze

Die Suldenspitze erhebt sich mit 3.376 m im Hauptkamm der Ortler-Alpen an der Grenze zwischen Südtirol und der Lombardei. Der vergletscherte Gipfel liegt strategisch zwischen Suldental, Val Cedec und Martelltal. Als beliebtes Skitourenziel und Übergangsstation zwischen den Schutzhütten gilt er als technisch wenig anspruchsvoll.

Gletscher

Suldenferner

Der Suldenferner erstreckt sich mit 5,7 km² an den Ostflanken von Ortler, Monte Zebrù und Königspitze. Der stark schuttbedeckte Gletscher reicht bis unter 2.500 m hinab und liegt im Nationalpark Stilfserjoch.

Gletscher

Rosimferner

Der Rosimferner liegt zwischen Italien und der Schweiz im Ortlergebiet. Der Gletscher bildet den Zugang zum Rosimjoch und zur Vertainspitze. Über seine Firnfelder führt eine klassische Skitourenroute mit 1.700 Höhenmetern Abstieg.

Gipfel 3.678 m

Punta San Matteo

Die Punta San Matteo erhebt sich auf 3.678 m im Ortlergebiet an der Grenze zwischen Lombardei und Trentino-Südtirol. Der vergletscherte Gipfel gehört zur Cevedale-Pizzo Tresero Kette und gilt als einer der schönsten Skiberge der Region. Vom Gipfel entspringt ein Teil des Fornigletschers.

Gipfel 3.594 m

Pizzo Tresero

Der Pizzo Tresero erhebt sich auf 3.594 m im Ortlergebiet der Lombardei. Der Gipfel bildet den südöstlichen Abschluss der Kette der 13 Gipfel, die den Fornigletscher umrahmt. Die Nordwand gilt als eine der anspruchsvollsten der Region.

Gipfel 2.968 m

Piz Daint

Der Piz Daint (2.968 m) erhebt sich in der Umbrailgruppe westlich des Münstertals in Graubünden. Der Berg bildet die Wasserscheide zwischen dem nach Norden zum Inn entwässernden Val Mora und dem südwärts zur Etsch fließenden Val Müstair. Seine markante Gipfelpyramide macht ihn zu einem beliebten Skitourenziel.

Gipfel 3.276 m

Cima San Giacomo

Die Cima San Giacomo erhebt sich auf 3.276 m im Ortlergebiet an der italienisch-schweizerischen Grenze. Der Gipfel liegt in der Fornigruppe zwischen Punta San Matteo und Brancahütte. Die Nordrinnen bieten pulvrige Abfahrten für erfahrene Skitourengeher.

Gipfel 2.951 m

Piz Dora

Der Piz Dora erhebt sich auf 2.951 m zwischen Val Müstair und Val Mora im Kanton Graubünden. Der Berg gehört zur Umbrailgruppe und wird den Ortler-Alpen zugerechnet. Der Name wandelte sich von Piz d'Ora (Äußerer Gipfel) zum heutigen Piz Dora.

Gletscher

Schranferner

Der Schranferner liegt an den Veneziaspitzen in der Ortlergruppe im Martelltal. Der Gletscher dient als Aufstiegsroute zur Östlichen Veneziaspitze und führt durch teilweise spaltiges Gletschergelände. Unterhalb der Gletscherzunge befinden sich malerische Bergseen.

Reisen mit Hintergrathütte