Auf der Plätzwiese unter Dürrenstein und Hoher Gaisl
Auf dem Hochplateau der Plätzwiese, italienisch Prato Piazza, liegt auf 2.040 m die Dürrensteinhütte, auch Rifugio Vallandro genannt. Die Hochfläche zieht sich zwischen dem östlichen Zweig des Pragser Tals und dem Höhlensteintal hin und gehört zum Naturpark Fanes-Sennes-Prags. Über der Hütte erheben sich der Dürrenstein und die Hohe Gaisl, zwei Gipfel der Dolomiten im Süden Südtirols.
Wanderungen, Bergtouren, Klettersteige und Klettertouren beginnen an der Hütte, ebenso Skitouren und Schneeschuhtouren. Auf den Dürrenstein, italienisch Picco di Vallandro, führt der Weg Nr. 40 in 2,5 Stunden bis auf eine Höhe von 2.839 m. Zum Strudelkopf (Monte Specie, 2.308 m) sind es über den Weg Nr. 34 rund 1 Stunde.
Übernachten auf der Dürrensteinhütte
Geöffnet ist die Dürrensteinhütte in der Sommer- und in der Wintersaison. 2002 wurde sie umfassend renoviert und erweitert.
Zustieg zur Dürrensteinhütte
Der Hauptzustieg beginnt in Brückele (Ponticello) im Pragser Tal: Über den Weg Nr. 37 sind es 2 Stunden zur Hütte. Ebenso lang dauert die Wanderung auf dem Weg Nr. 37 von Schluderbach (Carbonin) im Höhlensteintal. Von Landro, ebenfalls im Höhlensteintal, führt der Weg Nr. 24 in 3 Stunden herauf. Für den Abstieg ins Höhlensteintal gibt es zudem einen Weg nach Osten, der nördlich am Strudelkopf vorbeiführt.
Gut zu wissen:
Ende des 19. Jahrhunderts entstand an dieser Stelle das Werk Plätzwiese, ein Teil der österreichischen Festungswerke an der Grenze zu Italien. Nach dem Ersten Weltkrieg verfiel es zur Ruine. Wenige Meter östlich davon baute Tristano Costantini aus Niederdorf von 1968 bis 1970 die Hütte. Der Fund einer nicht explodierten Bombe verzögerte die Fertigstellung, eröffnet wurde im Sommer 1970. Erste Pächter waren Ferdinando und Maria Mair, die die Hütte 1987 kauften. 1992 besuchte Papst Johannes Paul II. die Hütte.