Die Antarktis liegt als südlichster Kontinent der Erde fast vollständig innerhalb des Polarkreises. Der Südliche Ozean umschließt den Kontinent auf allen Seiten; das nächste Festland, Südamerika, liegt rund 1.000 km entfernt. Mit 14.200.000 km² zählt die Antarktis zu den großen Kontinenten der Erde. Das Vinson Massif in den Ellsworth Mountains erhebt sich als höchster Punkt auf 4.892 m und ist ein klassisches Ziel für Bergsteiger, die die Seven Summits vollenden wollen. Das Transantarktische Gebirge trennt Ost- und Westantarktis und durchzieht den Kontinent über weite Strecken. Die Ostantarktis erreicht mit Dome Argus eine Eiselevation von 4.091 m. Der aktive Vulkan Mount Erebus prägt das Bild der Ross-Insel und zählt zu den markantesten Gipfeln des Kontinents.
Die Antarktis ist kein souveräner Staat. Das Antarktisvertragssystem von 1959 regelt die internationale Verwaltung des Kontinents; rund 30 Vertragsstaaten tragen gemeinsam die Verantwortung. Eine Zivilbevölkerung existiert nicht; in der Forschungssaison halten sich bis zu rund 4.400 Wissenschaftler aus aller Welt auf dem Kontinent auf. Die McMurdo Station der USA fasst bis zu 1.000 Personen. Englisch dient als Hauptkommunikationssprache zwischen den internationalen Forschungsgruppen; jede Station kommuniziert intern in der Sprache des jeweiligen Betreiberlandes. Den Südpol erreichte Roald Amundsen am 14. Dezember 1911 als Erster. Tourismus entwickelt sich seit 1957 kontinuierlich; in der Saison 2019–2020 besuchten mehr als 74.000 Reisende den Kontinent.