Alpine Welten
Hochtouren Neu

Viertausender Parade rund um Saas Fee

Weissmies, Lagginhorn und Nadelhorn

Dein ausgewählter Reisetermin

Verfügbare Reisetermine

20.06.2027 – 23.06.2027 45 Termine

Juni

Juli

August

September

Kein passender Termin dabei? Sag uns, wann Du unterwegs sein willst — allein oder als Gruppe. Wunschtermin anfragen

🇨🇭 4 Tage 1.699,00 € min. 2, max. 2 Personen Reise buchen

Alpine Dreierkombination: Weissmies – Lagginhorn – Nadelhorn

Diese viertägige Hochtour richtet sich an ambitionierte Alpinisten, die gleich drei eindrucksvolle 4000er der Walliser Alpen in einem kompakten, aber intensiven Programm erleben möchten. Die Kombination aus Weissmies (4.017 m), Lagginhorn (4.010 m) und Nadelhorn (4.327 m) bietet ein ideales Zusammenspiel aus technischer Herausforderung, landschaftlicher Schönheit und klassischem Hochtourenerlebnis.

Vom schroffen Westgrat des Lagginhorns über die eindrucksvolle Firnkuppe des Weissmies bis hin zum spektakulären Nadelhorn – jede Tour hat ihren ganz eigenen Charakter und setzt Kondition, Trittsicherheit und Erfahrung im Umgang mit Steigeisen und Pickel voraus.

Begleitet von einem erfahrenen Bergführer bewegst du dich in vergletschertem, kombinierten Gelände und erlebst dabei einige der schönsten Hochtourenklassiker des Alpenraums. Die Übernachtungen auf hochgelegenen Hütten runden das Erlebnis ab und sorgen für ideale Ausgangspunkte für die Gipfeltage.

 

Was diese Reise besonders macht

  • Drei Viertausender in vier Tagen
  • Günstige Übernachtung auf Berghütten
  • Sehr kleine Gruppe mit maximal 2 Personen
  • Über 20 Touren in den Walliser Alpen

Dein Vorteil & Deine Sicherheit

Zahlungsziel erst 3 Tage vor Reisebeginn – bei sicherer Durchführung. Buchen ohne Anzahlung.

Das musst Du können

Anforderungen

Schwierigkeit der Reise

Anforderung an Dich

Hohe Alpine Erfahrung

Kondition
Technik
Alpine Erfahrung
Ernsthaftigkeit
Höhenmeter 900 - 1.500 Hm 900 - 2.180 Hm
Gehzeit 3 - 10 h
Anforderungen, Schwierigkeit und Ernsthaftigkeit im Detail

Kondition

4 Sehr gute Kondition

Du meisterst Auf- und Abstiege mit einer Differenz von 1.200 - 1.600 Höhenmetern (Hm) oder einer Gehzeit von 10 Stunden.

Technik für Hochtouren

3 WS = wenig schwierige Hochtouren

Kenntnisse im Gehen mit Steigeisen an in der Regel wenig steilen Hängen mit kurzen steileren Passagen werden vorausgesetzt. Kenntnisse in der Spaltenbergungstechnik sind erwünscht, aber nicht zwingend erforderlich. Klettertechnische Schwierigkeiten bewegen sich überwiegend im II. Grad, teilweise auch im III. Grad UIAA. Längere Gratbegehungen erfordern Konzentration, Schindelfreiheit und Trittsicherheit.

Technik für Bergwandern

4 Mittelschwere & Schwere Bergwege ROT & SCHWARZ

Die Bergwanderung bewegt sich auf Wegen der Kategorie ROT & SCHWARZ. Diese sind eine Mischung aus mittelschweren Bergwegen und schweren, steilen Bergwegen, die stellenweise durch wegloses und/oder ausgesetztes Gelände führen. Diese Passagen sind häufig im Gipfelbereich oder an Steilstufen zu finden und sind mit Seilen oder Geländern gut versichert, erfordern jedoch den Einsatz von Händen. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie Bergwandererfahrung sind zwingend erforderlich.

Ernsthaftigkeit

3 Erheblich / Anspruchsvolle alpine Unternehmung

Der Routenverlauf birgt für den Teilnehmer überwiegend erhebliche objektive Gefahren, welche durch natürliche Faktoren, wie z. B. Wetter, Wind, Gewitter, Blitzschlag, Nebel, Temperatur, Steinschlag, Eisschlag, Absturz, Gletscherspalten und Lawinengefahr beeinflusst werden. Ungünstige objektive Bedingungen, sowie subjektive Gefahren, wie z.B. mangelnde Erfahrung (Selbstüberschätzung, Leichtsinn, Unkenntnis), Ausrüstungsmängel, mangelnde Vorbereitung, können zu einer Erhöhung des Gefahrenpotentials führen und eine Änderung der Routenführung, oder den Abbruch der Tour notwendig machen.

Durch die Länge & Art der Tour ist ein Rückzug/Abbruch an zahlreichen Stellen nicht möglich, oder nur mit erheblichem Aufwand zu realisieren.

Alpine Erfahrung

3 Hohe Alpine Erfahrung

Du verfügst über Erfahrung aus ersten eigenständigen oder geführten Touren und idealerweise absolviertem Einsteigerkurs in dieser alpinen Sportart. Im Umgang mit alpintechnischen Hilfsmitteln bist Du unter erneuter Anleitung vertraut. Du kannst mögliche alpine Gefahren passabel erkennen und einschätzen.

Fels, Eis & Sicherung
Alpine Mehrseillängen bis zum V. Grad, schwierige Klettersteige (C/D), Hochtouren wie Großglockner, Ortler, Mönch oder leichte Viertausender im Wallis, Eisklettern im Nachstieg, erste Sechstausender wie Island Peak oder Chimborazo
Ski/Board
Skitouren bis 1.500 Höhenmeter mit steileren Passagen, Skidurchquerungen von Hütte zu Hütte, Freeriden abseits gesicherter Pisten
Wandern & Trekking
Höhentrekkings bis über 5.000 Meter wie Everest-Basislager oder Annapurna-Runde, anspruchsvolle Höhenwege mit Kletterstellen, Schneeschuhtouren im hochalpinen Gelände
Polar & Arktis
Skidurchquerungen auf Spitzbergen oder Islands Gletschern, die letzte Etappe zum Nordpol

Cross-Tipp

Steigeisen- und Pickeltechnik von der Hochtour helfen Dir beim Eisklettern. Standplatzbau und Seilhandling vom Klettern tragen am Grat und im Eis. Die Lawinenkunde vom Skitourengehen brauchst Du genauso mit Schneeschuhen und beim Freeriden.

Geplanter Reiseablauf

4 Tage
Treffpunkt der Gruppe
Sonntag, 20.06.2027, regulär 08.00 Uhr, Saas Almagell
Reiseende der Gruppe
Mittwoch, 23.06.2027, voraussichtlich 16.00 Uhr, Saas Almagell
Routen- und Programmänderungen

In der Natur bestimmen Wetter und Verhältnisse das Programm. Änderungen im Reiseverlauf — etwa Routenanpassungen, das Auslassen von Etappen, eine Verlegung des Tourengebiets oder der Verzicht auf einen geplanten Gipfelerfolg — können jederzeit notwendig werden. Unsere Bergführer setzen alles daran, das geplante Programm umzusetzen. Eine Garantie auf den angegebenen Ablauf können wir Dir jedoch nicht geben. Deine Sicherheit und ein besonderes Natur- und Bergerlebnis stehen für uns immer an erster Stelle. Danke für Dein Verständnis.

1. Tag · 20.06.2027

Besteigung Weissmies (4.017 m)

Wir empfehlen die Anreise am Vortag. Nach der Begrüßung im Hotel fahren wir mit der Seilbahn hinauf nach Hohsaas und besteigen das 4.017 m hohe Weissmies. Seit dem gewaltigen Eisturz 2017 ist der Weg über den Triftgletscher nun deutlich entspannter. Über die Nordwestflanke des Berges steigen wir auf zum Westgrat und weiter zum Gipfel. Gegenüber von uns reiht sich nun ein Viertausender nach dem anderen und macht den Blick von hier oben zum wahren Genuss. Über die Aufstiegsroute steigen wir wieder ab und wandern weiter zur Hohsaas-Hütte auf 3.101 m, wo wir die Nacht verbringen.

Höhenmeter 900 Hm
Gehzeit 6 h
Unterkunft Hohsaashütte
Technik L = Leichte Hochtouren
2. Tag · 21.06.2027

Über den Westgrat aufs Lagginhorn (4.010 m)

Der Zustieg zum Lagginhorn beginnt zunächst mit einer Querung im Schein der Stirnlampen. Nahezu schnee- und eisfrei geht es nun über einfache Kletterei am Westgrat ohne Steigeisen hinauf. Ein letztes Firnfeld bringt uns zum 4.010 m hohen Gipfel. Über die Aufstiegsroute steigen wir anschließend wieder hinab zur Hütte, wo wir die letzte Nacht verbringen.

Höhenmeter 1.000 Hm
Gehzeit 6 h
Unterkunft Hohsaashütte
Technik L = Leichte Hochtouren
3. Tag · 22.06.2027

Aufstieg zur Mischabelhütte (3.329 m)

Heute darf etwas länger geschlafen werden. Nach dem Frühstück verkürzen wir uns den Aufstieg zu den Mischabelhütten mit der Seilbahnfahrt auf die Hannigalp. Von hier steigen wir über den Wanderweg hinauf zum Schwarzhorngrat und mit leichten stahlseilversicherten Kletterstellen zur 3.329 m hoch gelegenen Mischabelhütte. Der Weg zur Hütte ist bereits ein alpines Erlebnis.

Höhenmeter 990 Hm
Gehzeit 3 - 4 h
Unterkunft Mischabelhütte
Technik Mittelschwere & Schwere Bergwege ROT & SCHWARZ
4. Tag · 23.06.2027

Hochtour aufs Nadelhorn (4.327 m)

Unsere letzte Hochtour führt uns auf das 4.327 m hohe Nadelhorn, den leichtesten Viertausender der imposanten Mischabelgruppe. In der Dunkelheit geht es zunächst über Felsblöcke hinauf zum Schwarzhorn, von wo wir den Hohbalmgletscher queren und zum Windjoch aufsteigen. Je nach Bedingungen wählen wir hier das leichtere Ulrichshorn (3.925 m) oder den Aufstieg über den Firngrat zum Nadelhorn. Kleine Felstürme müssen unterwegs überwunden werden, bis uns ein letzter Felsaufschwung zum Gipfel führt. Abstieg zur Hütte und weiter ins Tal. Verabschiedung am Nachmittag oder Du nimmst an einem unserer Anschlussprogramme zum Matterhorn, Breithorn oder Allalinhorn teil.

Höhenmeter 1.500 Hm 2.180 Hm
Gehzeit 9 - 10 h
Technik WS = wenig schwierige Hochtouren

Gehzeiten, Höhenmeter und Distanzen sind Richtwerte.

Leistungen

Im Preis enthalten 1 · Nicht im Preis 6

Guide

4 Tage Führung und Organisation durch einen Bergführer

3 x ÜN/HP in Berghütte ca. 290,00 CHF* (1. bis 3. Tag)
Seilbahn Saas-Grund – Hohsaas – Bergfahrt ca. 37,00 CHF* (1. Tag)
Seilbahn Hannigalp – Bergfahrt ca. 14,00 CHF* (3. Tag)
Ggf. Taxitransfer ca. 65,00 CHF*
Individuelle Trinkgelder (4. Tag)
Kosten für die An- und Abreise zum Treffpunkt (z. B. Fahrtkosten, Parkgebühren)

*Die genannten Zusatzkosten dienen zur Orientierung und können im Einzelfall abweichen.

AW Plus Paket

In jedem Reisepreis enthalten

Reservierung

Alle Unterkünfte laut Programm reservieren wir für Dich.

Digital und detailliert

Alle Reiseinformationen rufst Du jederzeit online oder per App ab.

Ausrüstungsliste

Detailliert, mit Tipps Deines Guides und Vorteilskonditionen bei unseren Partnern.

Assistance

Im Notfall erreichst Du uns, und wir kümmern uns.

Wo Du übernachtest

3 Nächte
Die Hohsaashütte mit ihrer charakteristischen Glaskuppel steht vor einem schneebedeckten Gletscher im Hochgebirge.
Berghütte 3098 m Walliser Alpen

Hohsaashütte

Hochalpiner Stützpunkt für Walliser Viertausender Die Hohsaashütte liegt auf 3.098 m in den Walliser Alpen der Schweiz und wird vom Schweizer Alpen-Club (SAC) betrieben. Ihr Merkmal ist die Lage unter drei Gipfeln:…

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Blick von der Terrasse der Mischabelhütte über eine geschlossene Wolkendecke zu schneebedeckten Berggipfeln.
Berghütte 3340 m Walliser Alpen

Mischabelhütte

Hochalpiner Stützpunkt in der Mischabelgruppe In der Mischabelgruppe , auch Mischabelkette genannt, liegt auf 3.340 m die Mischabelhütte . Sie steht oberhalb von Saas-Fee in der Verlängerung des Nordostgrats der Lenzsp…

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Die Zuordnung der Unterkünfte kann sich je nach Verfügbarkeit und Wetterlage ändern.

Anreise mit Bahn und Bus #klimafreundlich

Reise umweltfreundlich an und leiste Deinen Beitrag zum Klimaschutz.

1. Mit dem Zug

Zielort

Visp, Bahnhof

2. Mit dem Bus

Zielort

Saas-Almagell, Dorfplatz

3. Weg zum Treffpunkt

100 m

4. Treffpunkt

am 20.06.2027, um 08.00 Uhr

ist im Hotel Mattmarkblick in Saas Almagell.

Talstrasse 129

3905 Saas Almagell

CH

ÖPNV-Buchung bis Saas-Almagell, Dorfplatz

Wo die Reise hingeht

Was Du zur Einreise wissen musst

Schweiz

Einreise

Personalausweis reicht (EU/Schengen)

Bezahlung

Schweizer Franken (CHF)

Gesundheit

Empfohlen: Masern

Schweiz

Interessante Orte rund um Deine Reise

Weitere Informationen

CO₂-Emissionen dieser Reise

77 kg pro Person

9 kg Aktivität
60 kg Unterkunft
8 kg Grundlast
Wir berechnen die Emissionen jeder Reise einzeln.

Bevor Du buchst

Reiserücktritt: Wir empfehlen Dir dringend den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung sowie einer Versicherung zur Deckung der Rückführungskosten bei Unfall oder Krankheit. Bitte prüfe hierfür Deinen Versicherungsschutz. Mit der Reisebestätigung übersenden wir Dir eine entsprechende Möglichkeit diesen Versicherungsschutz herzustellen.

Auslandsreisekrankenversicherung: Ebenso empfehlen wir für unsere Bergreisen den Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung zur Deckung von ausländischen Selbstbehalten.

Mitgliedschaft in einem alpinen Verein: Die Mitgliedschaft in einem alpinen Verein (z. B. Deutscher Alpenverein oder Österreichischer Alpenverein) deckt bereits die Kosten einer eventuellen Hubschrauberrettung ab und wird von uns empfohlen.

Mindestteilnehmerzahl

Diese Reise kann nur ab der angegebenen Mindestteilnehmerzahl durchgeführt werden. Sollte diese 7 Tage vor Antritt der Reise nicht erreicht sein, so kann eine Absage der Veranstaltung durch den Veranstalter erfolgen. Im Falle einer Absage sind wir jedoch bestrebt Dir ein alternatives Angebot zu unterbreiten. Bitte beachte hierzu unsere ergänzenden Hinweise in den Reisebedingungen.

Reiseveranstalter

Alpine Welten Die Bergführer GmbH, Rauher Berg 8, 89180 Berghülen

Mobilitätshinweis

Diese Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet.

Unsere Experten für Reisen in den Alpen & Europa

+49 7344 929144 100

Montag–Freitag: 08.00–12.00 Uhr & 14.00–17.00 Uhr

Individuell oder als geschlossene Gruppe

Du möchtest diese Reise als geschlossene Gruppe oder zu Deinem Wunschtermin machen? Frag die Verfügbarkeit an, wir melden uns mit einem Angebot für Deine Gruppe.

Häufig gestellte Fragen

Wie akklimatisiere ich mich für Hochtouren in den Alpen?

Akklimatisierung für Hochtouren in den Alpen

Höhe kann krank machen. Gerade in den Alpen ist Akklimatisation für Gipfelziele in „großen Höhen“ über 3.000m wichtig um keine gesundheitlichen Schäden davonzutragen, und vor Allem um Spaß an der Hochtour zu haben! Wer eine Expedition plant ist viele Wochen unterwegs und akklimatisiert langsam. Bei einer Wochenendtour in den Alpen sieht es anders aus. Schnell am Samstag ins Auto gesetzt und am nächsten Tag auf den Piz Palü 3.901m und danach wieder nach Hause. Das kann gut gehen. In den meisten Fällen wird man aber keinen Spaß dabei haben. Wir geben hier einige Tipps aus unserer Bergführer Erfahrung mit den unterschiedlichsten Kunden und Strategien.

Häufig werden Höhenprobleme unterdrückt und aus „Scham“ gegenüber dem Bergführer oder den Bergkameraden nicht geäußert. Dies kann auch in den Alpen tödlich enden! Ein Hirnödem HACE ist in den Alpen sehr unwahrscheinlich. Ein Lungenödem HAPE in den Westalpen durchaus häufig anzutreffen! Darum ist die Offenheit mit auftretenden Symptomen überlebenswichtig und fair gegenüber den Bergkameraden. Es ist nicht als Schwäche anzusehen wen man an Höhensymptomatiken leidet das kann jedem passieren! Wenn dann kann man sich „Dummheit“ anlasten wenn man die Akklimatisation vernachlässigt hat.

Unsere 3 Tipps für die Akklimatisierung

  1. ZEIT mitbringen

Der größte Faktor ist der Mangel an Zeit. Wer eine Tour in großen Höhen plant, und davon spricht man bei Touren zwischen 3.000m und 5.500 m sollte sich Zeit für die Vorbereitung nehmen. Häufig ist der Wohnort eher auf Meereshöhe als auf 1.500m und so ist bereits die Schlafhöhe z.B. in Zermatt auf 1.600m eine Art Akklimatisation „light“. Bei vielen Touren wird zu Beginn eine Seilbahn genutzt die häufig auf mehr als 3.500m führt wie am Klein Matterhorn der höchstgelegenen Bergstation Europas mit 3.883m. Hier startet die eigentliche Hochtour und wer hier nicht bereits akklimatisiert ist wird Probleme bekommen. So ist es zwingen nötig im Vorfeld von Hochtouren eine Höhenanpassung durchzuführen, welche mehrere Tage dauert. Die Dauer ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und wird auch nicht maßgeblich vom Traningszustand beeinflusst, sondern von der Reaktion des Körpers auf den Sauerstoffmangel.

  1. Schlafhöhe trainieren (go high - sleep down)

Die meisten Probleme treten nicht während der Tour auf, sondern in der Nacht auf der Hütte wenn die Schlafhöhe zu hoch ist. Bei Hochtouren mit Hütten Übernachtungen über 3.000 Meter sollte man auf jeden Fall im Vorfeld auf über 2.500m übernachten. Idealerweise steigt man noch einige hundert Höhenmeter über die Hütte auf, bevor es dann hinunter auf die eigentliche Schlafhöhe geht. Die Schlafhöhe sollte nicht mehr als 400Hm pro Tag gesteigert werden. Man sollte sich täglich die Frage stellen „Wie war die letzte Nacht“...

  1. Touren und Übernachtungen im Vorfeld

Bei Hochtouren in den Westalpen haben Bergsteiger die 2 – 3 Tage früher anreisen und schon einfache Touren mit einer Höhe von rund 3.000m unternehmen eine wesentlich höhere Gipfelchance als diejenigen die erst am Tag des Tourbeginn anreisen. Häufig sind Höhen über 3.000m in den Gebieten einfach mit Seilbahnen zu erreichen. Dort kann man sich auf Wanderwegen einfach und „entspannt“ in der Höhe aufhalten. Es geht nicht um Traningstouren sondern um den Aufenthalt in der Höhe. Die Hütten Infrastruktur ist so gut in den Alpen dass es dort auch für das Training der

Schlafhöhe genügend Möglichkeiten gibt welche unbedingt genutzt werden sollten.

"Nice to know"

Was sind eigentlich die Symptome oder Krankheitsbilder von Höhenkrankheit?

AMS – Acute Mountain Sickness

Die meisten Bergsteiger haben in Höhen über 3.000m bereits Symptome der AMS gehabt. Dies äußert sich durch Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Schlafstörung. Haupt Symptom sind die Kopfschmerzen die vor Allem nachts und am Morgen von einem leichten Druck bis zum „Kopfplatzen“ variieren. Auslöser ist der geringere Luftdruck in großen Höhen und damit der abnehmende Sauerstoffpartialdruck. Die Beschwerden können bereits über 2.000m auftreten und erscheinen in der Regel nach einigen Stunden Aufenthalt in der Höhe. Die Beschwerden verschwinden innerhalb 2 – 3 Tage vorausgesetzt man setzt sich nicht noch größeren Höhen aus. Das nicht Beachten von AMS kann zum tödlichen Höhenhirnödem HACE führen!

Symptome:

  • Kopfschmerz – von leicht bis Kopfplatzen vor allem nachts und am Morgen.

  • Schwäche – Abnahme der Leistungsfähigkeit, häufige Pausen und Gleichgewichtsstörungen

  • Schlafprobleme – geht bis zur kompletten Schlaflosigkeit

  • Bewusstseinsstörungen – Antriebslosigkeit ,Lethargie und Verwirrtheit

  • Psyche – Stimmungsschwankungen

Abhilfe:

  • Abstieg | der Sauerstoffpartialdruck steigt!

  • Sauerstoffzufuhr

Fehler:

  • Medikamente können Symptome des tödlichen Hirnödem HACE verschleiern

HAPE – Höhenlungenödem

In großen und extremen Höhen entwickelt sich ein Lungenödem häufig nach längerem Aufenthalt in nicht akklimatisierter Exposition. > 1 Tag. Durch raschen Höhenaufstieg und den niedrigen Sauerstoffpartialdruck wird das Ödem hervorgerufen. Es äußert sich durch rasselnden Husten, Schwäche und im Endstadium Fieber. Symptome sind ein starker plötzlicher Leistungsabfall und trockener bis blutiger Husten. Häufig sind auch Erbrechen und eine äußerst geringe Urinmenge pro Tag Anzeichen für das Krankheitsbild. Abhilfe schafft der schnelle Abstieg! Bei nicht Beachtung führt das Lungenödem HAPE zum Tod!

Symptome:

  • Extremer Leistungsabfall

  • Rasselnder Husten (blutig im Endstadium)

  • Fieber

  • Engegefühl im Brustkorb

Abhilfe:

  • Abstieg | der Sauerstoffpartialdruck steigt!

  • Sauerstoffzufuhr

Wie bereite ich mich auf die Hochtour vor?

Vorbereitung und persönliche Lektüre: Zur Vorbereitung in der Theorie empfehlen wir den ALPIN Lehrplan Band 3 Hochtouren Eisklettern (ISBN 978-3405148232). In der Alpine Welten Akademie findet Du viele Tipps zum Thema Hochtouren.