Alpine Welten
Hochtouren Klassiker

Das Berner Dreigestirn Eiger - Mönch - Jungfrau

Die nahmhaftesten Gipfel des Berner Oberlands besteigen

Das Berner Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau auf einen Streich!

In nur drei Tagen haben wir die Möglichkeit, mit dem Mönch (4.107 m) und der Jungfrau (4.158 m) die bekanntesten, und mit dem Eiger (3.967 m) den "berüchtigsten" Gipfel des Berner Oberlands zu besteigen. Die geführte Hochtour findet mitten im Unesco Weltkulturerbe Aletschgletscher statt, und ist mit dem Mittelegigrat auf den Eiger ein absolutes bergsteigerisches Highlight! Es geht über spannende Routen auf die Viertausender-Gipfel. Die Überschreitung des Mönch über den Südwestgrat ist eine gute Einstimmung auf die kommenden hochalpinen Klettertouren in den berner Alpen. Erlebe diese Traumtouren am Seil eines erfahrenen Bergführers und genieße den grandiosen Tiefblick auf Grindelwald und den Aletschgletscher.

Was diese Reise besonders macht

  • Traumgipfel im Berner Oberland
  • Einzelführung
  • Eiger - Mittellegigrat

Dein Vorteil & Deine Sicherheit

Zahlungsziel erst 3 Tage vor Reisebeginn – bei sicherer Durchführung. Buchen ohne Anzahlung.

Das musst Du können

Anforderungen

Schwierigkeit der Reise

Anforderung an Dich

Sehr hohe Alpine Erfahrung

Kondition
Technik
Alpine Erfahrung
Ernsthaftigkeit
Höhenmeter 760 - 1.250 Hm 550 - 1.050 Hm
Gehzeit 5 - 10 h
Anforderungen, Schwierigkeit und Ernsthaftigkeit im Detail

Kondition

4 Sehr gute Kondition

Du meisterst Auf- und Abstiege mit einer Differenz von 1.200 - 1.600 Höhenmetern (Hm) oder einer Gehzeit von 10 Stunden.

Technik für Hochtouren

5 S = schwierige Hochtouren

Kenntnisse im Gehen mit Steigeisen an sehr steilen Hängen mit sehr steilen Passagen werden vorausgesetzt. Kenntnisse in der Spaltenbergungstechnik werden erwartet. Klettertechnische Schwierigkeiten der Route bewegen sich in höheren Graden UIAA und machen das Sichern über Standplatz notwendig. Kenntnisse in der Sicherungstechnik sind erforderlich. Seilfreies Gehen im I. und II. Grad UIAA wird vorausgesetzt. Sehr lange Gratbegehungen erfordern stundenlange Konzentration, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit. Passagen im Fels mit Fixseilsicherung können auch selbstständig ohne Bergführer bewältigt werden.

Ernsthaftigkeit

4 Groß / Herausfordernde alpine Unternehmung

Der Routenverlauf birgt für den Teilnehmer überwiegend große objektive Gefahren, welche, durch natürliche Faktoren, wie z. B. Wetter, Wind, Gewitter, Blitzschlag, Nebel, Temperatur, Steinschlag, Eisschlag, Gletscherspalten und Lawinengefahr beeinflusst werden. Hinzu kommen Höhenprobleme, schlechte Erreichbarkeit, z.B. im Falle einer Rettung. Ungünstige objektive Bedingungen, sowie subjektive Gefahren, wie z.B. mangelnde Erfahrung (Selbstüberschätzung, Leichtsinn, Unkenntnis), Ausrüstungsmängel, mangelnde Vorbereitung, können zu einer Erhöhung des Gefahrenpotentials führen und eine Änderung der Routenführung, oder den Abbruch der Tour notwendig machen.

Durch die Länge & Art der Tour ist ein Rückzug/Abbruch an vielen Stellen nicht möglich, oder nur mit großem Aufwand zu realisieren.

Alpine Erfahrung

5 Sehr hohe Alpine Erfahrung

Du verfügst über umfangreiche Erfahrung aus zahlreichen eigenständigen oder geführten Touren in dieser Sportart. Im Umgang mit alpintechnischen Hilfsmitteln bist Du gut vertraut. Du kannst mögliche alpine Gefahren erkennen und beurteilen.

Fels, Eis & Sicherung
Eiger-Mittellegigrat, Überschreitungen mehrerer Viertausender am Stück, Alpinklettern ab dem VII. Grad, steiles Wasserfalleis, technische Expeditionen wie Ama Dablam, Alpamayo, Denali oder Achttausender
Ski/Board
Skiabfahrt vom Mont Blanc, Steilwandabfahrten über 40°, Freeriden in sehr steilem und exponiertem Gelände
Polar & Arktis
Expeditionen ohne Unterstützung über lange Strecken, zum Beispiel Antarktis-Traversen

Cross-Tipp

Auf diesem Level zählt nur, was Du in genau dieser Disziplin schon eigenständig oder geführt gemacht hast. Ein Achttausender ersetzt keine Erfahrung im steilen Fels, ein schwerer Grat keine Erfahrung in großer Höhe.

Geplanter Reiseablauf

3 Tage
Treffpunkt der Gruppe
Freitag, 09.07.2027, regulär 07.30 Uhr, Grindelwald Grund
Reiseende der Gruppe
Sonntag, 11.07.2027, voraussichtlich 16.00 Uhr, Grindelwald Grund
Routen- und Programmänderungen

In der Natur bestimmen Wetter und Verhältnisse das Programm. Änderungen im Reiseverlauf — etwa Routenanpassungen, das Auslassen von Etappen, eine Verlegung des Tourengebiets oder der Verzicht auf einen geplanten Gipfelerfolg — können jederzeit notwendig werden. Unsere Bergführer setzen alles daran, das geplante Programm umzusetzen. Eine Garantie auf den angegebenen Ablauf können wir Dir jedoch nicht geben. Deine Sicherheit und ein besonderes Natur- und Bergerlebnis stehen für uns immer an erster Stelle. Danke für Dein Verständnis.

1. Tag · 09.07.2027

Auffahrt Jungfraujoch und Überschreitung des Mönch (4.107 m)

Unser Treffpunkt am frühen Morgen ist der Bahnhof der Jungfraubahn in Grindelwald-Grund, von hier fahren wir gemeinsam mit der historischen Jungfraubahn durch Eiger und Mönch hindurch zum höchsten Bahnhof Europas, dem Jungfraujoch. Allein die Bergfahrt zum "Top of Europe" ist bereits ein Erlebnis. Vom Jungfraujoch marschieren wir auf dem geebneten Weg in Richtung Mönchjochhütte. Bereits kurz nach der Bahn zweigt der Weg nach links zum Südwestgrat ab. Die Kletterei im Fels liegt im II. Schwierigkeitsgrad mit einigen Firnpassagen bis 40° Grad. Die Überschreitung beeindruckt mit einem grandiosen Tiefblick in die Nordwand, und abwechslungsreicher kombinierter Kletterei. Der Abstieg führt über den "Normalweg" hinunter zur Mönchsjochhütte.

Höhenmeter 760 Hm 550 Hm
Gehzeit 5 - 6 h
Unterkunft Mönchsjochhütte
Technik WS = wenig schwierige Hochtouren
2. Tag · 10.07.2027

Über den Rottalsattel auf die Jungfrau (4.158 m)

Wir brechen früh auf und besteigen heute die "vielumworbene" Jungfrau mit 4.158 m Höhe. Noch im Dunkeln überwinden wir den ersten Steilaufschwung in einfacher Felskletterei, um schließlich den meist windigen Rottalsattel (3.885 m) zu erreichen. Ab hier geht es exponiert über die Gipfelflanke bis zum Gipfel, der uns einen sagenhaften Ausblick eröffnet. Der Abstieg erfolgt zurück zum Jungfraujoch. Nach einer Pause am Jungfraujoch nehmen wir die Bahn hinunter zur Station Eismeer. Hier geht es durch einen Tunnel hinunter auf den Gletscher und diesen hinab zum Einstieg am großen Turm. Plattig beginnen die ersten beiden Seillängen (UIAA III, einmal IV), bevor sich das Gelände zurücklegt und man über Geröllbänder die Mittellegihütte erreicht. Direkt am Grat gelegen ist diese Hütte ein absolutes Highlight!

Höhenmeter 1.250 Hm 1.050 Hm
Gehzeit 9 h
Unterkunft Mittellegihütte
Technik WS = wenig schwierige Hochtouren
3. Tag · 11.07.2027

Besteigung des Eiger (3.967 m) über den Mittellegigrat

Mit dem ersten Tageslicht brechen wir an der Mittellegihütte auf. Die Sonne kommt bald auf den Grat, und die Kletterei macht trotzt der Ausgesetztheit Spaß. Immer wieder erleichtern dicke Hanfseile das Klettern am Mittellegigrat und entschärfen die schwierigsten Passagen. So kann der Tiefblick in die Eiger-Nordwand und hinunter auf die tief unten liegenden grünen Matten Grindelwalds immer wieder genossen werden. Nach rund vier Stunden erreichen wir den Gipfelgrat, und wenig später den Gipfel des Eiger. Das Erreichen des Gipfels ist ein besonderer Moment, den wir mit einer Pause genießen. Der Abstieg vom Eiger ist nicht ohne. So geht es in zahlreichen Abseilstellen und Kletterei hinunter zu den Eigerjöchern. Ab hier noch ein Gegenanstieg in einer Querung unter den Mönch, und dann ist bereits die Mönchsjochhütte in Sichtweite. Nach einer Einkehr auf der bekannten Hütte geht es in 45 Minuten zum Jungfraujoch und weiter mit dem Zug ins Tal nach Grindelwald.

Höhenmeter 950 Hm 680 Hm
Gehzeit 8 - 10 h
Technik S = schwierige Hochtouren

Gehzeiten, Höhenmeter und Distanzen sind Richtwerte.

Leistungen

Im Preis enthalten 1 · Nicht im Preis 5

Guide

3 Tage Führung und Organisation durch einen Bergführer

2 x ÜN/HP in Berghütte ca. 160,00 CHF* (1. bis 2. Tag)
Zahnradbahn Jungfraubahn – Bergfahrt ca. 92,00 CHF* (1. Tag)
Zahnradbahn Jungfraubahn – Talfahrt ca. 74,60 CHF* (2. bis 3. Tag)
Individuelle Trinkgelder (3. Tag)
Kosten für die An- und Abreise zum Treffpunkt (z. B. Fahrtkosten, Parkgebühren)

*Die genannten Zusatzkosten dienen zur Orientierung und können im Einzelfall abweichen.

AW Plus Paket

In jedem Reisepreis enthalten

Reservierung

Alle Unterkünfte laut Programm reservieren wir für Dich.

Digital und detailliert

Alle Reiseinformationen rufst Du jederzeit online oder per App ab.

Ausrüstungsliste

Detailliert, mit Tipps Deines Guides und Vorteilskonditionen bei unseren Partnern.

Assistance

Im Notfall erreichst Du uns, und wir kümmern uns.

Wo Du übernachtest

2 Nächte
Bergsteiger-Seilschaft steigt bei Sonnenaufgang durch Gletscherhänge nahe der Mönchsjochhütte in den Berner Alpen auf.
Berghütte 3650 m Berner Alpen

Mönchsjochhütte

SAC-Hütte am Ostgrat des Mönchs auf 3.650 m Oberhalb des Jungfraujochs, am Ostgrat des Mönchs, steht auf 3.650 m die Mönchsjochhütte des Schweizer Alpen-Clubs (SAC). Sie liegt in den Berner Alpen der Schweiz im UNESCO-We…

Unterkunft ansehen
Die Mittellegihütte am Mittellegigrat mit Person auf der Terrasse bei warmem Abendlicht.
Berghütte 3355 m Berner Alpen

Mittellegihütte

SAC-Hütte am Mittellegigrat des Eigers, Berner Alpen Vom Grindelwalder Bergführerverein betreut, liegt die Mittellegihütte auf 3.355 m in den Berner Alpen der Schweiz, über dem Talort Grindelwald. Die Hütte steht auf…

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Die Zuordnung der Unterkünfte kann sich je nach Verfügbarkeit und Wetterlage ändern.

Anreise mit Bahn und Bus #klimafreundlich

Reise umweltfreundlich an und leiste Deinen Beitrag zum Klimaschutz.

1. Mit dem Zug

Zielort

Grindelwald Terminal

2. Weg zum Treffpunkt

100 m

3. Treffpunkt

am 09.07.2027, um 07.30 Uhr

ist im Bistro der Jungfraubahn Grindelwald Terminal in Grindelwald Grund

Grundstrasse 54

3818 Grindelwald Grund

CH

ÖPNV-Buchung bis Grindelwald Terminal

Wo die Reise hingeht

Was Du zur Einreise wissen musst

Schweiz

Einreise

Personalausweis reicht (EU/Schengen)

Bezahlung

Schweizer Franken (CHF)

Gesundheit

Empfohlen: Masern

Schweiz

Interessante Orte rund um Deine Reise

Weitere Informationen

CO₂-Emissionen dieser Reise

52 kg pro Person

6 kg Aktivität
40 kg Unterkunft
6 kg Grundlast
Wir berechnen die Emissionen jeder Reise einzeln.

Bevor Du buchst

Reiserücktritt: Wir empfehlen Dir dringend den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung sowie einer Versicherung zur Deckung der Rückführungskosten bei Unfall oder Krankheit. Bitte prüfe hierfür Deinen Versicherungsschutz. Mit der Reisebestätigung übersenden wir Dir eine entsprechende Möglichkeit diesen Versicherungsschutz herzustellen.

Auslandsreisekrankenversicherung: Ebenso empfehlen wir für unsere Bergreisen den Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung zur Deckung von ausländischen Selbstbehalten.

Mitgliedschaft in einem alpinen Verein: Die Mitgliedschaft in einem alpinen Verein (z. B. Deutscher Alpenverein oder Österreichischer Alpenverein) deckt bereits die Kosten einer eventuellen Hubschrauberrettung ab und wird von uns empfohlen.

Mindestteilnehmerzahl

Diese Reise kann nur ab der angegebenen Mindestteilnehmerzahl durchgeführt werden. Sollte diese 7 Tage vor Antritt der Reise nicht erreicht sein, so kann eine Absage der Veranstaltung durch den Veranstalter erfolgen. Im Falle einer Absage sind wir jedoch bestrebt Dir ein alternatives Angebot zu unterbreiten. Bitte beachte hierzu unsere ergänzenden Hinweise in den Reisebedingungen.

Reiseveranstalter

Alpine Welten Die Bergführer GmbH, Rauher Berg 8, 89180 Berghülen

Mobilitätshinweis

Diese Reise ist für Personen mit eingeschränkter Mobilität nicht geeignet.

Unsere Experten für Reisen in den Alpen & Europa

+49 7344 929144 100

Montag–Freitag: 08.00–12.00 Uhr & 14.00–17.00 Uhr

Individuell oder als geschlossene Gruppe

Du möchtest diese Reise als geschlossene Gruppe oder zu Deinem Wunschtermin machen? Frag die Verfügbarkeit an, wir melden uns mit einem Angebot für Deine Gruppe.

Häufig gestellte Fragen

Wie akklimatisiere ich mich für Hochtouren in den Alpen?

Akklimatisierung für Hochtouren in den Alpen

Höhe kann krank machen. Gerade in den Alpen ist Akklimatisation für Gipfelziele in „großen Höhen“ über 3.000m wichtig um keine gesundheitlichen Schäden davonzutragen, und vor Allem um Spaß an der Hochtour zu haben! Wer eine Expedition plant ist viele Wochen unterwegs und akklimatisiert langsam. Bei einer Wochenendtour in den Alpen sieht es anders aus. Schnell am Samstag ins Auto gesetzt und am nächsten Tag auf den Piz Palü 3.901m und danach wieder nach Hause. Das kann gut gehen. In den meisten Fällen wird man aber keinen Spaß dabei haben. Wir geben hier einige Tipps aus unserer Bergführer Erfahrung mit den unterschiedlichsten Kunden und Strategien.

Häufig werden Höhenprobleme unterdrückt und aus „Scham“ gegenüber dem Bergführer oder den Bergkameraden nicht geäußert. Dies kann auch in den Alpen tödlich enden! Ein Hirnödem HACE ist in den Alpen sehr unwahrscheinlich. Ein Lungenödem HAPE in den Westalpen durchaus häufig anzutreffen! Darum ist die Offenheit mit auftretenden Symptomen überlebenswichtig und fair gegenüber den Bergkameraden. Es ist nicht als Schwäche anzusehen wen man an Höhensymptomatiken leidet das kann jedem passieren! Wenn dann kann man sich „Dummheit“ anlasten wenn man die Akklimatisation vernachlässigt hat.

Unsere 3 Tipps für die Akklimatisierung

  1. ZEIT mitbringen

Der größte Faktor ist der Mangel an Zeit. Wer eine Tour in großen Höhen plant, und davon spricht man bei Touren zwischen 3.000m und 5.500 m sollte sich Zeit für die Vorbereitung nehmen. Häufig ist der Wohnort eher auf Meereshöhe als auf 1.500m und so ist bereits die Schlafhöhe z.B. in Zermatt auf 1.600m eine Art Akklimatisation „light“. Bei vielen Touren wird zu Beginn eine Seilbahn genutzt die häufig auf mehr als 3.500m führt wie am Klein Matterhorn der höchstgelegenen Bergstation Europas mit 3.883m. Hier startet die eigentliche Hochtour und wer hier nicht bereits akklimatisiert ist wird Probleme bekommen. So ist es zwingen nötig im Vorfeld von Hochtouren eine Höhenanpassung durchzuführen, welche mehrere Tage dauert. Die Dauer ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und wird auch nicht maßgeblich vom Traningszustand beeinflusst, sondern von der Reaktion des Körpers auf den Sauerstoffmangel.

  1. Schlafhöhe trainieren (go high - sleep down)

Die meisten Probleme treten nicht während der Tour auf, sondern in der Nacht auf der Hütte wenn die Schlafhöhe zu hoch ist. Bei Hochtouren mit Hütten Übernachtungen über 3.000 Meter sollte man auf jeden Fall im Vorfeld auf über 2.500m übernachten. Idealerweise steigt man noch einige hundert Höhenmeter über die Hütte auf, bevor es dann hinunter auf die eigentliche Schlafhöhe geht. Die Schlafhöhe sollte nicht mehr als 400Hm pro Tag gesteigert werden. Man sollte sich täglich die Frage stellen „Wie war die letzte Nacht“...

  1. Touren und Übernachtungen im Vorfeld

Bei Hochtouren in den Westalpen haben Bergsteiger die 2 – 3 Tage früher anreisen und schon einfache Touren mit einer Höhe von rund 3.000m unternehmen eine wesentlich höhere Gipfelchance als diejenigen die erst am Tag des Tourbeginn anreisen. Häufig sind Höhen über 3.000m in den Gebieten einfach mit Seilbahnen zu erreichen. Dort kann man sich auf Wanderwegen einfach und „entspannt“ in der Höhe aufhalten. Es geht nicht um Traningstouren sondern um den Aufenthalt in der Höhe. Die Hütten Infrastruktur ist so gut in den Alpen dass es dort auch für das Training der

Schlafhöhe genügend Möglichkeiten gibt welche unbedingt genutzt werden sollten.

"Nice to know"

Was sind eigentlich die Symptome oder Krankheitsbilder von Höhenkrankheit?

AMS – Acute Mountain Sickness

Die meisten Bergsteiger haben in Höhen über 3.000m bereits Symptome der AMS gehabt. Dies äußert sich durch Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Schlafstörung. Haupt Symptom sind die Kopfschmerzen die vor Allem nachts und am Morgen von einem leichten Druck bis zum „Kopfplatzen“ variieren. Auslöser ist der geringere Luftdruck in großen Höhen und damit der abnehmende Sauerstoffpartialdruck. Die Beschwerden können bereits über 2.000m auftreten und erscheinen in der Regel nach einigen Stunden Aufenthalt in der Höhe. Die Beschwerden verschwinden innerhalb 2 – 3 Tage vorausgesetzt man setzt sich nicht noch größeren Höhen aus. Das nicht Beachten von AMS kann zum tödlichen Höhenhirnödem HACE führen!

Symptome:

  • Kopfschmerz – von leicht bis Kopfplatzen vor allem nachts und am Morgen.

  • Schwäche – Abnahme der Leistungsfähigkeit, häufige Pausen und Gleichgewichtsstörungen

  • Schlafprobleme – geht bis zur kompletten Schlaflosigkeit

  • Bewusstseinsstörungen – Antriebslosigkeit ,Lethargie und Verwirrtheit

  • Psyche – Stimmungsschwankungen

Abhilfe:

  • Abstieg | der Sauerstoffpartialdruck steigt!

  • Sauerstoffzufuhr

Fehler:

  • Medikamente können Symptome des tödlichen Hirnödem HACE verschleiern

HAPE – Höhenlungenödem

In großen und extremen Höhen entwickelt sich ein Lungenödem häufig nach längerem Aufenthalt in nicht akklimatisierter Exposition. > 1 Tag. Durch raschen Höhenaufstieg und den niedrigen Sauerstoffpartialdruck wird das Ödem hervorgerufen. Es äußert sich durch rasselnden Husten, Schwäche und im Endstadium Fieber. Symptome sind ein starker plötzlicher Leistungsabfall und trockener bis blutiger Husten. Häufig sind auch Erbrechen und eine äußerst geringe Urinmenge pro Tag Anzeichen für das Krankheitsbild. Abhilfe schafft der schnelle Abstieg! Bei nicht Beachtung führt das Lungenödem HAPE zum Tod!

Symptome:

  • Extremer Leistungsabfall

  • Rasselnder Husten (blutig im Endstadium)

  • Fieber

  • Engegefühl im Brustkorb

Abhilfe:

  • Abstieg | der Sauerstoffpartialdruck steigt!

  • Sauerstoffzufuhr

Benötige ich eigene Ausrüstung bzw. kann ich meine eigene Bergsportausrüstung mitbringen?
Wie bereite ich mich auf die Hochtour vor?

Vorbereitung und persönliche Lektüre: Zur Vorbereitung in der Theorie empfehlen wir den ALPIN Lehrplan Band 3 Hochtouren Eisklettern (ISBN 978-3405148232). In der Alpine Welten Akademie findet Du viele Tipps zum Thema Hochtouren.

Wo kann ich in Grindelwald mein Auto parken?

Das Auto kann am großen Parkplatz des Terminals in Grindelwald Grund geparkt werden, Kosten pro Tag CHF 29,- (Stand 2025)