Kanada erstreckt sich vom Atlantik bis zum Pazifik und reicht im Norden bis an den Arktischen Ozean. Mit nahezu zehn Millionen Quadratkilometern ist es nach Russland das zweitgrößte Land der Erde. Gewaltige Gebirge, endlose Wälder, unzählige Seen und die eisgeprägten Landschaften der Arktis machen Kanada zu einem der vielfältigsten Naturräume unseres Planeten. Im Westen ziehen sich die Rocky Mountains und die Coast Mountains über Tausende Kilometer entlang der Pazifikküste. Gewaltige Gletscher, türkisfarbene Bergseen und schneebedeckte Gipfel bestimmen das Landschaftsbild. Mit dem Mount Logan (5.959 m) erhebt sich hier der höchste Berg Kanadas. Im äußersten Norden gehen Tundra, Gletscher und Packeis in die Inselwelt der kanadischen Arktis über – die Heimat von Eisbären, Moschusochsen und Narwalen.
Kanada zählt rund 41 Millionen Einwohner und ist eine parlamentarische Demokratie sowie konstitutionelle Monarchie mit der Hauptstadt Ottawa. Englisch und Französisch sind die beiden Amtssprachen des Landes und spiegeln die britischen und französischen Wurzeln Kanadas wider. Die First Nations, Inuit und Métis besiedeln das Land seit Jahrtausenden und prägen seine Kultur bis heute. Für viele indigene Gemeinschaften besitzen Berge, Flüsse und Wälder eine tiefe spirituelle Bedeutung und sind eng mit ihren Traditionen und Geschichten verbunden. Mit dem Bau der transkontinentalen Eisenbahn wurde die gewaltige Bergwelt der Rocky Mountains Ende des 19. Jahrhunderts erstmals für Reisende erschlossen. Die Gründung des Banff-Nationalparks im Jahr 1885 markierte zugleich den Beginn des organisierten Bergtourismus in Kanada und machte die Rockies zu einem der bedeutendsten Berg- und Wandergebiete Nordamerikas.