Alpine Welten
Nationalpark

Nationalpark Vanoise

🇮🇹
45.396, 6.892 Italien
Rutor-Gruppe
Highlight:
Der Nationalpark Vanoise erstreckt sich über 535 km² im Vanoise-Massiv zwischen Tarentaise und Maurienne. Gemeinsam mit dem italienischen Nationalpark Gran Paradiso bildet er mit 1.250 km² das größte Schutzgebiet der Westalpen. Der 1963 gegründete Park schützt über 2.100 Steinböcke und 107 Dreitausender.

Erster französischer Nationalpark

Das Schutzgebiet liegt zwischen den Tälern der Isère im Norden und der Arc im Süden und grenzt über 14 Kilometer an die italienische Grenze. Der Park entstand vor allem zum Schutz des Steinbocks, der hier fast ausgestortet war und vom benachbarten Gran Paradiso wieder einwanderte.

Mit der Grande Casse als höchstem Gipfel auf 3.855 m durchziehen 107 Dreitausender das hochalpine Gelände. Weitläufige Pastoraltäler ermöglichen den Zugang zu den verschiedenen Pässen und Gletscherregionen. Neben Steinbock und etwa 6.000 Chamois leben hier Murmeltiere, Steinadler und der wieder angesiedelte Gypaetus barbatus. Der GR 5 und der Tour des Glaciers de la Vanoise führen durch das Gebiet.

Gut zu wissen:

1970 verhinderte eine Bürgerinitiative den Bau einer Skistation auf dem Chavière-Gletscher im Parkgebiet – ein Meilenstein für den Naturschutz in den französischen Alpen.

Bekannte Ziele in der Rutor-Gruppe

Sattel 3.152 m

Colle di Percià

Der Colle di Percià liegt auf 3.152 m in der Rutor-Gruppe an der italienisch-französischen Grenze. Der Pass bildet einen wichtigen Übergang bei Skidurchquerungen zwischen Mont Blanc und Gran Paradiso. Das abwechslungsreiche Gelände bietet ideale Bedingungen für anspruchsvolle Skitouren.

Gipfel 3.337 m

Becca La Traversière

Die Becca La Traversière erhebt sich als 3.337 m hoher Grenzgipfel zwischen Italien und Frankreich in der Rutor-Gruppe. Der pyramidenförmige Berg bildet den Knotenpunkt dreier Täler: Valgrisenche, Val di Rhêmes und Tarentaise. Zwei Gletscher umgeben die Flanken des markanten Dreitausenders.

Gipfel 2.583 m

Tour Ronde

Die Tour Ronde erhebt sich auf 2.583 m im Mont-Blanc-Massiv an der italienisch-französischen Grenze. Der Gipfel wird über den technischen Südostgrat in Blockkleterei II erreicht. Eine Madonna-Kapelle markiert den Gipfelbereich mit Ausblick auf den Peuterey-Grat.

Sattel 1.951 m

Colle San Carlo

Der Colle San Carlo liegt auf 1.951 m in den Grajischen Alpen nahe der französisch-italienischen Grenze. Der Pass verbindet das Aostatal mit der Region um La Thuile und gilt als eine der härtesten Radsportanstiege im Alpenraum.

See 2.066 m

Lago d'Arpy

Der Lago d'Arpy liegt auf 2.066 m im Vallone d'Arpy zwischen Mont Charvet und Becca Pouegnenta. Der Gletschersee entstand durch die Erosion eines eiszeitlichen Gletschers. Vom Colle San Carlo führt ein 45-minütiger Zustieg zum See.

Sattel 2.612 m

Colle del Nivolet

Der Colle del Nivolet liegt auf 2.612 m zwischen dem Piemont und dem Aostatal in den Grajischen Alpen. Der Pass bildet die Wasserscheide zwischen dem Orco-Tal und dem Valsavarenche innerhalb des Gran-Paradiso-Nationalparks. Eine Asphaltstraße führt von Ceresole Reale durch eine hochalpine Landschaft mit Bergseen zum Pass.

See 2.526 m

Laghi del Nivolet

Die Laghi del Nivolet liegen auf 2.526 m am gleichnamigen Pass in den Grajischen Alpen. Die Seengruppe befindet sich im Nationalpark Gran Paradiso an der Grenze zwischen Valle dell'Orco und Valsavarenche. Der Pass ist nur von Süden über eine Bergstraße erreichbar.

Sonstige

La Thuile

La Thuile liegt im gleichnamigen Seitental des Aostatals an der Grenze zu Frankreich. Der Ort ist über den Kleinen Sankt Bernhard mit dem französischen La Rosière verbunden. Das Skigebiet Espace San Bernardo umfasst 160 km Pisten.

Dorf

Derby

Derby ist eine Fraktion der Gemeinde La Salle im Aostatal. Der Ort beherbergt eine romanische Kirche aus dem 10. Jahrhundert und mehrere mittelalterliche Burgruinen. Eine neolithische Grabstätte zeugt von der jahrtausendealten Besiedlung.

Gipfel 3.387 m

Granta Parey

Die Granta Parey erhebt sich auf 3.387 m in den Grajischen Alpen nahe der französischen Grenze. Der aus hellem Kalkstein aufgebaute Gipfel gilt als Wahrzeichen der Val di Rhêmes. Die Erstbesteigung erfolgte 1863 über den Nordwestgrat.

See 2.278 m

Lago Serrù

Der Lago Serrù liegt auf 2.278 m im Piemont unweit des Colle del Nivolet. Der künstliche Stausee befindet sich im Nationalpark Gran Paradiso. Ausgangspunkt für Hochtouren auf Grande Aiguille Rousse und weitere Dreitausender.

Seilbahn

Brévières

Brévières liegt auf 1.550 m als tiefster Punkt des Skigebiets Tignes in den französischen Alpen. Das traditionelle Bergdorf bildet den Ausgangspunkt für das weitläufige Espace Killy-Skigebiet. Eine Gondelbahn verbindet den Ort mit den höher gelegenen Teilen von Tignes.

Berghütten in der Rutor-Gruppe

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