SAC-Hütte über dem Gornergletscher in den Walliser Alpen
Am nordwestlichen Fuß des Monte-Rosa-Massivs, auf dem Felsplateau „Plattje“ in 2.883 m Höhe, liegt die Monte Rosa Hütte der Sektion Monte Rosa des Schweizer Alpen-Clubs (SAC). Unterhalb breitet sich der Gornergletscher aus, nach Westen geht der Blick zum Matterhorn. Der Neubau „Bergkristall“ hat fünf Geschosse in Holzbauweise mit Aluminiumhülle. Er ist digital geplant und ruht auf einem achteckigen Stahlbetonsockel von 16 m Durchmesser.
Wir übernachten hier auf Skitouren und Hochtouren, darunter die „4.000er Skitouren-Woche Monte RosaDufourspitze“ und die Tour „Die großen 4.000er im Wallis“. Gipfelziele ab der Hütte sind Dufourspitze (4.634 m), Nordend (4.609 m), Signalkuppe, Jägerhorn, Liskamm, Castor, Pollux und Cima di Jazzi.
Übernachten auf der Monte Rosa Hütte
Die Hütte hat 120 Schlafplätze und Duschen. Eine Photovoltaikanlage an der Südfassade mit 16 kWp deckt dank Batterien 90 Prozent des Energiebedarfs. Für Schlechtwetterperioden gibt es ein Blockheizkraftwerk mit Rapsöl und Diesel. In der unbewarteten Zeit hat der Winterraum 12 Schlafgelegenheiten.
Zustieg zur Monte Rosa Hütte
Talort ist Zermatt. Von der Station Rotenboden der Gornergratbahn sind es 3 bis 4 Stunden und 540 Hm zur Hütte. Die weiß-blau-weiß markierte Alpine Route quert den Gornergletscher, dafür sind Steigeisen und Seil nötig. Ab- und Aufstieg führen über steile Moränen und Felsen. Ortsunkundigen und unerfahrenen Bergsteigern wird der Weg nur mit Bergführer empfohlen. Im Winter sind es vom Stockhorn, das per Skilift erreichbar ist, mit Skiern etwa anderthalb Stunden. Übergänge führen über das Lisjoch zur Gnifetti-Hütte und über den Adlerpass zur Britanniahütte (3.030 m).
Gut zu wissen:
1894 und 1895 errichtete das Central-Comité des SAC die Hütte „Bétemps“ mit 25 Plätzen, benannt nach der Familie, die den Bau finanzierte. Seit der Schenkung an die Sektion Monte Rosa 1929 trägt sie ihren heutigen Namen. Der Neubau entstand 2008 bis 2009 zum 150-Jahre-Jubiläum der ETH Zürich als „Berghütte der Zukunft“, rund 100 Meter oberhalb der alten Hütte. Die alte Hütte wurde am 14. Juli 2011 gesprengt.