SAC-Hütte im Mischabel oberhalb von St. Niklaus
Im Mischabel der Walliser Alpen, oberhalb von St. Niklaus, liegt auf 2.886 m die Bordierhütte. Betrieben wird sie von der Sektion Genf des Schweizer Alpen-Clubs (SAC). Für Hochtouren in der Balfringruppe und am Nadelgrat ist die Schutzhütte der zentrale Ausgangspunkt. Zu den Zielen von der Hütte aus zählen das Nadelhorn (4.327 m) und der Balfrin (3.796 m).
Weitere Viertausender sind das Stecknadelhorn (4.240 m), das Hohberghorn (4.218 m) und das Dürrenhorn (4.035 m). Ebenfalls Ziel von der Hütte aus ist das Ulrichshorn (3.925 m). Hausberg ist das Klein Bigerhorn (3.182 m). Auf das Gross Bigerhorn (3.626 m) geht es weglos. Färichhorn (3.292 m), Platthorn (3.246 m) und Gabelhorn (3.136 m) ergänzen die Gipfelziele.
Übernachten auf der Bordierhütte
Die Hütte hat 44 Schlafplätze und ist in den Sommermonaten bewartet. Außerhalb der bewarteten Zeit stehen Küche, Essraum und Schlafräume zur Verfügung.
Zustieg zur Bordierhütte
Talort ist Gasenried. Von dort sind es etwa 4 bis 4½ Stunden und 1.260 Hm zur Hütte. Der Zustieg hat die Schwierigkeit T3, ist also anspruchsvolles Bergwandern. Entlang der «Wasserleita» Nieschwasser führt der Weg vorbei an der Kapelle Schalbetten und durch den Riederwald nach Alpja (2.099 m).
Bei etwa 2.300 m wechselt der neue Hüttenweg von der orografisch linken auf die orografisch rechte Seite des Riedgletschers. Im oberen Teil helfen zwei kleinere Leitern über eine Felsstufe.
Gut zu wissen:
Ihren Namen verdankt die Hütte dem Genfer Bankier Pierre Bordier. Er unterstützte 1927 den Bau, damals mit 52 Schlafplätzen. Bis Juni 2023 wurde der Riedgletscher beim Zustieg auf 2.707 m flach überquert, markiert mit Stangen. Erst der starke Rückgang des Gletschers machte den neuen Hüttenweg möglich, der im Sommer 2023 eingeweiht wurde.