Stützpunkt unter dem Hohen Riffler im Verwall
Auf 2.408 m, auf dem oberen Kapplerboden im östlichen, Tiroler Teil der Verwallgruppe, liegt die Edmund-Graf-Hütte. Betrieben wird sie von der Sektion Touristenklub Innsbruck des Österreichischen Alpenvereins. Die Hütte ist Ausgangspunkt für den Hohen Riffler (3.168 m), den höchsten Berg der Verwallgruppe. Zu seinem Südgipfel sind es 2 Stunden über den Normalweg.
Auf der sechstägigen „Verwallrunde“ durch die Verwallgruppe übernachten wir hier. Weitere Gipfelziele sind das Blankahorn (3.129 m) über die Blankascharte und den Ostgrat im II. Schwierigkeitsgrad, die Kapplerjochspitze (2.835 m) und der Welskogel (2.887 m), jeweils in 2½ Stunden.
Übernachten auf der Edmund-Graf-Hütte
Bewirtschaftet ist die Hütte nur im Sommer. 1972/1973 wurde sie bedeutend erweitert. In den Jahren 1991 und 1992 folgten eine größere Küche und renovierte sanitäre Anlagen.
Zustieg zur Edmund-Graf-Hütte
Von Pettneu am Arlberg sind es durch das Malfontal 3 Stunden zur Hütte. Aus Kappl führt der Weg über das Kappler Joch (2.672 m) in 5 Stunden herauf, über die Schmalzgrubenscharte (2.697 m) in 5½ Stunden. Mit der Dias-Bergbahn (Bergstation auf 1.830 m) wird der Weg kürzer. Zeitweise fährt auch der Alblitt-Lift bis auf 2.300 m.
Der Übergang zur Niederelbehütte (2.310 m) über den Rifflerweg, die Schmalzgrubenscharte und den Kieler Weg dauert 4½ Stunden. Pettneu ist über die Arlberg Schnellstraße erreichbar, Kappl über die L 188, beide mit öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem Auto.
Gut zu wissen:
1884 erwarb die Sektion Touristenklub Innsbruck des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins den Grund, ein Jahr später war der Bau abgeschlossen. 40 Jahre danach wurde die Hütte aufgestockt. Ihren Namen trägt sie nach Edmund Graf, dem Vizepräsidenten der Sektion, der ein Jahr nach der Eröffnung in den Sarntaler Alpen tödlich verunglückte.