DAV-Schutzhütte im Windachtal der Stubaier Alpen
Auf 2.710 m liegt die Siegerlandhütte im Talschluss des Windachtals, östlich von Sölden im Ötztal in Österreich. Die Schutzhütte der Sektion Siegerland des Deutschen Alpenvereins (DAV) steht unmittelbar am Fuß einiger Dreitausender der Stubaier Alpen. Durch die abgeschiedene Lage und die relativ weiten Wege blieb sie bis heute von den Begleiterscheinungen des Massentourismus verschont.
Auf der „Alpenüberquerung von Garmisch nach Meran“ übernachten wir hier. Von der Hütte sind es 4 Stunden auf das Zuckerhütl (3.505 m) und 2¾ Stunden auf die Sonklarspitze (3.444 m).
Übernachten auf der Siegerlandhütte
Die Hütte hat 49 Schlafplätze, 28 in Zimmerlagern und 21 im Matratzenlager. Dazu kommen eine Etagendusche, eine Gaststube für etwa 50 Personen und ein Seminarraum. Strom liefern eine Wasserturbine mit rund 6 kW Leistung und seit 2023 eine Photovoltaikanlage. Ganzjährig offen ist der Winterraum im Nebengebäude von 2008, mit Essraum und sechs Schlafplätzen.
Zustieg zur Siegerlandhütte
Von Sölden im Ötztal sind es 5 bis 6 Stunden zur Hütte. Vom Parkplatz am Gasthof Fiegl im Windachtal führt der Weg in 210 Minuten über 1.100 Hm herauf. Aus Südtirol kommt man von Moos in Passeier (Schönau) in 4 Stunden.
Der Übergang zur Hildesheimer Hütte über das Gamsplatzl dauert 3 Stunden. Zum Becherhaus führen Gletschertouren in 5½ Stunden. Der Weg über den Pfaffensattel zur Sulzenauhütte ist nur für Geübte. Weitere Übergänge verbinden die Hütte mit der Hochstubaihütte, der Müllerhütte, der Fieglhütte, der Schneeberghütte und dem Brunnenkogelhaus.
Gut zu wissen:
Die erste Hütte der Sektion war die Marburg-Siegener Hütte in den Sarntaler Alpen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie von Italien beschlagnahmt. Der Neubau im hinteren Windachtal entstand in den Sommern 1928 und 1929. Nach dem Zweiten Weltkrieg verwaltete der Österreichische Alpenverein die Hütte treuhänderisch bis zur Rückgabe 1956. Heute trägt sie das Umweltgütesiegel für nachhaltigen Hüttenbetrieb.