Alpine Welten
Berghütte DAV Sektion Hildesheim

Hildesheimerhütte

2.899m 🇦🇹
46.966, 11.119 Österreich
Betten: 70
Winter Sommer
Mehrbettzimmer Matratzenlager Waschmöglichkeit Duschmöglichkeit Trockenraum Vegetarische Speisen Handyempfang W-LAN Sauna Unterrichtsraum Kletterhalle
Euro Barzahlung Kartenzahlung
Talort: Sölden

Schutzhütte am Übergang vom Ötztal ins Stubaital

Auf 2.899 m, in den Stubaier Alpen in Österreich, liegt die Hildesheimerhütte. Betrieben wird die Schutzhütte der Kategorie I von der Sektion Hildesheim des Deutschen Alpenvereins (DAV). Sie steht am Übergang vom Ötztal ins Stubaital und ist Ausgangspunkt für sechs Gipfel zwischen 3.129 m und 3.507 m, darunter das Zuckerhütl und die Schaufelspitze.

Je 3 Stunden dauern die Wege auf das Zuckerhütl (3.507 m), den Wilden Pfaff (3.456 m) und die Stubaier Wildspitze (3.341 m). In 1½ Stunden erreichbar sind der Schußgrubenkogel (3.211 m) und die Schaufelspitze (3.333 m), der Gaiskogel (3.129 m) in 2½ Stunden. Nahe der Hütte verläuft der Klettersteig Falkengrat.

Übernachten auf der Hildesheimerhütte

Die Hütte hat 70 Schlafplätze: 24 im Zimmerlager und 46 im Matratzenlager. Wenige Meter daneben gibt es einen Winterraum mit 8 Plätzen. Eine Photovoltaikanlage liefert den Strom. Außerdem verfügt die Hütte über eine erneuerte Wasserversorgung und eine Abwasseraufbereitung.

Zustieg zur Hildesheimerhütte

Talort ist Sölden. Von Fiegl's Gasthaus führt der Weg durch das Windachtal und an der Flanke des Schußgrubenkogels in 3½ Stunden zur Hildesheimerhütte. Ab Gaispillen ist ein Gepäcktransport möglich. Aus dem Stubaital sind es mit der Gletscherbahn 1½ Stunden.

Der Übergang zur Dresdner Hütte über das Bildstöckljoch dauert 2½ Stunden. Zur Hochstubaihütte über die Warenkarscharte, zur Siegerlandhütte über das Gamsplatzl und zur Müllerhütte über den Wilden Pfaff sind es je 3½ Stunden, zur Sulzenauhütte über das Pfaffenjoch 4 Stunden.

Gut zu wissen:

Am 28. Juli 1896 wurde die Hildesheimerhütte mit 14 Schlafplätzen eingeweiht. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten die Alliierten die Hütte, 1958 erhielt die Sektion Hildesheim sie offiziell zurück. Aus der Erbauungszeit stammt die Gaststube mit Pilastergetäfel, Flachschnitzereien und Balkendecke. Seit 2019 ist die Hütte denkmalgeschützt, im selben Jahr kam ein zweigeschoßiger Neubau über dem Gastraum hinzu.

Hütten in der Umgebung

Ziele in der Region

Dorf 1.569 m

Gries

Gries liegt auf 1.569 m im Sulztal, einem Seitental des Ötztals in den Stubaier Alpen. Das Bergdorf dient als Ausgangspunkt für Skitouren zur Amberger Hütte und Wanderungen zur Freihut. Die Kaplaneikirche Maria Hilf aus dem Jahr 1655 beherbergte im Zweiten Weltkrieg das originale Cranach-Gemälde aus dem Innsbrucker Dom.

Gipfel 3.235 m

Hoher Seeblaskogel

Der Hohe Seeblaskogel erhebt sich auf 3.235 m zwischen Winnebachjoch und Bachfallenscharte in den Stubaier Alpen. Das eigenständige Bergmassiv liegt zwischen drei Gletschern und bietet ausgesetzte Kletterei am Ostgrat. Der Berg beherrscht das gesamte Sellraintal mit weitreichender Gipfelaussicht.

Dorf 2.017 m

Kühtai

Das Kühtai liegt auf 2.017 m am Kühtaisattel zwischen Nedertal und Sellraintal in den Stubaier Alpen. Der Ort zählt zu den höchstgelegenen Wintersportorten Österreichs. Erreichbar über die Sellraintalstraße aus dem Inntal oder die Kühtaistraße aus dem Ötztal.

Gipfel 3.182 m

Winnebacher Weißkogel

Der Winnebacher Weißkogel erhebt sich auf 3.182 m in den Stubaier Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der Berg gilt als klassischer Skitourengipfel mit moderatem technischem Anspruch. Vom Winnebachjoch führt der heutige Normalweg über den Südostkamm im Schwierigkeitsgrad I zum Gipfel.

Gipfel 3.348 m

Windacher Daunkogel

Der Windacher Daunkogel erhebt sich auf 3.348 m in den Stubaier Alpen an der österreichisch-italienischen Grenze. Der vollständig vergletscherte Berg liegt im Gebiet Hochstubai zwischen Sulztalferner, Warenkarferner und Wütenkarferner. Der Normalweg führt von der Hochstubaihütte über den Wütenkarferner zur Warenkarscharte und den Südwestgrat.

Gipfel 2.875 m

Lampsenspitze

Die Lampsenspitze erhebt sich mit 2.875 m in den nördlichen Stubaier Alpen über dem Sellrain. Der Gipfel gilt als beliebter Skitourenberg mit relativ lawinensicherer Route von Praxmar. Ein Tourenlehrpfad informiert über Tourenplanung und Lawineneinschätzung.

Gipfel 2.631 m

Egesengrat

Der Egesengrat erhebt sich auf 2.631 m in den Stubaier Alpen nahe dem Stubaier Gletscher. Der aussichtsreiche Gipfel ist Endpunkt des anspruchsvollen Fernau Klettersteigs. Vom Gipfel überblickt man das gesamte Stubaier Gletschergebiet.

Gipfel 3.474 m

Ruderhofspitze

Die Ruderhofspitze erhebt sich mit 3.474 m als vierthöchster Berg der Stubaier Alpen. Der dominante Gipfel zählt zu den meistbegangenen Bergen des Stubai und sendet nach Osten den fast zwei Kilometer langen Grawawand-Grat aus.

Sattel 2.846 m

Windachscharte

Die Windachscharte liegt auf 2.846 m an der österreichisch-italienischen Grenze in den Stubaier Alpen. Der Pass verbindet das steinige Windachtal mit der grünen Südalpenseite und markiert den Übergang nach Südtirol. Historisch diente die Scharte als Schmugglerpfad bei Alpenüberquerungen.

Sattel 2.650 m

Schneebergscharte

Die Schneebergscharte liegt auf 2.650 m zwischen Ridnauntal und Passeiertal. Der Pass verbindet als historischer Übergang die österreichischen Stubaier Alpen mit Südtirol. Das historische Bergbaugebiet Schneeberg mit seinen Stollen und Bergwerksrelikten prägt die Umgebung.

Stadt 937 m

Fulpmes

Fulpmes liegt auf 937 m im mittleren Stubaital und bildet das Zentrum der traditionellen Stubaier Werkzeugindustrie. Der Marktort dient als strategischer Ausgangspunkt für Klettersteige und Skitouren in den Stubaier Alpen. Von hier erschließt die Schlick2000-Gondel das gleichnamige Skigebiet mit alpinen Übungsanlagen.

Sonstige

Stubaier Gletscher

Der Stubaier Gletscher erstreckt sich zwischen 1.695 m und 3.170 m Höhe in den Stubaier Alpen nordöstlich der Stubaier Wildspitze. Das Gletscherskigebiet umfasst fünf Gletscher: Daunferner, Eisjochferner, Gaiskarferner, Fernauferner und Windachferner. Von Oktober bis Juni gilt das Gebiet als schneesicher.