Hochgebirgshütte unter der Aiguille du Midi
Oberhalb von Chamonix, auf einer Eis- und Felskuppe nördlich des Col du Midi (3.532 m), steht auf 3.613 m das Refuge des Cosmiques. Betrieben wird die Hütte von der Compagnie des Guides de Chamonix, dem Bergführerverein des Tals. Nach Westen fallen Fels- und Eiswände rund 800 Meter zum Glacier des Bossons ab. Nach Osten zieht das Vallée Blanche zum Glacier du Tacul und zum Mer de Glace.
Auf Hochtouren wie „Gut vorbereitet auf den Mont Blanc“ und „Mont Blanc Überschreitung und rassige Grate“ übernachten wir hier. Bergsteiger kennen die Hütte auch als Cosmique Hütte, Cosmiques Hütte oder Cosmic Hütte, auf Englisch Cosmiques Hut. Vom Gastraum geht der Blick auf den Mont Blanc du Tacul.
Übernachten auf dem Refuge des Cosmiques
Das Refuge des Cosmiques hat 148 Schlafplätze. Es gibt Waschräume, aber wegen der Wasserknappheit keine Duschen. In den Zimmern stehen Regale bereit, für die Schuhe gibt es Trockenräume. Bewirtschaftet ist die Hütte von Mitte Februar bis Mitte Oktober. Außerhalb dieser Zeit ist die nahe Simond-Hütte (Abri Simond) unverschlossen. Sie hat weder Kochgelegenheit noch Heizung noch Wasser.
Zustieg zum Refuge des Cosmiques
Von Chamonix fährt die Seilbahn auf die Aiguille du Midi. Von der Bergstation sind es 30 bis 45 Minuten zur Hütte (PD-). Der erste Abstieg von der Midi-Station ist stark ausgesetzt. Aus Italien erreicht man die Aiguille du Midi mit der Kleinkabinenbahn Vallée Blanche. Vom Col du Géant und von der Pointe Helbronner sind es rund 4 km und 2½ Stunden (F+) über den spaltenreichen Géant-Gletscher und das obere Vallée Blanche. Auf derselben Route gelangt man von der Hütte in rund 2½ Stunden zur Torino-Hütte.
Gut zu wissen:
Der Name stammt vom „laboratoire des cosmiques“. Diesen Vorgängerbau ließ der Physiker Louis Leprince-Ringuet von 1942 bis 1946 errichten, um die kosmische Strahlung zu erforschen. Nach einem Brand des Vorgängerbaus wurde die Hütte 1990 neu errichtet. Den Mont Blanc (4.806 m) besteigt man von der Cosmique Hütte über Mont Blanc du Tacul und Mont Maudit.