Familienalm an der Isarquelle im Hinterautal
Zwischen Sunntigerspitze, Kleinem Lafatscher und Speckkarspitze liegt am Ende des Hinterautals auf 1.766 m die Halleranger Alm. Die Berghütte im Naturpark Karwendel, dem größten Naturpark Österreichs, betreibt die Familie Schallhart privat. Über der Alm erhebt sich die Lafatscher-Nordwand. Rund 90 Kühe mit Kälbern und etwa 150 Schafe beweiden die Almflächen.
Fünf Minuten von der Hütte entspringt auf 1.770 m die Isar, eine Hinweistafel markiert die Quelle. An der Alm vorbei verlaufen der Traumpfad München–Venedig, der Adlerweg und der Karwendel Höhenweg West.
Übernachten auf der Halleranger Alm
Die Hütte hat zwei Alm-Appartements und 28 Betten, dazu 40 Schlafplätze im Lager. Sie ist bewirtschaftet. 1990 wurde die Küche saniert und erweitert, 2019 wurden die Sanitäreinrichtungen erneuert. Seit 2018 liefert eine Photovoltaikanlage Strom.
Zustieg zur Halleranger Alm
Der Hauptzustieg beginnt in Scharnitz, das man mit der Bahn erreicht, und führt durch das Hinterautal und über die Kastenalm. Zu Fuß sind es etwa 5 Stunden, mit dem Mountainbike etwa 3 Stunden. Vom Parkplatz am Halltaleingang bei Absam braucht man etwa 4 Stunden, von Sankt Magdalena über das Lafatscher Joch 2,5 Stunden.
Der Übergang zur Bettelwurfhütte dauert 2,5 Stunden, zur Pfeishütte über Lafatscher Joch und Stempeljoch 3 Stunden. Gipfelziele sind die Sunntigerspitze (2.321 m) in 1½ Stunden und der Große Lafatscher (2.696 m) in 3½ Stunden.
Gut zu wissen:
1439 schenkte der Landesfürst die Alm der Stadt Hall, seit 1581 heißt sie Haller Anger. Um 1830 kaufte Johann Schallhart die Alm. Die Kapelle entstand 1946 zum Gedenken an Isidor Schallhart. Ludwig Graßler, Erfinder des Traumpfads München–Venedig, fand hier am 22. August 2019 seine letzte Ruhestätte. Nicht zu verwechseln ist die Alm mit dem nahen Hallerangerhaus.