Schutzhütte auf 2.077 m hoch über dem Halltal
Die Sektion Innsbruck des Österreichischen Alpenvereins betreibt die Bettelwurfhütte im Karwendel. Auf 2.077 m liegt die Schutzhütte an der Südseite des Großen Bettelwurfs (2.726 m), hoch über dem Halltal und unweit von Hall in Tirol. Für den Innsbrucker Höhenweg, der von der Hafelekarspitze über die Pfeishütte führt, ist die Hütte ein Stützpunkt.
Auf der Tour „Wandern auf dem Karwendel Höhenweg“ übernachten wir hier. In 2 Stunden geht es von der Hütte über den teilweise versicherten Eisengattergrat auf den Großen Bettelwurf. Auf den Kleinen Bettelwurf (2.650 m) führt ein Klettersteig in 1,75 Stunden. Weitere Ziele sind die Speckkarspitze (2.621 m) sowie Kleiner (2.636 m) und Großer Lafatscher (2.696 m).
Übernachten auf der Bettelwurfhütte
Die Bettelwurfhütte hat 62 Schlafplätze und seit 2003 einen modernen Sanitärtrakt. Ein Stromaggregat liefert seit 1964 Strom, eine Materialseilbahn bringt seit 1966 die Versorgung herauf. Ab dem 13. Oktober steht Skitourengehern ein unversperrter, beheizbarer Winterraum offen.
Zustieg zur Bettelwurfhütte
Talort ist Absam. Das Halltal ist für den normalen Verkehr gesperrt. Von Absam durch das Halltal zur Ladhütte und über den Hüttenweg sind es 3,5 Stunden, ab der Ladhütte 2,5 Stunden. Ebenfalls 3,5 Stunden dauert der Weg von Sankt Magdalena (1.287 m) im Halltal. Über den Absamer Klettersteig (Schwierigkeit C, überwiegend A und B) braucht man von Absam 4,5 Stunden.
Zum Hallerangerhaus und zur Hallerangeralm geht es über das Lafatscher Joch (2.081 m) und den Durchschlag in 2,5 Stunden. Über Lafatscher Joch und Stempeljoch (2.215 m) sind es 4 Stunden bis zur Pfeishütte.
Gut zu wissen:
Auf Anregung des Innsbrucker Bergpioniers Julius Pock entstand die Hütte von 1891 bis 1893. Nachdem sie 1893 auf der Tiroler Landesausstellung in Innsbruck gezeigt worden war, wurde sie 1894 an ihren Bestimmungsort gebracht und dort wieder aufgebaut. Zunächst war sie eine Selbstversorgerhütte. Bewirtschaftet wird sie seit 1902, 1904 kam ein Schlafhaus hinzu. Bis 2012 war sie Ziel des Bettelwurflaufs von Absam.