Am Joch zwischen Zahmem und Wildem Kaiser
Im österreichischen Kaisergebirge, am Schnittpunkt von Zahmem und Wildem Kaiser, liegt auf 1.577 m das Stripsenjochhaus. Die Berghütte der Sektion Kufstein des Österreichischen Alpenvereins steht direkt am Stripsenjoch, dem Übergang vom Kaiserbachtal ins Kaisertal. Mit dieser Lage zwischen zwei Tälern und den beiden Teilen des Gebirges gilt sie als Drehscheibe des Kaisergebirges.
Predigtstuhl, Totenkirchl, Fleischbank und Ellmauer Halt (2.344 m) sind Ziele für Kletterer. Rund um die Hütte gibt es Klettermöglichkeiten fast aller Schwierigkeitsgrade. Auf den Goinger Halt (2.242 m) sind es 2½ Stunden, auf Stripsenkopf und Feldberg (1.813 m) 1 Stunde.
Übernachten auf dem Stripsenjochhaus
Das Stripsenjochhaus hat 160 Schlafplätze. Bewirtschaftet wird die Hütte in zweiter Generation von einer Familie aus Ginzling im Zillertal.
Zustieg zum Stripsenjochhaus
Über eine Mautstraße ab Griesenau geht es bis zur Griesener Alm (990 m). Von dort sind es auf dem Hüttenweg etwa 1½ Stunden. Züge fahren bis Kufstein und St. Johann in Tirol, Busse bis Griesenau, Hohenkendel und Kufstein-Sparchen.
Vom Gasthof Hohenkendel führt der Weg über Kohlalm und Feldberg in 3 Stunden zur Hütte, von Walchsee über Gwirchtalm, Hochalm oder Feldalm in 4 Stunden. Aus Kufstein sind es durchs Kaisertal über Anton-Karg-Haus und Hans-Berger-Haus 5 Stunden.
Übergänge führen über das Große Griesner Tor zur Fritz-Pflaum-Hütte (2½ Stunden) und über den Feldalmsattel zur Vorderkaiserfeldenhütte (3½ Stunden). Über Steinerne Rinne und Ellmauer Tor geht es zur Gaudeamushütte und zur Gruttenhütte (je 4 Stunden, schwierig).
Gut zu wissen:
Die Sektion Kufstein des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins errichtete die Hütte von 1901 bis 1902 und weihte sie im Frühsommer 1902 ein. Erster Pächter bis 1925 war Johann Tavonaro. Er bestieg am 30. Juni 1895 mit Philip Scheiner als Erster den Predigtstuhl und stellte bis 1910 mit 200 Besteigungen des Totenkirchl den damaligen Rekord auf. In den 1950er und 1960er Jahren wurde das Stripsenjochhaus mehrmals umgebaut und erweitert. Damals entstand auch die Versorgungsseilbahn von der Griesener Alm.