Schutzhütte an der Südseite des Wilden Kaisers
Die Gruttenhütte liegt auf 1.620 m auf einem grasigen Absatz an der Südseite des Wilden Kaisers, hoch über Ellmau und Going. Betrieben wird die Schutzhütte von der Sektion Turner-Alpen-Kränzchen München des Deutschen Alpenvereins (DAV). Über ihr erhebt sich die Ellmauer Halt, mit 2.344 m der höchste Gipfel im Kaisergebirge. An klaren Tagen reicht der Blick bis zum Großvenediger.
Auf der „Kaiserkrone“ rund um den Wilden Kaiser und auf der Bergwanderung „Das Kaisergebirge in Tirol“ übernachten wir hier. Von der Hütte beginnen zahlreiche Kletterrouten, etwa am Kopftörlgrat. Zur Ellmauer Halt sind es 2½ Stunden, zum Treffauer (2.304 m) 3 Stunden und zur Goinger Halt (2.193 m) 2 Stunden.
Übernachten auf der Gruttenhütte
Die Gruttenhütte hat 103 Schlafplätze, verteilt auf kleinere Zimmer und Lager. Seit dem Umbau 2017 gibt es neue Sanitäranlagen mit Duschen für Gäste. Dazu kommen ein Trockenraum, ein Seminarraum und Terrassen.
Zustieg zur Gruttenhütte
Von Ellmau führt eine Mautstraße zur Wochenbrunner Alm (1.080 m) mit großem Parkplatz. Von dort sind es auf dem bezeichneten Hüttenweg rund 1½ Stunden und 540 Hm zur Hütte. Aus Ellmau oder Scheffau führt der Weg über die Riedlhütte und den Fahrweg in 2½ Stunden und 800 Hm hinauf. Ab Going geht es über die Gaudeamushütte und das Klamml, eine steile Felsrinne, in 3 Stunden und 800 Hm zur Hütte.
Zur Gaudeamushütte (1.270 m) sind es übers Klamml ¾ Stunde. Über den Jubiläumssteig, für den Helm und Handschuhe erforderlich sind, erreicht man das Stripsenjochhaus (1.577 m) in 3½ Stunden und die Ackerlhütte (1.460 m) in 3 Stunden. Weitere Übergänge verbinden die Hütte mit der Kaindlhütte, der Fritz-Pflaum-Hütte, dem Hans-Berger-Haus und dem Anton-Karg-Haus.
Gut zu wissen:
Erbaut wurde die Hütte 1899 von der Sektion gemeinsam mit Carl Babenstuber, eröffnet am 14. Juli 1900. Den heutigen Jubiläumssteig durchs Wilde Gschloß legte 1925 der damalige Hüttenwirt an. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Hütte beschlagnahmt und blieb bis 1951 geschlossen. Beim grundlegenden Umbau 2017 wurden die beiden alten Nebenhäuser zurückgebaut.