Schutzhütte im Nationalpark Gesäuse, seit 1885
In der Buchsteingruppe im Nationalpark Gesäuse, am Kamm zwischen der Tieflimauer im Westen und dem Tamischbachturm im Osten, liegt auf 1.543 m die Ennstaler Hütte. Betrieben wird die Schutzhütte von der Sektion Steyr des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV). Sie ist Stützpunkt am Eisenwurzenweg, einem österreichischen Weitwanderweg, der hier St. Gallen und den Erbsattel mit Gstatterboden verbindet.
Auf der Bergwanderung „Von Hütte zu Hütte im Gesäuse“ übernachten wir hier. Hausberg ist der Tamischbachturm (2.035 m). Er zählt zu den am einfachsten zu erreichenden Gesäusegipfeln und ist in 1½ Stunden erreichbar. Auf die Tieflimauer (1.820 m) führen der Normalweg (Schwierigkeit I) und der 2002 errichtete Klettersteig Teufelsteig (A und B, zwei Stellen C).
Übernachten auf der Ennstaler Hütte
Für die Übernachtung stehen 35 Schlafplätze bereit. Es gibt Waschmöglichkeiten, aber keine Dusche, kein fließendes Wasser und keinen Strom aus der Steckdose. Hüttenschlafsäcke bringen Gäste selbst mit. Ein Notraum ist vorhanden.
Zustieg zur Ennstaler Hütte
Von Gstatterboden sind es 2½ bis 3 Stunden und 980 Hm zur Hütte. Seit 2004 ist der Weg bis zur Hochscheibenalm (rund 1.200 m) mit dem Mountainbike befahrbar. Die Wanderung zur Hütte verkürzt sich dadurch auf eine Stunde. Von Sankt Gallen und dem Erbsattel führt der Weg durch das Mühlbachtal in 2½ bis 3 Stunden zur Hütte. Von Großreifling steigt man durch das Tal des Tamischbaches in rund 2½ Stunden herauf. Zu anderen Hütten im Gebiet, etwa dem Admonterhaus oder der Hesshütte, geht es immer über einen Abstieg ins Tal.
Gut zu wissen:
Die Wiener Alpine Gesellschaft Ennstaler errichtete die Hütte 1885 als erste Schutzhütte in den Ennstaler Alpen. 1924 übernahm die Sektion Steyr die Hütte und erweiterte sie 1930. Den Namen findet man auch in den Schreibweisen Ennstalerhütte, Ennsthaler Hütte und Ennsthalerhütte. Wann die Hütte geöffnet ist, veröffentlicht die Sektion Steyr auf der Website des Alpenvereins.