CAI-Hütte im oberen Val Brenta unter der Cima Tosa
Auf 2.182 m, im zentralen Bereich der Brenta-Gruppe im oberen Val Brenta, liegt das Rifugio Brentei der Sektion Monza des Club Alpino Italiano (CAI). Die Hütte steht in einem weiten Talkessel am Rand einer mit Gras bewachsenen Talstufe. Von hier geht der Blick auf den Crozzon di Brenta (3.123 m) und die Nordwand der Cima Tosa (3.134 m). Dazwischen liegt der meist vereiste Canalone Neri.
Auf der Tour „Klettersteige in der Brenta“ entlang der Via delle Bocchette übernachten wir hier. In unmittelbarer Nähe steht eine kleine Kapelle, die den in den Bergen Verunglückten gewidmet ist.
Übernachten auf dem Rifugio Brentei
Die Hütte hat 97 Schlafplätze. Außerhalb der Saison gibt es einen Winterraum mit 14 Betten.
Zustieg zum Rifugio Brentei
Talort ist Madonna di Campiglio. Von Vallesinella (1.513 m) führt Weg 318 am Rifugio Casinei vorbei in 2 Stunden 40 Minuten zur Hütte. Länger ist der Weg aus dem Val Brenta: Ab der Piazza delle Bore bei Sant’Antonio di Mavignola (1.210 m) sind es auf Weg 323 etwa 3,5 Stunden.
Je 1,5 Stunden dauern die Übergänge zum Rifugio Pedrotti (2.491 m) auf Weg 318 und zum Rifugio Angelo Alimonta (2.580 m) auf Weg 323. Zum Rifugio Tuckett (2.272 m) sind es über die Wege 318 und 328 insgesamt 2,5 Stunden. Zum Rifugio Agostini (2.405 m) braucht man 3 Stunden und zum Rifugio Dodici Apostoli 3,5 Stunden.
Gut zu wissen:
Anfang der 1930er Jahre stand an dieser Stelle eine kleine private Hütte, die auch als Biwakschachtel diente. Nach dem Zweiten Weltkrieg kaufte der Unternehmer Gianvittorio Fossati Bellani aus Monza das Gebäude und übergab es der CAI-Sektion Monza. Fossati Bellani benannte die Hütte nach seinen Eltern Alberto und Maria; 1947 wurde sie eröffnet und später mehrmals erweitert. Ab 1949 führte Bruno Detassis sie über Jahrzehnte, sein Sohn Claudio bewirtete sie bis 2009.
Geöffnet ist das Rifugio Brentei in der Regel von Mitte Juni bis Mitte September.