CAI-Schutzhütte im Valmalenco auf 2.813 m
Auf 2.813 m, in der Gemeinde Lanzada im Valmalenco, liegt das Rifugio Marinelli Bombardieri in den italienischen Bernina-Alpen. Die Schutzhütte gehört der Sektion Valtellina des Club Alpino Italiano (CAI) in Sondrio, die sie auch betreibt. Kurz heißt sie Rifugio Marinelli, Rif. Marinelli oder auf Deutsch Marinelli-Hütte. Über das Rifugio Marco e Rosa und den Spallagrat führt von hier der Weg auf den Piz Bernina (4.048 m), den einzigen Viertausender der Ostalpen.
Das Rifugio Marinelli Bombardieri nutzen wir als Stützpunkt für die „Skitourenwoche Bernina mit Piz Palü“. Weitere Gipfelziele sind der Piz Scerscen (3.970 m) durch das Südwest-Couloir, der Piz Roseg (3.937 m) und die Punta Marinelli (3.182 m).
Übernachten auf dem Rifugio Marinelli
Die Schutzhütte hat 186 Schlafplätze. Bewirtschaftet ist sie in der Regel durchgehend von Ende März bis Anfang Mai sowie von Ende Juni bis Mitte September.
Zustieg zum Rifugio Marinelli
Campo Moro (1.970 m) ist von Lanzada mit dem Auto erreichbar. Von dort sind es etwa 3 Stunden zum Rifugio Marinelli Bombardieri. Ab Campo Franscia dauert der Zustieg etwa 4 Stunden 30 Minuten.
Zum Rifugio Carate Brianza (2.636 m) sind es nur 30 Minuten. Je 2 Stunden dauern die Übergänge zum Rifugio Roberto Bignami (2.401 m), zum Bivacco Parravicini (3.183 m) und zum Bivacco Pansera (3.546 m). Zum Rifugio Marco e Rosa (3.609 m) sind es 3½ Stunden, zur Coazhütte (2.610 m) über die Fuorcla da la Sella 5 Stunden.
Gut zu wissen:
1880 weihte der CAI die Hütte als eine der ersten Schutzhütten der Lombardei ein. Damals hieß sie Rifugio Scerscen, nach dem Tal, in dem sie liegt. 1882 erhielt sie den Namen Rifugio Marinelli, zu Ehren von Damiano Marinelli, dem verstorbenen Alpinisten und Initiator des Baus. Nach Erweiterungen 1906, 1915, 1917, 1925 und 1938 wurde sie nach dem Zweiten Weltkrieg auf Initiative des Alpinisten und Schriftstellers Luigi Bombardieri verdoppelt. Nach seinem Tod beim Absturz eines Hubschraubers 1957 kam sein Name hinzu.