DAV-Hütte auf 2.013 m am Mindelheimer Klettersteig
Die Sektion Mindelheim des Deutschen Alpenvereins (DAV) betreibt die Mindelheimer Hütte auf 2.013 m in den Allgäuer Alpen. Sie liegt im Gebiet der Schafalpenköpfe, zwischen dem Wildental im Kleinwalsertal und dem Rappenalptal. Auf der Großen Durchquerung der Allgäuer Alpen, der „Steinbocktour“, ist die Hütte Station zwischen Fiderepasshütte und Rappenseehütte. Mehr als 9.000 Übernachtungen zählt sie im Jahr.
In Hüttennähe liegt der Mindelheimer Klettersteig mit Schwierigkeit C. Auf Weg 444 sind es knapp zwei Stunden zum Geißhorn (2.366 m).
Übernachten auf der Mindelheimer Hütte
Die Mindelheimer Hütte hat 120 Schlafplätze. Die Versorgung kommt mit einer Materialseilbahn aus dem Rappenalptal herauf. Strom liefert eine Photovoltaikanlage, das Abwasser reinigt eine vollbiologische Kläranlage. Der frühere Winterraum im Nebengebäude wurde zurückgebaut, außerhalb der Saison bleibt nur ein offener Schutzraum mit vier Notlagern (Stand 2024).
Zustieg zur Mindelheimer Hütte
Von Mittelberg (1.215 m) im Kleinwalsertal sind es etwa drei Stunden auf Weg 441 durch das Wildental. Über die Hintere Wildenalpe führt der Weg zur Kemptner Scharte (2.103 m), teils mit Drahtseilen versichert, und dann hinab zur Hütte. Ab Lechleiten führt Weg 445 über den Schrofenpass in knapp drei Stunden herauf. Von der Gipfelstation der Fellhornbahn sind es über den Krumbacher Höhenweg ungefähr vier Stunden. Der Übergang zur Fiderepasshütte über die Fiderescharte dauert 2½ Stunden, der zur Rappenseehütte 4½ Stunden.
Gut zu wissen:
Am 29. August 1920 eröffnete die Sektion eine erste Nothütte mit 24 Schlafplätzen. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs besetzten französische Truppen die Hütte. In den 1950er Jahren folgte ein Neubau mit 70 Schlafplätzen. 1997 erhielt die Hütte als eine der ersten das Umweltgütesiegel des Alpenvereins, das später wieder aberkannt wurde. Geöffnet ist je nach Witterung und Schneelage von Anfang Juni bis Anfang Oktober.