DAV-Schutzhütte im Allgäuer Hauptkamm
Zwischen Oberstdorf und dem Lechtal liegt auf 1.846 m die Kemptner Hütte, im Allgäuer Hauptkamm zwischen Krottenkopf und Mädelegabel. Betrieben wird sie von der Sektion Allgäu-Kempten des Deutschen Alpenvereins (DAV). Die Schutzhütte steht an Grashängen. Gemessen an den Übernachtungsmöglichkeiten zählt die Kemptnerhütte zu den größten Hütten der Alpen.
Auf der „E5 Alpenüberquerung“ von Oberstdorf nach Meran und auf der „Steinbocktour“ durch die Allgäuer Alpen übernachten wir hier. Auf dem Europäischen Fernwanderweg E5 ist die Hütte die Station zwischen Oberstdorf und der Memminger Hütte.
Übernachten auf der Kemptner Hütte
Zur Hütte gehören 290 Schlafplätze, Warmwasserduschen und ein Winterraum im Nebengebäude. Seit 1969 bringt eine Materialseilbahn Gepäck und Versorgungsgüter herauf. Im Jahr 2000 wurde sie modernisiert. Das Wasser kommt seit 1982 aus dem Fernwassernetz, seit 2018 führt eine Abwasserleitung nach Oberstdorf.
Zustieg zur Kemptner Hütte
Von Oberstdorf über die Spielmannsau sind es etwa 4 Stunden zur Hütte. Kürzer ist die Wanderung aus dem Lechtal: Ab Holzgau führt der Weg über das Mädelejoch in rund 3,5 Stunden hinauf.
An der Hütte beginnt der Zugang zum Heilbronner Weg. Über ihn dauert der Übergang von der Kemptner Hütte zum Waltenberger Haus etwa 3,5 Stunden, zur Rappenseehütte 5 bis 6 Stunden. Zur Hermann-von-Barth-Hütte sind es rund 4 Stunden, zum Prinz-Luitpold-Haus etwa 9 und zum Edmund-Probst-Haus etwa 10 Stunden.
Gut zu wissen:
Die Sektion Allgäu-Kempten erbaute die Hütte 1891 als 34. Hütte in den Nördlichen Ostalpen. Ab 1893 war sie bewirtschaftet, 2020 kam ein Erweiterungsbau dazu. Gipfelziele sind der Große Krottenkopf (2.656 m) und die Mädelegabel (2.645 m) in je etwa 3 Stunden sowie der Muttlerkopf (2.368 m) in rund 2 Stunden. Skitouren sind von April bis Juni möglich.