Bereits 1387 erteilte Gian Galeazzo Visconti die Abbauerlaubnis für Granit vom Mont'Orfano zum Bau des Mailänder Doms.
Mont'Orfano
Der Mont'Orfano erhebt sich auf 794 m als isolierter Granitmonolith bei Mergozzo am Lago Maggiore. Der rundgeschliffene Gipfel entstand durch eiszeitliche Erosion des Ossola-Gletschers. Vom Gipfel reicht der Blick über die Borromäischen Inseln und die Mündung des Toce.
Isolierter Granitgipfel am Lago Maggiore
Der Mont'Orfano liegt als markanter Einzelberg in einer Flussschleife des Toce zwischen Verbano, Cusio und Ossola. Seine nordöstlichen Hänge fallen zum Mergozzosee ab, während er im Süden das Val Corcera vom Val Grande trennt.
Geologisch besteht der Berg aus einem massiven Granitmonolithen des sogenannten Montorfano-Granits, der zu den Graniti dei Laghi zählt. Historische Steinbrüche lieferten bereits seit dem 14. Jahrhundert Material für den Mailänder Dom. Heute führen Wanderwege von Gravellona Toce, Verbania und Mergozzo zur vegetationslosen, rundgeschliffenen Kuppe, die Brutplatz für Wanderfalken und Uhus ist.
Gut zu wissen:
Bekannte Ziele in den Tessiner Alpen
Locarno
Locarno liegt auf 195 m am Nordufer des Lago Maggiore und bildet das Tor zu den Tessiner Alpen. Die Stadt ist Ausgangspunkt für das Maggiatal, Verzascatal und die Centovalli. Mit ihrer strategischen Lage zwischen Prealpi Luganesi und Alpi Lepontine dient sie als ideales Basecamp für Bergtouren.
Foto-Spot Madonna del Sasso
Die Wallfahrtskirche Madonna del Sasso thront auf 370 m Höhe auf einem Felsvorsprung oberhalb von Locarno. Der historische Sacro Monte ist seit Ende des 15. Jahrhunderts ein bedeutender Pilgerort. Mit der Standseilbahn von Locarno erreichbar bietet der Aussichtspunkt weite Blicke über den Lago Maggiore.
Oratorio della Madonna del Sasso
Die Wallfahrtskirche der Madonna del Sangue erhebt sich in Re im Piemont. 1494 soll ein Marienfresko nach einem Steinwurf zu bluten begonnen haben. Die neobyzantinische Basilika wurde 1958 zur Basilica minor erhoben.
Santuario della Madonna del Sangue
Das Santuario della Madonna del Sangue liegt im Grenzgebiet zwischen der Schweiz und Italien in Re. Der Wallfahrtsort entstand nach einem Wunder von 1494, als ein Fresko der Madonna zu bluten begann. Die neobyzantinische Basilica minor mit ihrer 51 m hohen Kuppel wurde 1958 geweiht.
Ascona
Ascona liegt auf 196 m am Nordufer des Lago Maggiore im Tessin. Die Gemeinde bildet zusammen mit Locarno ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet. Das milde Klima macht Ascona zum strategischen Ausgangspunkt für Wanderungen in die Tessiner Alpen.
La Piota
La Piota erhebt sich auf 1.927 m in den Tessiner Alpen an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Der Gipfel liegt im Bereich der Valle Cannobina, einer von Gneisformationen geprägten Berglandschaft zwischen Ossola und Verbano.
Pizzo del Lago Scuro
Der Pizzo del Lago Scuro erhebt sich auf 2.648 m in den Tessiner Alpen oberhalb des gleichnamigen Bergsees. Der Gipfel liegt im Val Sambuco nahe dem Stausee-System des Lago del Narèt. Von hier bietet sich ein weiter Blick über die vergletscherten Gipfel der südlichen Tessiner Alpen.
Rocca Vitaliana
Die Rocca Vitaliana erhebt sich auf drei Felseninseln im Lago Maggiore vor Cannero Riviera. Die zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert erbauten Burganlagen dienten einst als Stützpunkt der berüchtigten Mazzardi-Brüder. Seit Juli 2025 sind die restaurierten Ruinen für Besucher zugänglich.
Castello Visconteo
Das Castello Visconteo wurde 1341 von Luchino Visconti in Locarno erbaut. Die mittelalterliche Burg diente bis 1513 als Festung und Garnison für die Kontrolle der Lago Maggiore-Region. Heute beherbergt sie das städtische und archäologische Museum mit römischen Glasfunden.
Bacino di Palagnedra
Der Bacino di Palagnedra liegt auf 484 m im Centovalli zwischen Palagnedra und Camedo. Der 1952 fertiggestellte Stausee staut die Melezza und dient als Ausgleichsbecken für die Wasserkraft. Das Einzugsgebiet umfasst 137,7 km².
Nationalpark Val Grande
Der Nationalpark Val Grande erstreckt sich über 17.021 Hektar in den italienischen Alpen und gilt als größte Wildnis der Alpen. Das Schutzgebiet wurde 1992 gegründet und 2018 in die UNESCO-Biosphäre Ticino Val Grande Verbano aufgenommen.
Santuario della Madonna del Sasso
Das Santuario della Madonna del Sasso thront auf einem Felssporn bei Orselina auf 370 m über dem Lago Maggiore. Der Wallfahrtsort entstand Ende des 15. Jahrhunderts um eine Marienerscheinung. Seit 1918 trägt die Kirche den Rang einer Basilica minor.
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